MacBook Pro: Apple rüstet bis 2027 auf OLED-Displays um
29.06.2026 - 22:20:12 | boerse-global.de
Der Konzern will seine High-End-Computer und Tablets schrittweise mit hochmodernen OLED-Bildschirmen ausstatten. Das zeigen aktuelle Marktanalysen von TrendForce und Omdia.
Von P3 zu BT.2020: Ein Quantensprung in der Farbdarstellung
Das Herzstück der neuen Technik ist der Umstieg auf den BT.2020-Farbstandard. Aktuelle Apple-Displays arbeiten noch mit dem DCI-P3-Farbraum. Die neuen OLED-Panels sollen satte 95 Prozent des BT.2020-Gamuts abdecken. Das entspricht rund 75,8 Prozent des gesamten sichtbaren Farbspektrums. Die Folge: deutlich reinere Farben und eine höhere Farbtiefe.
Um diese Werte zu erreichen, setzen die Zulieferer auf mehrere neuartige Emitter-Technologien. MR-TADF (Multi-Resonance Thermally Activated Delayed Fluorescence) sorgt für schmalere Lichtbänder und damit für höhere Farbreinheit. Hyperfluoreszenz und pTSF verbessern Effizienz und Lebensdauer der Panels. Und mit blauen PHOLED-Materialien wollen die Hersteller Stromverbrauch und Wärmeentwicklung senken.
Der Zeitplan: MacBook Pro zuerst, iMac später
Apple hat bereits 2024 das iPad Pro mit OLED ausgestattet. Nun folgt eine gestaffelte Einführung in den anderen Produktlinien. Laut TrendForce soll das MacBook Pro zwischen 2026 und Anfang 2027 auf OLED umsteigen. Der iMac wird voraussichtlich später folgen – Analysten rechnen mit einem Zeitfenster von 2027 bis 2029, abhängig vom genauen Fertigungsfahrplan.
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Für das iPad Pro zeichnet sich um 2028 eine weitere Weiterentwicklung ab. Kurzfristiger plant Apple für Herbst 2026 ein großes Hardware-Update mit mehr als 15 neuen Produkten. Dazu gehören die iPhone-18-Serie, aktualisierte Mac-mini-Modelle mit M5-Chips und möglicherweise ein MacBook Ultra mit OLED-Touchscreen.
Lieferkette: Samsung und LG im Rennen, BOE mischt mit
Die Umstellung auf Hochleistungs-OLED-Panels erfordert ein komplexes Netzwerk von Zulieferern. Samsung Display und LG Display bleiben Apples Hauptpartner für die Panel-Produktion. Doch auch der chinesische Hersteller BOE treibt die Entwicklung voran. Interessant: Parallel zu den technischen Fortschritten gibt es Patentstreitigkeiten zwischen Samsung und BOE. Dennoch arbeiten alle Beteiligten daran, die strengen Effizienz- und Farbgenauigkeitsvorgaben für die 2026/2027er MacBook-Pro-Modelle und das spätere iMac-Update zu erfüllen.
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Chips der nächsten Generation: M5 und M6 in den Startlöchern
Die Hardware-Prognosen für den Zeitraum 2026 bis 2028 umfassen auch die Einführung der M5- und M6-Chips. Ein spezielles MacBook Ultra könnte bereits Ende 2026 oder Anfang 2027 auf den Markt kommen. Es wäre mit einem OLED-Touchdisplay und M5-Pro- oder M5-Max-Prozessoren ausgestattet. Branchenbeobachter spekulieren, dass Apple dabei bestimmte chip-Generationen überspringen könnte, um die Verfügbarkeit der neuen Panels optimal zu nutzen.
