Mac mini wird teurer: Apple erhöht Einstiegspreis auf 799 Euro
03.05.2026 - 13:40:30 | boerse-global.deDer Einstiegspreis für den Mac mini steigt von 599 auf 799 Dollar – und das ist nur der Anfang einer größeren Neuausrichtung. Der Schritt fällt mitten in eine weltweite Knappheit bei Speicherchips und wachsende Nachfrage nach KI-tauglicher Hardware.
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Preisschraube bei Desktop und Laptop
Am 1. Mai 2026 strich Apple die günstigste Mac-mini-Variante mit 256 Gigabyte Speicher aus dem Programm. Das neue Basismodell kommt nun mit M4-Chip, 16 Gigabyte RAM und 512 Gigabyte Speicher – zum Preis von 799 Dollar. Die Konfiguration selbst kostet nicht mehr als zuvor, doch der Wegfall der günstigeren Einstiegsvariante zwingt Kunden zu höheren Ausgaben. Die M4-Pro-Version bleibt unverändert bei 1.399 Dollar.
Auch beim 14-Zoll-MacBook-Pro greift Apple zur Preisschraube: Statt 1.599 Dollar sind nun 1.699 Dollar fällig, weil 1 Terabyte Speicher zur neuen Standardausstattung gehört. Branchenbeobachter sehen darin eine Reaktion auf die massiv gestiegenen Preise für Arbeitsspeicher. DDR5-Module verteuerten sich von rund 72 Dollar im Schlussquartal 2025 auf 119 Dollar im ersten Quartal 2026. Hinzu kommt ein Anstieg der Leiterplattenkosten um 40 Prozent im April.
KI-Boom verschärft Chip-Knappheit
Die Speicherknappheit zwingt Apple zu drastischen Einschnitten. Der Mac Studio, der zuvor bis zu 512 Gigabyte RAM bot, ist nun auf maximal 256 Gigabyte begrenzt. Noch härter trifft es den Mac Pro: Nach fast zwei Jahrzehnten Produktionszeit wurde das Top-Modell eingestellt.
Apple-Chef Tim Cook nannte zwei Hauptgründe für die Engpässe: die globale Knappheit an Speicherchips und die unerwartet hohe Nachfrage nach Hardware für die neue KI-Software „OpenClaw“. Cook bezeichnete Mac mini und Mac Studio als wichtige „KI-Plattformen“ für Entwickler, die lokale Sprachmodelle nutzen. Die Nachfrage übertreffe die internen Prognosen – bestimmte Konfigurationen mit 16 Gigabyte RAM und 512 Gigabyte Speicher sind bis Juni 2026 ausverkauft.
Doch nicht nur Speicher bereitet Probleme. Auch die Verfügbarkeit moderner Fertigungsprozesse für System-on-a-Chip-Chips bleibt ein Engpass. Zwar konnte Apple die Kostensteigerungen im ersten Halbjahr 2026 noch abfedern, doch für das zweite Quartal rechnet der Konzern mit „deutlich höheren Speicherkosten“.
Händler locken mit Rabatten auf M5-Modelle
Während Apple die offiziellen Preise anhebt, senken Händler die Preise für bestehende M5-Geräte. Amazon und B&H Photo Video bieten aktuell Rekordrabatte auf MacBook-Pro- und MacBook-Air-Modelle.
Das 14-Zoll-M5-MacBook-Pro mit 24 Gigabyte RAM und 1 Terabyte SSD erreichte am 3. Mai einen Tiefstpreis von 1.699 Dollar – ein Abschlag von 200 Dollar gegenüber dem regulären Preis und 300 Dollar unter dem Einführungspreis von Ende 2025. Die M5-Pro-Variante kostet bei B&H 1.949 Dollar, ein Sparvorteil von 250 Dollar.
Das 13-Zoll-M5-MacBook Air mit 16 Gigabyte RAM und 512 Gigabyte Speicher ist für 949,99 Dollar zu haben – rund 150 Dollar unter dem ursprünglichen Preis. Branchenkenner raten angesichts dieser Entwicklung, auf künftige Modelle zu warten. Gerüchte über ein „MacBook Ultra“ mit OLED-Display, Touchscreen und 2-Nanometer-M6-Chip machen die Runde – möglicherweise ab Ende 2026.
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Branche unter Druck
Apple steht mit diesen Problemen nicht allein. NVIDIA kündigte am 1. Mai eine 12-Gigabyte-Version der RTX 5070 Mobile an – eine Reaktion auf die Knappheit von 16-Gigabyte-GDDR7-Speichermodulen. Samsung und Micron liefern nun Chips mit geringerer Dichte, um die Produktion aufrechtzuerhalten.
Die Entwicklung zeigt sich auch in Umfragen: Im Gaming-Sektor erreichte 16 Gigabyte VRAM im April einen Anteil von 23,51 Prozent – ein Anstieg um fast zwei Prozentpunkte. Die Nachfrage nach höheren Speicherkapazitäten wächst rasant.
Reparaturexperten von iFixit kritisieren zudem den Trend zu verlöteten Komponenten. Bei aktuellen Mac-Modellen lassen sich RAM und SSD nicht mehr nachrüsten. Die Entscheidung beim Kauf wird damit endgültig – und die höheren Einstiegspreise wiegen umso schwerer.
Ausblick
Apple rechnet damit, dass sich Angebot und Nachfrage bei Mac mini und Mac Studio erst in einigen Monaten einpendeln werden. Sollten die Komponentenkosten weiter steigen, sind weitere Preisanpassungen nicht ausgeschlossen. Zwar legten die iPhone-Verkäufe im letzten Quartal um 20 Prozent auf 56,99 Milliarden Dollar zu – doch die Zukunft der Mac-Sparte hängt davon ab, ob Apple die „deutlich höheren“ Kosten im zweiten Halbjahr 2026 in den Griff bekommt. Eines ist klar: Mit dem Ende des 599-Dollar-Mac-mini beginnt eine neue Ära – teurer, KI-tauglicher und weniger flexibel.
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