MacBook Pro: Apple bringt OLED mit 95% Farbraum Ende 2026
30.06.2026 - 07:24:51 | boerse-global.de
Apple rüstet seine High-End-Geräte mit einer neuen OLED-Generation auf. Die Farbtreue soll einen Quantensprung erleben.
Einem aktuellen Bericht von TrendForce zufolge treibt der iPhone-Konzern die Entwicklung von Displays voran, die 95 Prozent des BT.2020-Farbraums abdecken. Betroffen sind künftige Modelle des MacBook Pro, iPad Pro und iMac. Das Ziel: reinere Farben bei gleichzeitig niedrigerem Energieverbrauch.
Vom DCI-P3 zum neuen Standard
Der Wechsel zum BT.2020-Standard ist kein kleiner Schritt. Während der bisher genutzte DCI-P3-Standard rund 75,8 Prozent des sichtbaren Farbspektrums abdeckt, erweitert BT.2020 diesen Bereich deutlich. Für die angestrebten 95 Prozent setzt Apple auf modernste OLED-Materialien und -Architekturen.
Die technischen Neuerungen umfassen unter anderem Multi-Resonance Thermally Activated Delayed Fluorescence (MR-TADF), Hyperfluoreszenz und sensibilisierte Phosphoreszenz (pTSF). Diese Materialien verbessern nicht nur die Sättigung der Primärfarben, sondern senken auch den Stromverbrauch der Displays. Ein weiterer Baustein ist die Entwicklung von blauen phosphoreszierenden OLEDs (PHOLED), die für die nächste Bildschirmgeneration als unverzichtbar gelten.
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Gestaffelte Einführung über mehrere Jahre
Die neuen Displays sollen in Wellen kommen. Nachdem Apple bereits 2024 das iPad Pro mit OLED-Technologie ausgestattet hat, liegt der Fokus nun auf dem MacBook Pro. Analysten rechnen mit den ersten OLED-Modellen zwischen Ende 2026 und Anfang 2027.
Für den Desktop-Bereich ist der Umstieg später geplant: Ein OLED-iMac könnte frühestens 2027 oder 2028 auf den Markt kommen. Die Zulieferer stellen sich bereits darauf ein. Samsung Display arbeitet an elektrolumineszenten Quantenpunkt-Technologien (EL-QD), während mehrere chinesische Panel-Hersteller neue Architekturen entwickeln, um sich für Apples Lieferkette zu qualifizieren.
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„MacBook Ultra“ mit Touchscreen?
Die künftigen OLED-Laptops – Gerüchten zufolge unter dem Namen „MacBook Ultra“ – sollen in 14 und 16 Zoll erscheinen. Angetrieben werden sie voraussichtlich von den Chips M5 Pro und M5 Max, die genug Leistung für hochauflösende, farbgenaue Workflows bieten.
Darüber hinaus könnten die Modelle erstmals über Touchscreen-Funktionen verfügen. Aufgrund der hochentwickelten OLED-Panels und der aktualisierten Hardware wird mit einem deutlich höheren Preis gerechnet als bei den aktuellen M5-basierten MacBook-Pro-Modellen.
