M5-Architektur: Apple verdreifacht MacBook-Performance gegen Intel
21.06.2026 - 15:34:01 | boerse-global.de
Die im Juni 2026 veröffentlichten Daten zeigen eine beeindruckende Entwicklung der M-Serie über mehrere Generationen hinweg. Der aktuelle Höhepunkt ist die M5-Architektur, doch schon Ende des Jahres sollen die ersten M6-Systeme auf den Markt kommen.
Die Entwicklung der M-Serie im Detail
Der Weg von Apple Silicon ist von kontinuierlichen Verbesserungen geprägt. Von Generation zu Generation legte die Leistung deutlich zu: 15 Prozent beim Sprung vom M1 zum M2, 23 Prozent beim M3, 25 Prozent beim M4 und weitere 15 Prozent beim aktuellen M5. In Multi-Core-Benchmarks erreicht der M5 rund 16.900 Punkte – das ist mehr als das Dreifache des besten Intel-basierten MacBook Air, das Apple je angeboten hat.
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Diese Leistungsexplosion hat Apples Vormarsch im professionellen Markt befeuert. In den USA hält das Unternehmen inzwischen einen Unternehmensmarktanteil von rund 30 Prozent. Kein Wunder also, dass immer mehr Firmen auf die hauseigenen Chips setzen.
M5-Architektur: Fusion und KI-Optimierung
Die im März 2026 vorgestellten M5 Pro und M5 Max setzen auf eine sogenannte „Fusion Architecture" – zwei TSMC-3nm-Chips, die zusammenarbeiten. Der M5 Pro bietet bis zu 18 CPU-Kerne und 20 GPU-Kerne mit maximal 64 GB RAM und einer Speicherbandbreite von 307 GB/s. Der M5 Max geht noch weiter: 40 GPU-Kerne und bis zu 128 GB RAM.
Technisch bringen die neuen Chips auch Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thunderbolt 5 mit. Besonders spannend: Die Hardware ist speziell für generative KI optimiert. Auf der WWDC 26 stellte Apple das neue Core AI Framework vor, das Core ML ablöst. Damit lassen sich große Sprachmodelle mit bis zu 70 Milliarden Parametern direkt auf iPhone, iPad, Mac und Vision Pro ausführen. Auf dem M5 Pro soll das bis zu 3,9-mal schneller gehen als auf dem Vorgänger M4 Pro.
M6 und MacBook Ultra in Sicht
Branchenberichte vom Juni 2026 deuten darauf hin, dass die M6-Chip-Familie im Herbst 2026 erscheinen wird. Zeitgleich könnte Apple ein neues Flaggschiff-Laptop vorstellen: das MacBook Ultra. Gerüchten zufolge soll es ein OLED-Touchdisplay und eine Dynamic-Island-Oberfläche erhalten. Während die M6 Pro und Max Varianten für die Profi-Notebooks gedacht sind, könnte der Standard-M6 auch in aktualisierte Versionen von iMac, Mac mini und Mac Studio einziehen.
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Fertigung: Apple setzt auf Intel als zweiten Partner
Neben der reinen Leistungsentwicklung tut sich auch in der Produktion etwas. Am 18. Juni 2026 wurde bekannt, dass Apple mit Intel zusammenarbeitet, um Chips in den USA fertigen zu lassen. TSMC bleibt zwar für über 90 Prozent der Apple-Siliziumproduktion zuständig, doch Intels 18A-P-Prozess soll für die Risikoproduktion von Einstiegs- oder älteren Chips starten. Die Massenproduktion etwa des M7-Chips für künftige MacBook Air und iPad Pro Modelle soll Ende 2027 in Intel-Fabriken anlaufen.
Im Mobilbereich zeichnet sich ebenfalls eine Weiterentwicklung ab: Das iPhone 18 Pro, das im Herbst 2026 erwartet wird, soll den A20 Pro Chip im 2nm-Verfahren erhalten. Für 2027 wird ein verbesserter 2nm-Knoten für den A21 Pro gemunkelt, und 1,4nm-Strukturen sind bereits für den Produktzyklus 2028 in Planung.
