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Live Biotherapeutic Products: 2,6 Mio. Euro für Entzündungstherapien

28.05.2026 - 09:04:45 | boerse-global.de

MRM Health erhält nicht verwässernden Zuschuss von VLAIO zur Entwicklung neuartiger oraler Wirkstoffe gegen Entzündungen.

Live Biotherapeutic Products: 2,6 Mio. Euro für Entzündungstherapien - Foto: über boerse-global.de
Live Biotherapeutic Products: 2,6 Mio. Euro für Entzündungstherapien - Foto: über boerse-global.de

Das belgische Biotech-Unternehmen MRM Health hat einen nicht verwässernden Forschungszuschuss von 2,6 Millionen Euro erhalten. Die flämische Innovationsagentur VLAIO gab die Förderung heute bekannt. Das Geld fließt in ein dreijähriges Kooperationsprogramm zur Entwicklung neuartiger oraler Therapien.

Fokus auf mikrobiombasierte Wirkstoffe

Im Zentrum steht die Entwicklung von sogenannten Live Biotherapeutic Products (LBPs). Dabei handelt es sich um mikrobiombasierte Therapeutika gegen immunvermittelte Entzündungskrankheiten. MRM Health arbeitet dafür mit der KU Leuven, dem VIB und der Universität Gent zusammen.

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Die Technologie zielt darauf ab, chronische Entzündungsprozesse im Körper gezielt zu beeinflussen. Da der Zuschuss nicht verwässernd ist, bleiben die Anteilsverhältnisse der Gesellschafter unberührt.

Dynamik im Life-Science-Sektor

Die Förderung reiht sich in aktuelle Erfolge der Branche ein. So erhielt Intravacc gestern die Zulassung für die französische Forschungssteuergutschrift (CIR) bis 2027. Partnerunternehmen können damit Forschungsausgaben bei Zusammenarbeit mit dem CDMO steuerlich geltend machen.

Auch Daré Bioscience vermeldete am Dienstag eine weitere Tranche von 1,0 Million US-Dollar durch die NIH. Die Gesamtförderung für ein Prüfpräparat gegen persistierende HPV-Infektionen beträgt nun 2,0 Millionen US-Dollar. Eine Phase-2-Studie startete im Mai 2026, erste Ergebnisse werden 2027 erwartet.

Akademische Forschung und KI-Partnerschaften

Ein Konsortium aus LMU München und RWTH Aachen erhielt 3 Millionen Euro vom BMBF. Das Projekt „ContraPur“ erforscht nicht-hormonelle Methoden zur männlichen Verhütung. Die DFG fördert zudem Projekte an der Universität Köln mit 16,9 Millionen Euro – Schwerpunkte sind Lymphom-Forschung und ökologische Pflanzengenetik.

Parallel gewinnen computergestützte Verfahren an Bedeutung. Redwood AI und Resilience Biosciences arbeiten gemeinsam an niedermolekularen Wirkstoffen für die Schmerztherapie. Insilico Medicine und die Human Life Foundation Models entwickeln ein KI-Basismodell für die Langlebigkeitsforschung.

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In Österreich entsteht am Campus Tulln ein neues Institut für Phytopharmazie. Getragen wird es von der BOKU, Bionorica und dem Land Niederösterreich. Der operative Start mit drei Stiftungsprofessuren ist für Herbst 2026 geplant.

Wirtschaftliches Umfeld der Forschungsdienstleister

Die positive Branchenentwicklung zeigt sich auch in den Geschäftszahlen: Die innoscripta SE steigerte den Umsatz im ersten Quartal 2026 auf 40,3 Millionen Euro – nach 25,6 Millionen im Vorjahr. Das EBIT stieg auf 27,3 Millionen Euro, was einer Marge von über 67 Prozent entspricht. Die Zahlen unterstreichen den anhaltenden Bedarf an Beratungsleistungen im Bereich Forschungsförderung.

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