macOS 27 am 8. Juni: Apple beendet Intel-Support endgültig
05.06.2026 - 09:37:35 | boerse-global.de
2 bootet erstmals auf mehreren Apple-M3-Modellen. Für den Alltagseinsatz ist die Unterstützung jedoch noch nicht bereit.
Am 4. Juni 2026 bestätigten technische Berichte, dass der Linux-Kernel 7.2 erfolgreich auf verschiedenen M3-Geräten hochfährt – darunter das 24-Zoll-iMac aus 2023, das 13- und 15-Zoll-MacBook Air (2024) sowie das 14-Zoll-MacBook Pro von 2023. Diese sogenannte „Bring-up"-Phase bietet minimale Device-Tree-Unterstützung und deckt essenzielle Komponenten wie CPU, Interrupt-Controller, Energiemodi und die serielle Konsole ab.
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Erste Schritte, aber Grafik bleibt Problemkind
Der aktuelle Kernel unterstützt bereits Watchdog, Pin-Controller, I2C und den Boot-Framebuffer. Doch ein entscheidendes Puzzlestück fehlt: Grafiktreiber sind noch nicht funktionsfähig. Auch das Asahi-Linux-Projekt, das sich seit Jahren um die Linux-Kompatibilität von Apple-Silicon kümmert, befindet sich für M3-Hardware weiterhin in einer frühen Alpha-Phase.
Das Merge-Fenster für diese Kernel-Updates soll Mitte Juni 2026 öffnen. Bis dahin bleibt abzuwarten, welche weiteren Verbesserungen eingebracht werden.
Benchmark-Vergleich: M3 Ultra stark, M5 noch stärker
Die aktuellen PassMark-Single-Thread-Rankings vom 4. Juni 2026 zeigen: Der Apple M3 Ultra mit 28 Kernen erreicht 5.139 Punkte. Ein respektabler Wert – doch die neuere M5-Serie hat ihn bereits überholt. Der Apple M5 Max mit 18 Kernen führt die Rangliste mit 5.935 Punkten an, dicht gefolgt vom M5 Pro mit 5.926 Punkten.
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Im Vergleich zur Konkurrenz: Der AMD Ryzen 7 8840HS (Hawk Point) erzielt im Cinebench R23 Multi-Core-Test Werte zwischen 12.359 und 14.060 Punkten. Noch deutlicher wird der Abstand beim Vergleich zwischen Apples M5 Pro und dem neuen Microsoft Surface Laptop Ultra – letzterer nutzt einen 20-Kern-NVIDIA-Spark-ARM-Chip. Hier liegt das Apple-Silicon in der Single-Core-Leistung um 37,5 Prozent vorn, bei Multi-Core-Aufgaben sogar um 48,5 Prozent.
Linux-Distributionen im Aufwind
Auch jenseits des M3-Kernel-Starts gibt es Neuigkeiten aus der Linux-Welt. Am 3. Juni 2026 wurde T2 Linux 26.6 „Mythos" veröffentlicht – mit Linux 7.0, KDE Plasma 6.7 und Wayland-Unterstützung. Die Distribution erweitert die Architekturunterstützung auf ARM64, RISC-V und mehrere Legacy-Plattformen.
Der Fedora Asahi Remix 44 hat ebenfalls Fortschritte gemacht: Die Integration der AGX-GPU-Treiber in den Upstream-Mesa 26.0.6 ermöglicht es M1-GPUs, nativ zu rendern – ohne benutzerdefinierten Fork. Das verbessert die Systemstabilität spürbar. Dennoch bleiben Funktionen wie Touch ID und USB-Display-Ausgabe im aktuellen Asahi-Umfeld außen vor.
Apple verabschiedet sich von Intel – und Rosetta 2
Die erweiterte Linux-Unterstützung kommt zu einem strategischen Zeitpunkt. Apple verlagert sein Einstiegssegment: Das kürzlich vorgestellte MacBook Neo startet bei 599 Euro und wird vom A18-Pro-Chip angetrieben. Hersteller wie Acer, Dell und Asus kontern mit Modellen wie dem Swift Air 14 und XPS 13 ab 699 Euro.
Der Abschied von Intel-basierter Hardware beschleunigt sich. Das für den 8. Juni 2026 erwartete macOS 27 wird ausschließlich Apple Silicon unterstützen. Damit enden offizielle OS-Updates für die letzten Intel-Modelle – den 2019er Mac Pro und den 27-Zoll-iMac von 2020. Sicherheitspatches sollen zwar drei Jahre lang weiterlaufen, doch Rosetta 2, die Übersetzungsschicht für Intel-Apps, steht Berichten zufolge Ende 2027 vor der Rente.
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