Kreislaufwirtschaft: Bundesregierung startet 565-Millionen-Programm
04.06.2026 - 15:35:10 | boerse-global.de
Mit einem Gesamtvolumen von 565 Millionen Euro bis 2030 will Umweltminister Carsten Schneider die deutsche Wirtschaft unabhängiger von Rohstoffimporten machen. Das Programm sieht unter anderem digitale Produktpässe, ein neues Textilgesetz und ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten vor.
Reaktionen der Industrie: Lob und Forderungen
Die Wirtschaftsverbände reagierten gespalten auf die Ankündigung. Während einige Branchenvertreter die Maßnahmen als wichtigen Schritt begrüßen, fordern andere eine deutlich höhere Ambition. Schneider selbst betont, dass die Maßnahmen vor allem die wirtschaftliche Unabhängigkeit Deutschlands stärken sollen. Die Umsetzung der kurzfristigen Maßnahmen ist bis Ende 2027 geplant, weitere 305 Millionen Euro fließen zwischen 2027 und 2030.
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DBU feiert 100. grünes Start-up
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat am 4. Juni einen Meilenstein erreicht: Mit der Förderung des KI-gestützten Recycling-Start-ups „di.monta" unterstützt sie nun ihr 100. grünes Jungunternehmen. Seit ihrer Gründung 1991 hat die DBU über 11.300 Projekte mit rund 2,12 Milliarden Euro gefördert. Erst Anfang Juni hatte die Stiftung für eine Beschleunigung der Kreislaufwirtschaft plädiert.
Bauwirtschaft im Wandel: EU-Projekt „DECORATOR"
Auf regionaler Ebene treibt das EU-Interreg-Projekt „DECORATOR" die Kreislaufwirtschaft im Bausektor voran. Das im Januar 2024 gestartete Vorhaben läuft über 30 Monate und bringt 13 Partner aus dem Donauraum zusammen. In einem „Reallabor" arbeiten sie an technologischen und soziokulturellen Lösungen für nachhaltiges Bauen.
Hochschulen als Vorreiter der Nachhaltigkeit
Die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) hat Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Campusbetrieb integriert. 62 spezielle Kurse zum Thema stehen im Angebot. Auf dem Campus laufen Projekte zur Wärmerückgewinnung, nachhaltige Mobilitätsangebote und das Ernährungsprojekt „NEIS". Die Hochschule ist zudem Teil der „Humboldt?"-Initiative und arbeitet mit RENN.west an nachhaltigen Großsportveranstaltungen.
Schulen entdecken die Bildung für nachhaltige Entwicklung
Experten der Serviceagentur Ganztag Hessen und des ISB Bayern sehen in Ganztagsschulen große Chancen für die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die traditionellen 45-Minuten-Stundenblöcke erschweren oft fächerübergreifendes Lernen. Schulgärten und nachhaltige Verpflegung gelten als wirksame Instrumente – zumal Daten zeigen, dass bis zu 25 Prozent des Schulessens im Müll landen.
„(F)influencer" im Fokus: Hochschulforum in Ostfalia
Die Juristische Fakultät der Ostfalia University veranstaltete am 25. März ein Forum zur Rolle von „(F)influencern" in der Nachhaltigkeit. Die Veranstaltung reiht sich in eine Serie ein, die zuvor Windenergie und Energiemanagement thematisierte.
Berlin belohnt Umweltschutz: „BerlinPay" startet
Vom 14. Mai bis 14. Juni belohnt Berlin Bürger und Touristen für Umweltengagement. Das Programm „BerlinPay" bietet Vergünstigungen für Aktivitäten wie die Reinigung der Spree oder das Gießen von Stadtbäumen. Teilnehmer erhalten unter anderem Freikarten für Kultureinrichtungen wie das Humboldt Forum.
Frauen als Treiberinnen des Umweltschutzes
In Hanoi startete am 2. Juni eine Initiative, die Frauen als zentrale Kraft für den Umweltschutz identifiziert. Das Programm richtet sich an fünf Zielgruppen – Familien, Wohngebiete, Gemeinden, Schulen und Unternehmen – und setzt auf Mülltrennung an der Quelle sowie digitale Aufklärungskampagnen für grünes Leben.
Kommunen sparen mit „Ökoprofit"
Die Gemeinde Wölfersheim in der Rhein-Main-Region spart durch das „Ökoprofit"-Programm jährlich 9,5 Tonnen CO2 und über 4.000 Euro Betriebskosten. Der bevorstehende Hessentag in Fulda (Mitte Juni) plant zudem „Natur auf der Spur"-Ausstellungen und umfangreiche Shuttle-Bus-Systeme, um den CO2-Fußabdruck zu reduzieren.
Energie teilen: Das „Heinergy"-Modell
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Im Raum Darmstadt ermöglicht das „Heinergy"-Modell Solaranlagen-Besitzern, überschüssigen Strom direkt an Nachbarn zu verkaufen – für rund 29 Cent pro Kilowattstunde. Das Modell steht allerdings vor finanziellen Hürden: Die Netzentgelte von etwa 19 Cent pro Kilowattstunde schmälern die Wirtschaftlichkeit erheblich. Dennoch bietet es einen Weg zur lokalen Energieversorgung, wenn die Einspeisevergütung niedrig ist.
Streuobstwiesen und Kulturlandschaften schützen
Im Kreis Groß-Gerau haben Behörden kürzlich die Pflege von Streuobstwiesen neu dokumentiert – diese gelten aktuell als gefährdete Lebensräume. In Heidelberg-Handschuhsheim wurde am 2. Juni eine neue Informationstafel eingeweiht, die über die Kulturlandschaft und Biodiversität des „Blütenwegs Bergstraße" aufklärt.
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