MacBook-Einstiegsmodell: Apple plant 5–7 Millionen Einheiten mit A18 Pro
19.06.2026 - 04:34:18 | boerse-global.de
Nach Brancheninformationen vom 19. Juni 2026 arbeitet der iPhone-Hersteller an einem günstigeren MacBook mit dem A18 Pro-Chip aus dem iPhone 16 Pro – und erwägt offenbar eine Chip-Produktion in den USA gemeinsam mit Intel.
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Einstiegs-MacBook: iPhone-Power im Laptop-Gehäuse
Das neue MacBook soll Apples Einstieg in das untere Preissegment des Laptop-Marktes markieren. Das Gerät wird voraussichtlich mit einem 13-Zoll-Display ausgestattet sein und in mehreren Farben erscheinen – darunter Silber, Blau, Pink und Gelb. Herzstück ist der A18 Pro-Prozessor, der bislang in der iPhone-16-Pro-Serie zum Einsatz kommt.
Die Lieferketten-Analyse deutet auf ambitionierte Verkaufsziele hin: Zwischen fünf und sieben Millionen Einheiten soll das Modell absetzen. Das entspräche mehr als 20 Prozent des gesamten MacBook-Absatzes. Bereits im Februar 2026 hatte es erste Hinweise auf ein günstigeres 13-Zoll-MacBook gegeben, dessen Produktion ursprünglich für Ende 2025 oder Anfang 2026 vorgesehen war.
Intel-Partnerschaft: Chips „Made in USA"?
Parallel zu den Hardware-Plänen sorgt eine mögliche Zusammenarbeit mit Intel für Aufsehen. Donald Trump erklärte am 18. Juni 2026 auf seinem Social-Media-Kanal, Apple habe zugestimmt, gemeinsam mit Intel Chips in den USA zu entwickeln und zu fertigen. Offizielle Bestätigungen von Apple oder Intel stehen noch aus – dennoch legten Intel-Aktien im vorbörslichen Handel um rund neun Prozent zu.
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Branchenexperten wie Ming-Chi Kuo gehen davon aus, dass eine Partnerschaft auf Intels 18A-P-Prozessknoten abzielen würde. Diese Technologie befindet sich seit Mitte Juni 2026 in der Risikoproduktion. Erste Leistungsdaten versprechen entweder neun Prozent mehr Geschwindigkeit bei gleichem Stromverbrauch oder 18 Prozent weniger Energiebedarf bei gleicher Leistung. Apple hat bereits PDK-Muster von Intel erhalten, um den Prozess für künftige Komponenten zu evaluieren – bleibt aber Hauptkunde bei TSMC.
Lieferketten-Engpässe treiben Apple zu Alternativen
Der mögliche Schwenk zu Intel hat handfeste Gründe: Apple sieht sich zunehmend mit Kapazitätsengpässen bei seinem langjährigen Partner TSMC konfrontiert. Nvidia hat Apple als größten TSMC-Kunden abgelöst und belegt schätzungsweise 60 Prozent der spezialisierten Verpackungskapazitäten für 2026. Hinzu kommen Preiserhöhungen von drei bis zehn Prozent bei TSMC.
Sollte die Intel-Partnerschaft zustande kommen, dürfte sie zunächst auf Einstiegs- oder Vorjahresprodukte abzielen. Analysten erwarten, dass Intel M-Serie-Chips für MacBook Air und iPad Pro sowie Prozessoren für die Nicht-Pro-iPhone-Modelle fertigen könnte. Konkret steht der M7-SoC auf Intels 18A-P-Prozess zur Diskussion, dessen Massenproduktion für Ende 2027 geplant ist. Für 2028 wird spekuliert, dass der A22-Chip auf Intels 14A-Knoten gefertigt werden könnte.
Die US-Regierung hält derzeit zehn Prozent an Intel – ein Anteil im Wert von rund 60 Milliarden US-Dollar (etwa 56 Milliarden Euro). Entstanden ist diese Beteiligung durch die Umwandlung von 8,9 Milliarden Dollar aus dem CHIPS Act in Eigenkapital. Für viele Analysten wirkt diese staatliche Beteiligung stabilisierend, während Intel unter CEO Lip-Bu Tan einen Neustart in der Fertigung versucht. Der Konzern hat unter Tans Führung bereits eine Marktkapitalisierung von über 600 Milliarden Dollar erreicht.
