Lebensmittelbudget: Fleisch und Fisch dominieren mit 22 Prozent
16.06.2026 - 20:30:20 | boerse-global.de
Das zeigt die aktuelle Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2023. Neben den Wohnkosten sind Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren mit 14 Prozent der zweitgrößte Posten der privaten Konsumausgaben. Der gesamte monatliche Konsum liegt bei durchschnittlich rund 3.000 Euro.
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Fleisch und Fisch dominieren den Einkaufswagen
Die Analyse offenbart klare Prioritäten beim Lebensmitteleinkauf. Den größten Einzelposten bilden Fleisch, Wurst, Fisch und Meeresfrüchte – gut ein Fünftel der Ausgaben (22 Prozent) fließt in diese Kategorie.
Mit jeweils 17 Prozent folgen zwei gleichgewichtete Bereiche: Getreideprodukte wie Brot, Reis und Nudeln sowie Molkereiprodukte und Eier. Für Gemüse und Kartoffeln geben Verbraucher rund 14 Prozent ihres Lebensmittelbudgets aus. Obst und Nüsse machen 9 Prozent aus, Zucker und Süßwaren schlagen mit durchschnittlich 8 Prozent zu Buche.
Wichtig: Die Zahlen erfassen ausschließlich Einkäufe für den häuslichen Verzehr. Restaurantbesuche oder Kantinenessen sind nicht enthalten.
Getränke: Mineralwasser vor Bier und Wein
Zusätzlich zu den festen Nahrungsmitteln geben Haushalte monatlich durchschnittlich 75 Euro für Getränke aus. Davon entfallen gut 40 Euro (55 Prozent) auf alkoholfreie und knapp 35 Euro (45 Prozent) auf alkoholhaltige Getränke.
Mineralwasser und Erfrischungsgetränke sind mit 24 Prozent der größte Kostenfaktor bei den Getränken. Bei den alkoholischen Sorten liegt Wein mit 20 Prozent vor Bier mit 16 Prozent. Für Heißgetränke wie Kaffee und Tee wenden Haushalte im Schnitt 19 Prozent ihres Getränkebudgets auf.
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Lebensmittel in Deutschland teurer als in Nachbarländern
Die Daten basieren auf den Aufzeichnungen von 9.965 Haushalten, die über 14 Tage ihre Ausgaben dokumentierten. Die EVS wird alle fünf Jahre durchgeführt.
Eine Studie der Europäischen Zentralbank zeigt: Das Preisniveau für Lebensmittel ist in Deutschland seit 2019 stärker gestiegen als in Frankreich oder Italien. Trotz dieser Teuerung bleibt der Anteil der Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren mit 14 Prozent weitgehend konstant.
Zum Vergleich: Für Wohnen und Energie müssen Haushalte mit durchschnittlich 38 Prozent deutlich mehr aufwenden. Der Verkehrsbereich schlägt mit 12 Prozent zu Buche, Freizeitaktivitäten mit 9 Prozent.
