Linkerbot, Milliarden

Linkerbot strebt nach 6 Milliarden Euro Bewertung

05.05.2026 - 12:39:33 | boerse-global.de

Linkerbot peilt Bewertung von 6 Milliarden Euro an. Der globale Boom der verkörperten KI treibt Robotik-Firmen zu neuen Höhen.

Linkerbot strebt nach 6 Milliarden Euro Bewertung - Foto: über boerse-global.de
Linkerbot strebt nach 6 Milliarden Euro Bewertung - Foto: über boerse-global.de

Das zeigt den weltweiten Boom der „verkörperten KI".

Das Pekinger Unternehmen Linkerbot, das mehr als 80 Prozent des globalen Marktes für hochentwickelte Roboterhände kontrolliert, peilt in seiner nächsten Finanzierungsrunde eine Bewertung von umgerechnet rund 6 Milliarden Euro an. Das wäre eine Verdopplung des Werts, den das Startup im April 2026 bei seiner Series-B+-Runde noch mit etwa 3 Milliarden Euro erreicht hatte. Der Schritt unterstreicht den branchenweiten Trend zur sogenannten Embodied AI – also künstlicher Intelligenz, die nicht nur denkt, sondern auch physisch handelt.

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Die Kunst des Greifens: Hardware wird immer geschickter

Linkerbots Dominanz beruht auf einer Plattform namens LinkerSkillNet, einer Bibliothek mit mehr als 500 digitalen Fertigkeiten, die die Roboterhände direkt ausführen können. Das Unternehmen produziert derzeit in fünf Fabriken und will die Stückzahl von 5.000 auf 10.000 Einheiten pro Monat hochfahren.

Ein zentrales Produkt ist das Modell O6 – eine leichte Roboterhand, die gerade einmal 370 Gramm wiegt, aber Lasten von bis zu 50 Kilogramm stemmen kann. Die Schere zwischen menschlicher Geschicklichkeit und maschineller Präzision schließt sich rasant. Zu den Investoren zählen namhafte chinesische Größen wie Ant Group, HongShan und die Bank of China.

Doch nicht nur die Greifer selbst werden besser. Am 4. Mai 2026 stellte der Sensorenspezialist Ouster die Rev8-Lidar-Serie vor. Diese integriert Farbinformationen direkt in die 3D-Tiefenerfassung auf einem einzigen chip. Das Ziel: Autonome Systeme sollen weniger auf herkömmliche Kameras angewiesen sein. Besonders relevant ist das für die „Dark Factory"-Bewegung – vollautomatisierte Fabriken, in denen kaum noch Menschen arbeiten. Der chinesische Autobauer Zeekr produziert dort bereits Hunderttausende Fahrzeuge pro Jahr mit Hunderten von Schweiß- und Logistikrobotern.

Lagerhäuser im Wandel: Roboter ersetzen die Fließbandarbeit

Die Logistikbranche bleibt das wichtigste Testfeld für KI-gesteuerte Automatisierung. Am 3. Mai 2026 brachte Locus Robotics das System Locus Array auf den Markt – eine vollständig autonome Plattform, die mobile Roboter mit KI-gesteuerten Greifarmen kombiniert. Erste Einsätze laufen bei DHL Supply Chain in Nordamerika. Das Ziel: den manuellen Arbeitsaufwand um bis zu 90 Prozent zu reduzieren. Das neue Konzept heißt „Robots-to-Goods" (R2G) und ermöglicht einen 24/7-Betrieb in Hochvolumen-Lagern.

Auch Amazon öffnet seine Logistik-Infrastruktur zunehmend für Dritte. Der Dienst Amazon Supply Chain Services (ASCS) nutzt eine Flotte von über einer Million Robotern, darunter das Modell Sequoia, das die Lagerbearbeitungszeit um 75 Prozent beschleunigen soll. Große Marken wie 3M und P&G setzen bereits auf die automatisierten Dienstleistungen.

Der Fachkräftemangel treibt die Entwicklung auch in ungewöhnlichen Branchen voran. In London testet die Müllentsorgungsfirma Sharp Group den humanoiden Roboter „Alpha" für die Abfallsortierung. Die jährliche Fluktuation in der Branche liegt bei 40 Prozent – ein Nährboden für KI-Systeme, die mit Druckluftdüsen und Roboterarmen Materialien weit schneller sortieren als jeder Mensch.

