Krafttraining: Höhere Muskelkraft senkt Sterberisiko um 12%
05.06.2026 - 05:26:01 | boerse-global.de
Das zeigt eine aktuelle Studie im Fachjournal JAMA Network Open.
Die Forscher begleiteten 5.472 Frauen zwischen 63 und 99 Jahren über durchschnittlich 8,3 Jahre. Ihr Ergebnis: Höhere Muskelkraft senkt die Sterblichkeit signifikant. Steigt die Griffkraft um eine Standardabweichung, sinkt das Sterberisiko um rund 12 Prozent. Dieser Effekt bleibt auch bestehen, wenn die allgemeine körperliche Aktivität berücksichtigt wird.
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Kommunale Initiativen im Aufwind
Viele Städte in Deutschland und den Niederlanden bauen ihre Seniorensport-Angebote aus. Wolfsburg plant eine neue Förderrichtlinie für Seniorengruppen. Sie soll rückwirkend zum 1. Januar 2026 in Kraft treten und höhere Aktivitätspauschalen sowie Startboni für Neugründungen vorsehen. Der Stadtrat berät im Juni 2026 darüber.
In Bernau bei Berlin startete Anfang Juni ein breites Kursprogramm. Angebote wie sanfte Gymnastik, Outdoor-Sport im Park, Pilates und Faszientraining stehen auf dem Plan. Sogar Bewegungskurse für den Pflegealltag sind dabei. In Berlin-Charlottenburg finden bis Oktober wöchentliche Trainings für Gleichgewicht und Koordination statt.
Auch die Niederlande ziehen nach. Die Gemeinde Schagen startet ab September neue Bewegungsgruppen für Menschen ab 65. In Groot-Ammers ist für Mitte Juni ein Senioren-Vormittag geplant, der Übungen an Land mit Aktivitäten im beheizten Wasser kombiniert.
Walking Football und E-Bike-Trainings
Neben klassischer Gymnastik boomen alternative Sportformate. Walking Football – Fußball im Gehen – wird immer beliebter. Das Team GOLDSTARS Heracles Almelo ist offen für Männer ab 55 und Frauen ab 40 und nimmt an internationalen Turnieren teil. In Nürnberg ist für den 6. Juni 2026 ein Event geplant, bei dem auch Blutzuckermessungen für Typ-2-Diabetiker angeboten werden.
Ein weiterer Schwerpunkt: Mobilitätssicherheit. In Osnabrück starteten Anfang Juni spezielle E-Bike-Trainings für die Generation 60 Plus. Die von der Verkehrswacht unterstützten Kurse sollen Unfälle durch den sicheren Umgang mit Pedelecs vermeiden helfen.
Wer zusätzlich zu kommunalen Sportangeboten seine Fitness im Alltag stärken möchte, kann dies mit minimalem Zeitaufwand tun. Der Olympia-Experte Prof. Dr. Wessinghage hat 17 einfache Übungen entwickelt, die nur 3 Minuten täglich erfordern und sofort helfen. 17 Gratis-Wunderübungen jetzt als PDF anfordern
Krankenkassen zahlen mit
Viele Präventionskurse werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Voraussetzung: eine Teilnahmequote von mindestens 80 Prozent und ein Qualitätssiegel des Kurses.
Die Höhe der jährlichen Zuschüsse variiert:
- Techniker Krankenkasse: bis zu 300 Euro
- IKK classic: bis zu 180 Euro
- Knappschaft: 160 Euro
- Barmer: 150 Euro (Präsenz) bis 200 Euro (Online)
- DAK: bis zu 150 Euro
Die Förderung gilt für Kurse wie Yoga, Pilates oder Aquafitness. Auch zertifizierte Angebote im Urlaub können bezuschusst werden – allerdings nur die Kursgebühren, nicht die Reisekosten.
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