macOS 27: Apple beendet Intel-Ära auf der WWDC am 8. Juni
06.06.2026 - 00:10:55 | boerse-global.de
Mit macOS 27 wird erstmals eine Version des Betriebssystems erscheinen, die ausschließlich auf hauseigenen Chips läuft. Intel-Macs sind dann endgültig außen vor.
Die Vorstellung des neuen Systems ist für den 8. Juni auf der WWDC 2026 geplant. Interne Dokumente deuten darauf hin, dass der Codenamen "Big Bear" oder "Redwood" lauten könnte. Klar ist: Die Ära der Intel-Prozessoren bei Apple, die vor rund zwei Jahrzehnten begann, geht damit zu Ende.
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Welche Macs den Anschluss verlieren
Für den Betrieb von macOS 27 ist zwingend ein Apple Silicon nötig – also ein Chip der M1-Serie oder neuer. Dazu zählt auch das erwartete MacBook Neo mit A18-Pro-Prozessor. Das aktuelle macOS 26 Tahoe bleibt damit die letzte große Systemversion für mehrere Intel-Modelle.
Konkret betroffen sind:
- Das 16-Zoll MacBook Pro von 2019
- Das 13-Zoll MacBook Pro von 2020 mit vier Thunderbolt-3-Anschlüssen
- Der 27-Zoll iMac von 2020
- Der Mac Pro von 2019
Diese Geräte werden keine neuen Funktionen mehr erhalten. Apple hat allerdings zugesichert, die Sicherheitsupdates für Intel-Hardware noch drei weitere Jahre zu liefern. Ein kompletter Support-Stopp droht also nicht von heute auf morgen.
Das Ende von Rosetta 2 – eine Ära der Kompatibilität neigt sich dem Ende zu
Mit macOS 27 beginnt auch die letzte Phase für Rosetta 2. Die Übersetzungsschicht, die Intel-Programme auf Apple-Chips lauffähig macht, wird schrittweise abgeschaltet. Branchendaten zufolge sind noch zwischen 18.800 und 22.000 Intel-basierte Anwendungen im aktiven Einsatz.
Bereits mit dem Update macOS 26.5 vom 11. Mai 2026 zeigt Apple Nutzern eine Warnung an, wenn sie solche Legacy-Programme starten. macOS 27 wird die letzte Version mit vollständiger Rosetta-Unterstützung bieten. Der Nachfolger macOS 28, der für Herbst 2027 erwartet wird, soll die Übersetzung dann nur noch für bestimmte Anwendungen zulassen – etwa für ältere Spiele.
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Die Strategie erinnert an den Übergang von PowerPC zu Intel: Schon damals wurde die erste Rosetta-Version mit dem Release von OS X Lion 2011 ausgemustert.
Führungswechsel und neue Schwerpunkte
Die WWDC 2026 steht nicht nur im Zeichen des Betriebssystem-Wechsels. Apple wird voraussichtlich auch seine KI-Strategie unter dem Namen "Apple Intelligence" vorstellen – inklusive einer grundlegend überarbeiteten Siri. Berichten zufolge könnte die neue Sprachassistentin auf eine eigene Suchmaschine von Apple zurückgreifen und für bestimmte Aufgaben externe Server-Infrastruktur nutzen.
Hinzu kommt ein historischer Führungswechsel: Tim Cook wird sein Amt als CEO am 1. September 2026 an John Ternus übergeben. Unter Ternus' Leitung soll der Konzern verstärkt auf KI-gestützte Smart Glasses setzen. Für 2027 ist ein bildschirmloses, KI-fähiges Wearable geplant, für 2029 eine weiterentwickelte Augmented-Reality-Brille.
Neben macOS 27 werden auf der WWDC auch iOS 27 und iPadOS 27 erwartet. Auch hier schraubt Apple die Hardware-Anforderungen nach oben: Ältere Geräte wie die iPhone-11-Serie und das iPhone SE der zweiten Generation werden voraussichtlich nicht mehr unterstützt.
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