Krypto-Betrug, Wallet-Apps

Krypto-Betrug: 26 gefälschte Wallet-Apps im Apple App Store

22.06.2026 - 10:28:55 | boerse-global.de

Sicherheitsforscher identifizieren 26 betrügerische Wallet-Apps im Apple App Store, die Nutzerdaten stehlen sollen.

Kaspersky entdeckt 26 falsche Krypto-Wallet-Apps im App Store
Krypto-Betrug - Nahaufnahme eines Smartphone-Bildschirms mit einem gefälschten Krypto-Wallet-App-Logo, unscharfer digitaler Hintergrund. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Anwendungen tarnen sich als legitime Dienste bekannter Anbieter und zielen darauf ab, digitale Vermögenswerte zu stehlen.

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Imitate bekannter Plattformen

Betroffen sind Nachahmungen von MetaMask, Ledger, Trust Wallet und Coinbase. Auch Apps, die TokenPocket, imToken oder Bitpie ähneln, wurden entdeckt. Die Kampagne läuft laut den Analysten bereits seit Herbst des vergangenen Jahres und gehört zur Schadsoftware-Familie SparkKitty. Ein besonderer Fokus liegt auf Nutzern in China.

So gehen die Angreifer vor

Die gefälschten Apps nutzen verschiedene Methoden, um an Nutzerdaten zu kommen. Häufig leiten sie Anwender auf externe Phishing-Seiten um. Dort geben die Opfer sensible Daten preis oder installieren unbemerkt Trojaner. Kaspersky hat Apple informiert, um die Entfernung der Apps zu veranlassen.

Der Kryptosektor hat ein grundlegendes Problem: Bei vielen Wallets ist die Trennung zwischen Anwendung und Vermögen technisch nicht strikt umgesetzt. Das erleichtert Phishing-Angriffe und sogenannte Drainer-Kits.

USB-Wurm und KI-Phishing

Parallel warnt Microsoft vor einem USB-Wurm, der seit Jahresbeginn aktiv ist. Er verbreitet sich über manipulierte Dateien auf Wechseldatenträgern. Die Schadsoftware überwacht die Zwischenablage infizierter Rechner auf Krypto-Adressen und Seed-Phrasen. Erkennt sie solche Daten, ersetzt sie die Adressen durch jene der Angreifer.

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Die Entwicklungen fallen in eine Zeit steigender Cyberkriminalität. Ein aktueller Report von KnowBe4 zeigt: 86 Prozent der Phishing-Angriffe nutzen inzwischen KI-Techniken. Diese Kampagnen erzielen mit 54 Prozent eine deutlich höhere Klickrate als herkömmliche Methoden. Das FBI bezifferte die Verluste durch Krypto-Betrug in den USA für das vergangene Jahr auf über elf Milliarden US-Dollar.

Behörden verschärfen Regeln

Angesichts der steigenden Schäden reagieren Behörden weltweit. Der US-Bundesstaat Minnesota hat ein Verbot von Krypto-Geldautomaten angekündigt, das im August in Kraft tritt. In den vergangenen Jahren waren dort die Betrugsfälle massiv angestiegen.

In Deutschland hat das Bundeskabinett eine neue Meldepflicht für Krypto-Anbieter beschlossen. Dienstleister müssen künftig jährlich Nutzerdaten an das Bundeszentralamt für Steuern übermitteln. Ziel ist mehr Transparenz im Markt für digitale Sachwerte. Die philippinische Wertpapierbehörde zeigt sich unterdessen offen für die Tokenisierung realer Vermögenswerte – ein Zeichen für die zunehmende Integration von Blockchain in den regulierten Markt.

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