Krebs, Studie

Krebs und Übergewicht: Studie zeigt 11,5% höhere Risiken

Veröffentlicht: 18.07.2026 um 02:01 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Forscher des DKFZ korrigieren den Anteil übergewichtsbedingter Krebserkrankungen auf bis zu 11,5 Prozent nach oben.

Neue DKFZ-Studie: Übergewicht als Krebsursache deutlich unterschätzt
Medizinische Illustration eines menschlichen Torsos mit viszeralem Fett um Organe und roten Hervorhebungen, die Risikobereiche anzeigen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das zeigt eine neue Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), die am 16. Juli in der Fachzeitschrift Cancer Communications erschien. Bisher ging die Medizin von lediglich zwei bis acht Prozent aus.

BMI als unzureichender Maßstab

Die Heidelberger Forscher werteten Daten von 458.543 Teilnehmern der UK-Biobank aus. Über zwölf Jahre registrierten sie mehr als 50.000 Krebsfälle. Dabei identifizierten sie mindestens 13 Krebsarten, deren Entstehung durch Übergewicht begünstigt wird.

Kern der Untersuchung ist eine methodische Neubewertung. Die Autoren kritisieren den Body-Mass-Index (BMI) als alleinige Messgröße. Taillenumfang und Taille-Hüft-Verhältnis erwiesen sich als deutlich aussagekräftiger. Sie spiegeln die Verteilung des viszeralen Fetts präziser wider – jenes Bauchfetts, das besonders gefährlich ist.

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Korrigierte Statistik

Frühere Studien unterschätzten das Risiko systematisch. Ein häufiges Problem: Patienten verlieren bereits vor der Krebsdiagnose ungewollt Gewicht. Wird dieser Faktor nicht berücksichtigt, erscheint der Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krebs schwächer, als er tatsächlich ist. Die DKFZ-Forscher bereinigten die Daten entsprechend.

Die neue Analyse zeigt auch demografische Unterschiede. Frauen und Menschen unter 60 Jahren sind überproportional stark betroffen.

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Konsequenzen für die Prävention

Die Ergebnisse rücken Adipositas als vermeidbaren Risikofaktor stärker in den Fokus. Fachleute sehen darin eine wichtige Grundlage, um Präventionsstrategien anzupassen. Denn ein erheblicher Teil der Krebserkrankungen wäre durch Gewichtsreduktion und einen gesunden Lebensstil potenziell vermeidbar.

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