M6-MacBook Pro: Apple plant Touchscreen und dünnes OLED-Design
29.05.2026 - 16:18:24 | boerse-global.deGrund sind Lieferengpässe bei Speicherchips und Integrationsprobleme.
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Technischer Neuanfang
Die neuen MacBook Pro in 14 und 16 Zoll ersetzen die bisherigen mini-LED-Displays durch OLED-Panels. Samsung hat nach Brancheninformationen bereits eine Ausbeute von über 90 Prozent bei seinen Gen-8.6-OLED-Panels erreicht, die in den neuen Geräten zum Einsatz kommen sollen. Die Displays könnten mit Tandem-OLED-Technologie und einem Oxid-TFT-Backplane ausgestattet sein – das verspricht höhere Effizienz und bessere Helligkeit.
Erstmals plant Apple offenbar einen Touchscreen für das MacBook Pro. Das wäre eine kleine Revolution für die Mac-Reihe, die bisher konsequent auf Touch-Eingaben verzichtete. macOS müsste entsprechend angepasst werden. Zudem soll das Gehäuse dünner werden – möglicherweise auf Kosten von Anschlüssen oder Kühlleistung. Die bisherige Display-Notch weicht dem Dynamic Island, das iPhone-Nutzer bereits kennen.
Angetrieben werden die Geräte von der M6-Chipserie im 2-Nanometer-Verfahren. Die neue Architektur soll deutliche Leistungssprünge bringen, doch auch hier bremsen Lieferengpässe den Zeitplan.
MacBook Ultra als neue Spitzenklasse
Apple könnte mit einem neuen „MacBook Ultra“ eine zusätzliche Premium-Kategorie einführen. Dieses Modell würde oberhalb des MacBook Pro positioniert – für Kreativprofis und Power-User mit besonderen Ansprüchen.
Die Preisvorstellungen sind ambitioniert: Rund 2.500 Euro für das 14-Zoll-Modell, etwa 3.000 Euro für die 16-Zoll-Version. Das Top-Modell Ultra könnte sogar die 3.500-Euro-Marke überschreiten. Exklusive Features wie Mobilfunk-Anbindung und Hybrid-OLED-Displays nach iPad-Pro-Vorbild wären dem Ultra vorbehalten.
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Lieferkette unter Druck
Die Verzögerung bis Anfang 2027 hat einen klaren Hauptgrund: die weltweite Knappheit an RAM und NAND-Flash-Speicher. Die enorme Nachfrage nach KI-Server-Infrastruktur bindet Kapazitäten. Hinzu kommen steigende Produktionskosten: TSMC erhöht die Preise für 3-nm-Chips im zweiten Halbjahr 2026 um 15 Prozent, Anfang 2027 folgen weitere 10 Prozent.
Diese Kostensteigerung gefährdet offenbar günstigere Modelle wie das MacBook Neo für rund 600 Euro. Dabei hatte Apple die Produktion des Einsteiger-Geräts erst auf zehn Millionen Einheiten verdoppelt.
Die aktuelle Bilanz zeigt jedoch Stärke: Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 setzte Apple umgerechnet rund 111 Milliarden Euro um – ein Plus von 16,6 Prozent. Die Mac-Sparte wuchs um sechs Prozent auf etwa 8,4 Milliarden Euro, angetrieben vom MacBook Neo.
Großes Update-Jahr 2026
Der OLED-Umstieg ist Teil einer umfassenden Erneuerungswelle. Im September erwartet die Branche das iPhone 18 Pro mit verfeinertem Dynamic Island. Ein faltbares iPhone mit 7,7-Zoll-Display ohne sichtbare Knickfalte und ein OLED-iPad mini stehen ebenfalls auf der Agenda.
Mac Studio, Mac mini und iMac erhalten zwischenzeitlich M5-Chips. Doch der M6-OLED-MacBook Pro bleibt das Herzstück von Apples langfristiger Hardware-Strategie – auch wenn Geduld gefragt ist.
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