Lebenserwartung: Griffkraft senkt Sterberisiko um 12 Prozent
05.06.2026 - 08:33:57 | boerse-global.de
Forscher beobachteten 5.472 Frauen zwischen 63 und 99 Jahren über durchschnittlich 8,3 Jahre. Ergebnis: Eine höhere Griffkraft korreliert mit einer um 12 Prozent niedrigeren Sterblichkeit. Dieser Zusammenhang besteht unabhängig von Bewegungsgewohnheiten oder Entzündungswerten.
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Parallel dazu veröffentlichte Harvard Health Publishing den Ratgeber „Pathways to Longevity“. Die Experten definieren die kardiorespiratorische Fitness als wichtigsten Prädiktor für die Lebenserwartung. Ihre Empfehlung: eine Kombination aus Kraft-, Ausdauer- und Gleichgewichtstraining plus täglich mindestens 7.000 Schritte.
Bemerkenswert: Für eine lebensverlängernde Wirkung durch Medikamente wie Metformin oder spezielle Nahrungsergänzungsmittel gibt es bislang keine wissenschaftlichen Belege.
Fettverbrennung: Was wirklich zählt
Starkes Schwitzen bedeutet nicht automatisch mehr Fettabbau. Darauf weisen Mediziner Anfang Juni hin. Schweiß dient der Temperaturregulation – der damit verbundene Gewichtsverlust ist nur kurzfristige Dehydrierung.
Echter Fettabbau funktioniert ausschließlich über ein Kaloriendefizit. Der Sportmediziner Dr. Markus Klingenberg betont: Mit einem realistischen Plan sind sichtbare Veränderungen der Körperzusammensetzung innerhalb von acht Wochen erzielbar.
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Auch die Psyche profitiert. Eine brasilianische Studie der Universität São Paulo zeigt: Zwölf Wochen Intervalltraining reduzieren bei untrainierten Erwachsenen die Häufigkeit von Panikattacken deutlich. Die Sportgruppe schnitt signifikant besser ab als eine Vergleichsgruppe mit reinem Entspannungstraining.
Neue Trends und präzisere Diagnostik
Die Fitnessbranche entdeckt spezialisierte Methoden. Der aus den USA stammende Lagree-Trend setzt auf langsame, kontrollierte Bewegungen mit hohem Widerstand auf dem sogenannten Megaformer. In Bernau bei Berlin startet ab dem 8. Juni ein Kurs, der Pilates mit Faszientraining kombiniert.
Dass Höchstleistungen bis ins hohe Alter möglich sind, zeigt Speerwerfer Thomas Röhler. In Nairobi erzielte er Anfang Juni mit 83,33 Metern seine beste Leistung seit sieben Jahren – die Norm für die Europameisterschaften in Birmingham ist erfüllt.
Der neue Risikoscore OBSCORE, entwickelt unter anderem vom Berlin Institute of Health, ermöglicht präzisere Gesundheitsprognosen als der herkömmliche BMI. Daten von fast 200.000 Personen zeigen: 30 Prozent der Menschen mit hohem Diabetes-Risiko wurden lediglich als übergewichtig eingestuft.
Forscher des Deutschen Diabetes Zentrums Düsseldorf weisen zudem auf die entscheidende Rolle des Leberfettgehalts für den Glukagonstoffwechsel bei Typ-2-Diabetes hin. Angesichts von rund 15 Prozent adipösen Kindern in Deutschland mahnt Dr. Bruno Halpern, Präsident der Welt-Adipositas-Gesellschaft, verstärkte Präventionsanstrengungen an.
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