LibreOffice 26.2: Markdown-Export und ODF-Verschlüsselung neu
23.06.2026 - 19:29:57 | boerse-global.de
Die Beta-Version 26.2 bringt mehr als 400 Code-Änderungen und behebt über 100 dokumentierte Fehler. Besonders die Kernanwendungen Writer, Calc und Impress profitieren von den Neuerungen.
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Writer: Mehr Power für komplexe Dokumente
Die Textverarbeitung erhält deutliche Verbesserungen bei der Handhabung anspruchsvoller Dokumentelemente. Verankerte Objekte und fließende Tabellen lassen sich nun zuverlässiger bearbeiten. Auch die Änderungsverfolgung wurde optimiert – ein Gewinn für alle, die kollaborativ an Texten arbeiten. Zudem verbessert das Update die Unterstützung für rechts-nach-links-Schriften (RTL), was vor allem für mehrsprachige Dokumente relevant ist.
Calc: Schneller scrollen, smarter sortieren
Das Tabellenkalkulationsmodul bekommt ein Performance-Upgrade. Schnelleres Scrollen und eine effizientere Duplikat-Entfernung sollen die Arbeit mit großen Datensätzen erleichtern. Neu hinzugekommen sind zudem Connectors, eine Biff12-Zwischenablage und die Möglichkeit zur natürlichen Sortierung – eine Funktion, die Zahlen und Text in gemischten Listen intelligent ordnet.
Impress und Co.: Multimedia und Export aufgewertet
Das Präsentationsprogramm Impress setzt künftig auf die Microsoft Media Foundation APIs, um die Multimedia-Wiedergabe unter Windows zu verbessern. Die Diagramm-Tools der gesamten Suite erhalten eine Echtzeit-Vorschau und erweiterte Import- und Exportmöglichkeiten für OOXML-Stile.
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Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Exportfunktionen: Der EPUB-Export wurde beschleunigt, und erstmals können Dokumente direkt im Markdown-Format ausgegeben werden. Auch die Sicherheit wird erhöht: Version 26.2 führt einen neuen Verschlüsselungsmodus für das Open Document Format (ODF) ein.
Systemvoraussetzungen: macOS und Linux werden anspruchsvoller
Die Beta 26.2 setzt neue Maßstäbe bei der Hardware-Kompatibilität. Für macOS ist mindestens Version 11 erforderlich, Linux benötigt die x86-64-v2-Architektur. Windows-Nutzer können zwischen Installern für x86_64 und Aarch64 wählen – einige stabile Versionen unterstützen weiterhin Windows 7 und höher.
Sicherheitspflege für ältere Versionen
Parallel zur Entwicklung der 26er-Reihe kümmern sich die Entwickler um die Absicherung älterer Versionen. Für LibreOffice 7.6.2 und 7.5.7 wurden Sicherheitsupdates veröffentlicht, die die Schwachstelle CVE-2023-4863 in der libwebp-Bibliothek schließen. Diese Updates setzen mindestens Windows 7 SP1 oder macOS 10.15 voraus.
Rückblick: Die 25.2 war ein Erfolg
Ein Blick auf die Vorgängerversion zeigt das Potenzial der Suite: Version 25.2 verzeichnete in der ersten Woche nach dem Start am 6. Februar 2025 647.961 Downloads. Sie brachte unter anderem die Unterstützung für ODF 1.4 und eine Auto-Signatur-Funktion mit – und strich gleichzeitig den Support für Windows 7, 8 und 8.1 in ihrer Entwicklungslinie.
