Mac Studio M5 Ultra: Apples Monster-Rechner verschiebt sich auf Oktober
21.06.2026 - 23:45:23 | boerse-global.de
Grund ist eine weltweite Knappheit an Speicherchips.
Apple-Fans müssen sich gedulden: Statt wie ursprünglich geplant im Frühsommer kommt der leistungsstärkste Desktop-Rechner des Konzerns erst im Herbst. Verantwortlich dafür ist ein eklatanter Mangel an LPDDR5X-Arbeitsspeicher und NAND-Flash-Speicher. Die Ursache liegt in der enormen Nachfrage durch KI-Rechenzentren großer Technologiekonzerne, die weltweit Kapazitäten aufkaufen.
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Technische Daten: Ein neues Leistungsniveau
Die Firmware des aktuellen iOS 26.3 verrät Details zum M5 Ultra. Unter der Chip-ID „H17D" verbirgt sich ein Monster aus 36 CPU-Kernen und bis zu 96 GPU-Kernen. Gefertigt wird der Chip im modernen TSMC-N3P-Verfahren.
Besonders spannend: Jeder GPU-Kern enthält einen eigenen neuronalen Beschleuniger. Damit will Apple die KI-Verarbeitung direkt auf dem Gerät massiv beschleunigen. Der M5 Ultra unterstützt bis zu 192 GB einheitlichen Arbeitsspeicher mit einer Bandbreite von rund 800 GB/s. Die UltraFusion-Architektur verbindet die Komponenten mit 2,5 TB/s.
Was bedeutet das in der Praxis? Branchenbeobachter rechnen vor: Der Rechner könnte vier Instanzen eines Llama-70B-Modells gleichzeitig ausführen. Zum Vergleich: Der M5 Max, seit März 2026 im MacBook Pro verbaut, kommt auf 18 CPU- und 48 GPU-Kerne.
Lieferengpässe schon heute spürbar
Die Speicherknappheit zeigt bereits jetzt Wirkung. Im US-Apple Store sind Mac Studio-Konfigurationen mit 128 und 256 GB RAM als „nicht verfügbar" gelistet. Die 512-GB-Option wurde ganz aus dem Sortiment genommen. Wer heute ein aktuelles Modell bestellt, wartet zwischen einem und drei Monaten.
Dritte springen in die Bresche: Amazon Web Services bietet seit Anfang 2026 M3 Ultra Mac Studio-Instanzen in der Cloud an. Entwickler und KI-Forscher, die auf große Arbeitsspeicher angewiesen sind, weichen dorthin aus.
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Preisgefüge und Produkt-Roadmap
Der M5 Ultra wird seinen Preis haben. Branchenschätzungen zufolge startet die M5 Max-Variante bei 2.000 bis 2.200 Euro, das M5 Ultra-Modell bei rund 4.300 Euro. Voll ausgestattete Konfigurationen könnten die 10.000-Euro-Marke knacken.
Apple plant für den Rest des Jahres 2026 und 2027 mehrere Updates. Neben dem Mac Studio kommt ein neuer Mac mini mit M5 und M5 Pro. Gerüchte sprechen zudem von einem M6-Chip, der in einem „MacBook Ultra" mit OLED-Touchscreen und Dynamic Island debütieren soll.
Wettbewerbssituation und aktuelle Angebote
Während Apple auf die neuen Chips wartet, locken Händler mit Rabatten. Im Rahmen des Prime-Day-Fensters Ende Juni 2026 sind ältere M5-MacBook-Air- und Pro-Modelle mit rund 14 Prozent Nachlass zu haben. Ein strategischer Schachzug, denn der Druck auf die Hardware-Preise bleibt hoch.
Bemerkenswert: Konkurrent Nvidia hat bestätigt, 2026 keine neue Consumer-GPU-Serie auf den Markt zu bringen. Das könnte eine Lücke im Workstation-Market reißen – genau die Lücke, die Apple mit dem verspäteten M5 Ultra schließen will. Ob der Zeitplan hält, hängt nun von den Speicherlieferanten ab.
