Mac-Verkäufe: Apple wächst um 10,1 Prozent während PC-Markt schrumpft
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 10:55 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Im zweiten Quartal 2026 steigerten die Kalifornier ihre Mac-Auslieferungen um über zehn Prozent.
Während der globale PC-Markt um 4,9 Prozent auf rund 68,2 Millionen Einheiten schrumpfte, verkaufte Apple 6,7 Millionen Macs – ein Plus von 10,1 Prozent im Jahresvergleich. Der Marktanteil wuchs um mehr als zwei Prozentpunkte. Analysten von IDC und Gartner führen das Wachstum auf mehrere Faktoren zurück: die anhaltende Nachfrage nach Hybrid-Arbeitsplätzen, günstige Studentenangebote und vor allem die starke Performance der M4- und M5-Chips.
Konkurrenz unter Druck
Während Apple zulegte, mussten die großen Rivalen Federn lassen. Lenovos Auslieferungen fielen um 2,1 Prozent, HP verzeichnete ein Minus von neun Prozent, Dell sogar fünf Prozent. Besonders bemerkenswert: Apples Erfolg kommt trotz steigender Komponentenpreise und globaler Lieferengpässe, die die gesamte Branche belasten.
M4-Reihe: Reparatur und Gebrauchtmarkt
Die M4-Geräte sind in eine neue Phase eingetreten. Apple hat die Modelle MacBook Pro, Mac mini und iMac in sein Selbstreparaturprogramm aufgenommen. Seit Kurzem stellt der Konzern offizielle Werkzeuge und Ersatzteile für Heimwerker und unabhängige Werkstätten bereit.
Parallel dazu gibt es die ersten generalüberholten M4-Modelle zu reduzierten Preisen. Besonders die M4 MacBook Pros profitieren von einer technischen Neuerung: Die Quantum-Dot-Display-Technologie sorgt für eine deutlich verbesserte Bildqualität im Vergleich zu den Vorgängern.
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Linux auf dem M4: Erste Schritte
Die M4-Plattform öffnet sich langsam für alternative Betriebssysteme. Am 10. Juli reichten Entwickler die ersten Device-Tree-Patches für Linux ein. Zwar ist der Weg zu vollständigem Support noch weit, doch für Entwickler und Profi-Anwender ist dies ein wichtiger Meilenstein.
Im Zubehörmarkt reagieren Dritthersteller mit speziellen Docking-Stationen für den kompakten M4 Mac mini – darunter Modelle mit NVMe-Einschüben und umfangreichen Port-Optionen, die zuletzt zu Rekordtiefstpreisen angeboten wurden.
Chip-Roadmap: Apple plant radikalen Schnitt
Nach der Einführung der M5 MacBook Pro und Air im März 2026 – mit 512 GB Basisspeicher und 16 GB RAM – zeichnet sich ein Strategiewechsel ab. Branchenkreisen zufolge könnte Apple die Entwicklung der M6 Pro und M6 Max Chips komplett überspringen.
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Stattdessen ist für Ende 2026 ein einfacher M6-Chip für die Einstiegs-Modelle des 14-Zoll MacBook Pro geplant. Profi-Anwender müssten sich dann bis Ende 2027 gedulden, wenn die M7 Pro und M7 Max Prozessoren erscheinen sollen.
Ein neues Flaggschiff-Gerät ist ebenfalls in der Pipeline: Das angeblich als MacBook Ultra bezeichnete Modell soll Ende 2026 oder Anfang 2027 erscheinen. Es wird ein OLED-Display, Touchscreen-Funktionalität, ein dünneres Gehäuse sowie Mobilfunk per C2-Modem mitbringen. Die Preise für Macs waren zuletzt im Juni 2026 gestiegen.
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