Humanoide Roboter: Vom Labor in die Fabrik

Die Kommerzialisierung von menschenähnlichen Robotern macht einen großen Schritt nach vorne. Am 30. April 2026 eröffnete 1X Technologies die erste humanoide Roboterfabrik der USA in Hayward, Kalifornien. Die 5.800 Quadratmeter große Anlage ist für die Produktion des NEO-Roboters ausgelegt, der 70 Kilogramm heben kann und mit nur 22 Dezibel extrem leise arbeitet. Das Unternehmen meldete innerhalb von fünf Tagen nach der Eröffnung 10.000 Vorbestellungen und will bis Ende 2027 insgesamt 100.000 Einheiten produzieren.

Auch im öffentlichen Raum werden die Maschinen sichtbarer. In der chinesischen Stadt Hangzhou setzten die Verkehrsbehörden am 4. Mai 2026 insgesamt 15 humanoide Roboter ein, um Fußgänger zu lotsen und bei der Navigation zu helfen. In Japan testen JAL Ground Service und GMO AI & Robotics seit Mai 2026 humanoide Roboter für Gepäckabfertigung und Kabinenreinigung – eine Reaktion auf den anhaltenden Personalmangel am Boden.

Und selbst im Wohnzimmer zieht die KI ein. Colin Angle, der Gründer von iRobot, stellte am 4. Mai 2026 einen plüschigen KI-Begleiter namens „Familiar" vor. Der Roboter soll mithilfe generativer KI die Gewohnheiten seiner Besitzer lernen und sich an Familien und Senioren richten. Ein Marktstart ist allerdings erst 2027 geplant. Im Beirat des Projekts sitzen prominente Köpfe von Boston Dynamics und Jibo – ein Zeichen, dass der Vorstoß in den Konsumentenbereich ernst gemeint ist.

Regulierung holt auf: Neue Regeln für autonome Flotten

Während Roboter aus den Fabrikhallen auf die Straßen drängen, ziehen die Gesetzgeber nach. In Kalifornien verabschiedete die Straßenverkehrsbehörde DMV diese Woche umfassende neue Regeln für leichte und schwere autonome Fahrzeugflotten. Ab dem 1. Juli 2026 dürfen Polizisten „Notices of AV Noncompliance" ausstellen, wenn fahrerlose Autos Verkehrsverstöße begehen. Zwar haben diese keine Punkte für menschliche Fahrer zur Folge, doch die Behörde kann damit die Betriebserlaubnis des Herstellers einschränken oder entziehen.

Die neuen Vorschriften führen auch eine „Emergency Geofencing"-Pflicht ein: Autonome Fahrzeuge müssen den Ort eines aktiven Notfalls innerhalb von zwei Minuten verlassen. Hersteller müssen zudem eine 24-Stunden-Hotline mit einer Reaktionszeit von unter 30 Sekunden bereitstellen.

Ähnliche Entwicklungen gibt es in Texas und Arizona, wo Tesla kürzlich seinen Robotaxi-Dienst ausbaute. Am 4. Mai 2026 begann Teslas Flotte in Austin mit dem unbeaufsichtigten Abendbetrieb – ein Schritt, der die Auslastung und den Umsatz der Fahrzeuge steigern soll.

Auch Singapur bereitet sich vor. Das Verkehrsministerium startete Anfang Mai eine öffentliche Konsultation, die bis zum 30. Juni 2026 läuft. Die geplanten Gesetze, die voraussichtlich 2027 verabschiedet werden, regeln Haftungsfragen bei Unfällen, Datensicherheit und die Verantwortlichkeiten von Fernoperateuren.

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Ausblick: Die Roboter-Ökonomie nimmt Fahrt auf

Die rasante Wertsteigerung von Hardware-Firmen wie Linkerbot – kombiniert mit der Übernahme von Assured Robot Intelligence (ARI) durch Meta am 1. Mai 2026 – zeigt: Die weltweit größten Technologiekonzerne setzen massiv auf physische KI. Der Markt für verkörperte Intelligenz wurde 2025 auf rund 81 Milliarden Euro geschätzt. Einige Marktforscher prognostizieren ein Volumen von knapp einer Billion Euro bis 2033.

Die Einstiegshürden für Automatisierung sinken rapide. Ein Beispiel: ABB brachte Anfang Mai 2026 mit OmniVance eine Oberflächenbearbeitungszelle auf den Markt, die als „Plug-and-Play"-Lösung die Programmierzeit für kleine und mittlere Unternehmen um 90 Prozent reduziert. Diese Demokratisierung der Robotik, gestützt durch robuste Risikokapitalfinanzierung und sich entwickelnde rechtliche Standards, deutet darauf hin: Die nächste Phase der KI-Revolution wird davon bestimmt sein, wie gut Maschinen mit der physischen Welt interagieren können.

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