Krebs, Training

Krebs und Training: 47% weniger Todesfälle bei regelmäßigem Sport

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 23:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Eine Harvard-Studie belegt: Bereits 90 Minuten Krafttraining pro Woche reduzieren das Risiko eines vorzeitigen Todes signifikant.

Harvard-Studie: 90 Minuten Krafttraining senken Sterberisiko deutlich
Eine Gruppe von Menschen unterschiedlichen Alters trainiert in einem modernen Fitnessstudio, um die Gesundheit und Krankheitsprävention zu fördern. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das zeigt eine Harvard-Studie, die 2026 im British Journal of Sports Medicine erschien. Besonders effektiv für die Stabilität sind Übungen wie Einbeinstand, Glute Bridge und Plank. Ideal: dreimal pro Woche für je 30 Minuten.

Bewegung schützt auch Krebspatienten

Eine großangelegte Studie von 2025 wertete Daten von 28.000 Krebspatienten aus. Ergebnis: Regelmäßiges Training vor der Diagnose senkt das Progressionsrisiko um 27 Prozent, das Sterberisiko sogar um 47 Prozent – bei mindestens einer Stunde pro Woche. Aber auch geringere Umfänge wirken: Das Fortschreiten der Krankheit sank um 16 Prozent, die Sterblichkeit um 33 Prozent.

Power-Training für Senioren

Für ältere Erwachsene setzt die Mayo Clinic auf eine spezielle Form des Trainings. Das sogenannte Power-Training mit schnellen, kontrollierten Bewegungen ist für Alltagsfunktionen und Sturzprävention entscheidender als reines Krafttraining. Die Muskelkraft gilt hier als wesentlicher Prädiktor für die Sterblichkeit. Eine weitere Studie aus dem Jahr 2024 belegt: Wer trainiert, reduziert die Zahl der Krankenhausaufenthalte.

Hilfe für Long-Covid-Betroffene

In der Long-Covid-Rehabilitation zeigt ein telemedizinischer Ansatz der University College London Wirkung. Die im Fachmagazin JAMA (2026) veröffentlichte Studie untersuchte 78 Teilnehmer. Nach drei Monaten verbesserte sich die kognitive Zielerreichung deutlich – und blieb auch nach sechs Monaten signifikant über dem Niveau der Kontrollgruppe.

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Blutdruck und Cholesterin im Griff

Die NCD-RisC-Studie (The Lancet, Erhebungszeitraum 1990 bis 2024) zeigt: Bei über 40-Jährigen mit Adipositas nähern sich Blutdruck- und Cholesterinwerte durch medizinische Unterstützung und veränderte Lebensstile zunehmend denen von Normalgewichtigen an. Bei unter 40-Jährigen ist dieser Trend noch nicht in gleichem Maße sichtbar.

Präventionskurse wirken nachhaltig

Das BQS Institut evaluierte 172 Präventionskurse. Die Daten belegen: Bei 20,1 Prozent der Teilnehmer verbesserten sich die Beschwerden am Bewegungsapparat nachhaltig. 13,9 Prozent gaben an, ihren allgemeinen Gesundheitszustand verbessert zu haben. Die Kurse führten zu einer dauerhaften Steigerung der körperlichen Aktivität.

Wassergymnastik im Trend

Eine Studie von 2025 zeigt: Die Muskelaktivierung im Wasser ist in über 70 Prozent der Fälle gleich oder höher als an Land. Der Auftrieb reduziert das Körpergewicht auf etwa 10 Prozent – das schont die Gelenke. Der Kalorienverbrauch liegt zwischen 400 und 700 Kilokalorien pro Stunde.

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Gesundheitspfad in Brandenburg

Anfang Juli 2026 eröffnete in Brandenburg an der Havel ein spezieller Gesundheitspfad zur Sturzprävention. Das Projekt wurde mit 25.000 Euro aus dem Bürgerhaushalt financed. Die Anlage umfasst Trainingsgeräte und digitale Unterstützung per App. Eine Erweiterung ist noch für dieses Jahr geplant.

Forschung für besondere Zielgruppen

Die Medizinische Hochschule Hannover und die Universität Hildesheim starteten ein Projekt zu Sport bei krebskranken Kindern. Sie werten Daten seit dem Jahr 2000 aus, um fundierte Bewegungsempfehlungen für die Zeit während und nach der Therapie zu entwickeln.

Für Schwangere raten Fachleute zu mindestens 2,5 Stunden moderater Bewegung pro Woche. Ideal: eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining. Kontaktsportarten und Tauchen sollten vermieden werden. Mitte Juli 2026 stehen in Karlsruhe bei der Veranstaltungsreihe „Effekte“ Themen wie die Fitness von Kindern und KI-gestützte Bewegungserfassung im Fokus.

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