Low-Insulin-Ernährung, Kilo

Low-Insulin-Ernährung: 5,2 Kilo in sechs Monaten möglich

Veröffentlicht: 18.07.2026 um 14:39 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Die geplante Zuckersteuer auf Erfrischungsgetränke kommt ein Jahr früher als gedacht. Der Bundestag hat die Rechtsgrundlage bereits beschlossen.

Zuckersteuer auf Softdrinks: Bundesregierung zieht Abgabe auf 2027 vor
Nahaufnahme von zuckerhaltigen Getränken und Snacks im Supermarktregal mit Preisschildern, die eine Zuckersteuer andeuten. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Statt 2028 soll die Abgabe bereits 2027 kommen. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) treibt das Vorhaben mit Nachdruck voran.

650 Millionen Euro für die Krankenkassen

Das Modell sieht eine gestaffelte Besteuerung vor. Getränke mit 5 bis 8 Gramm Zucker pro 100 Milliliter werden mit 26 Cent pro Liter belastet. Liegt der Wert über 8 Gramm, steigt der Satz auf 32 Cent.

Für eine 1,5-Liter-Flasche Cola bedeutet das: knapp 60 Cent mehr. Die erwarteten Einnahmen von 650 Millionen Euro soll die gesetzliche Krankenversicherung entlasten. Der Bundestag hat die rechtliche Grundlage bereits beschlossen.

Handel gespalten, Minister dagegen

Die Branche reagiert uneins. Aldi Süd begrüßt die Abgabe nach britischem Vorbild. Edeka lehnt sie ab. Rewe hält sich bedeckt.

Der Markenverband warnt vor Symbolpolitik. Und ausgerechnet Bundesernährungsminister Alois Rainer (CSU) stellt sich quer – gegen das Projekt seiner eigenen Regierung.

Die besten Strategien gegen Blutzuckerspitzen

Parallel zur Steuerdebatte diskutiert die Fachwelt über wirksame Ernährungsstrategien. Die Biochemikerin Jessie Inchauspé schwört auf eine bestimmte Reihenfolge beim Essen: zuerst Ballaststoffe, dann Fette und Proteine, erst zum Schluss Kohlenhydrate und Zucker.

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Klingt logisch, ist aber umstritten. Ernährungswissenschaftler wie Uwe Knop kritisieren fehlende Langzeitstudien. Zudem erzeuge das ständige Blutzucker-Tracking psychischen Druck. Eine Studie von 2016 zeigt: Die Reaktionen auf die Essensreihenfolge sind höchst individuell.

Low-Carb-Ernährung: 5 Kilo in sechs Monaten

Erfolgversprechender scheint die Low-Insulin-Strategie. Eine Studie im Fachjournal „BMJ Nutrition“ untersuchte 48 Typ-2-Diabetiker über sechs Monate. Die Teilnehmer verloren durchschnittlich 5,2 Kilogramm. Der BMI sank von 30,6 auf 28,8, die Langzeitblutzuckerwerte verbesserten sich deutlich.

Endokrinologe Stephan Martin empfiehlt Lebensmittel mit geringer Insulinwirkung: Gemüse, Eier, Fisch und Fleisch.

Die größten Zuckerfallen im Kühlregal

Experten warnen vor versteckten Zuckerquellen. Eistees enthalten oft über 20 Gramm Zucker pro Portion. Auch Fruchtsäfte, Smoothies, Sportgetränke und Cocktails sind kritisch: hohe Energiedichte bei geringem Sättigungseffekt.

Entwarnung gibt es für Obst-Fans. Ernährungsberater Sacha Sorrentino betont: Wassermelonen oder Pfirsiche führen bei ausgewogener Ernährung nicht automatisch zur Gewichtszunahme. Die Kombination mit Eiweiß verbessert jedoch die Blutzuckerkontrolle.

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Social-Media-Trends versus Medizin

Ballaststoffreiche Salate aus sozialen Medien sind zwar sättigend. Als Ersatz für Medikamente taugen sie nicht. Studien zu Semaglutid-Tabletten (25 mg) zeigen einen Gewichtsverlust von bis zu 17 Prozent. Ein Drittel der Probanden verlor sogar mehr als 20 Prozent.

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