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MacBook Pro: Apple bricht Tabu mit erstem Touchscreen-Display

28.05.2026 - 06:30:07 | boerse-global.de

Apples Profi-Notebooks erhalten erstmals Touchscreens und OLED-Technik. Der M6-Chip mit 2 nm bringt zudem einen deutlichen Leistungssprung.

MacBook Pro: Apple bricht Tabu mit erstem Touchscreen-Display - Foto: über boerse-global.de
MacBook Pro: Apple bricht Tabu mit erstem Touchscreen-Display - Foto: über boerse-global.de

Erstmals in der Geschichte soll das MacBook Pro einen Touchscreen erhalten – und das noch dieses Jahr.

Apple bereitet eine grundlegende Neugestaltung seiner Profi-Notebooks vor. Die neuen 14-Zoll- und 16-Zoll-Modelle werden laut Branchenkreisen erstmals auf OLED-Technologie setzen und das langjährige Tabu eines Touchscreens bei MacBooks brechen. Möglich macht dies die nächste Prozessorgeneration M6, die im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird.

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Vom Mini-LED zum OLED-Display

Der Wechsel von Mini-LED zu OLED bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Die Displays können dünner gebaut werden, verbrauchen weniger Strom und liefern tiefere Schwarzwerte. Für die Touch-Funktion müssen die Ingenieure zudem ein verstärktes Scharnier entwickeln, das die zusätzliche Belastung durch die Fingerbedienung aushält.

Ein weiteres optisches Upgrade: Apples Dynamic Island, bekannt vom iPhone, soll die bisherige Display-Notch ersetzen. Branchenbeobachter hatten diese Neuerungen frühestens für 2029 erwartet. Doch aktuelle Lieferketten-Informationen deuten auf einen deutlich schnelleren Zeitplan hin – die Produktion soll bereits Ende 2026 oder Anfang 2027 anlaufen.

Leistungssprung durch 2-Nanometer-Chips

Die M6-Chipfamilie wird im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt – ein Technologiesprung, der deutliche Leistungs- und Effizienzgewinne gegenüber den aktuellen 3-Nanometer-Chips verspricht. Besonders die leistungsstärkeren Varianten M6 Pro und M6 Max stellen neue Anforderungen an die Kühlung.

Apple experimentiert daher mit einer Dampfkammerkühlung, die die herkömmlichen Heatpipes ersetzen soll. Kombiniert mit optimierten Lüftern und verbesserter Luftführung soll das System auch in einem flacheren Gehäuse eine hohe Dauerleistung ermöglichen.

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Neue „MacBook Ultra“-Reihe und Preissprung

Für die Spitzenmodelle erwägt Apple offenbar eine neue Produktbezeichnung: „MacBook Ultra“. Diese Geräte könnten mit einem Einstiegspreis von rund 3.000 Euro zu Buche schlagen – ein Aufschlag von etwa 20 Prozent gegenüber den aktuellen Top-Konfigurationen.

Samsung liefert Displays mit Privacy-Funktion

Als Hauptlieferant für die OLED-Panels steht Samsung Display in den Startlöchern. Die Produktion soll auf der 8.6G-Fertigungslinie mit einer erwarteten Ausbeute von rund 90 Prozent anlaufen. Die erste Charge umfasst etwa zwei Millionen Einheiten.

Ein besonderes Feature für Sicherheitsbewusste: Eine hardwarebasierte Privacy-Display-Technologie schränkt den Blickwinkel ein. Von der Seite betrachtet erscheint der Bildschirm dunkel, während der Nutzer direkt davor ein klares Bild sieht.

Verzögerter Start und Führungswechsel

Ursprünglich für Herbst 2026 geplant, verschiebt sich der Marktstart aufgrund von Komponentenengpässen möglicherweise auf Anfang 2027. Das Timing ist brisant: Bei der WWDC26 am 8. Juni wird Tim Cook voraussichtlich seine letzte Keynote als CEO halten. Im September 2026 übernimmt John Ternus das Ruder.

Apples Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2026 zeigen mit einem Gesamtumsatz von 111,2 Milliarden Euro ein solides Wachstum von 16,6 Prozent. Die Mac-Sparte trug mit 840 Millionen Euro und einem Plus von sechs Prozent bei. Weitere Highlights für die zweite Jahreshälfte: das iPhone 18 Pro und ein mögliches Falt-iPhone – beide ebenfalls mit 2-Nanometer-Technologie.

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