Koum, Millionen

Koum spendet 200 Millionen Euro an Jerusalemer Krankenhaus

09.05.2026 - 05:21:57 | boerse-global.de

Jan Koum stiftet Rekordsumme für Krankenhausausbau in Jerusalem. Meta-Kehrtwende bei Instagram-Verschlüsselung sorgt parallel für Diskussionen.

Koum spendet 200 Millionen Euro an Jerusalemer Krankenhaus - Foto: über boerse-global.de
Koum spendet 200 Millionen Euro an Jerusalemer Krankenhaus - Foto: über boerse-global.de

Der WhatsApp-Mitgründer Jan Koum schenkt dem Shaare Zedek Medical Center in Jerusalem 200 Millionen Euro – die größte Spende in der Geschichte des israelischen Gesundheitswesens. Das Geld soll die Kapazität des 124 Jahre alten Krankenhauses fast verdreifachen.

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Ein Turm für die Zukunft der Medizin

Die Koum Family Foundation kündigte die Rekordspende am vergangenen Donnerstag an. Geplant ist ein 24-stöckiger Krankenhausturm mit rund 140.000 Quadratmetern Fläche. Das Projekt soll die Bettenzahl von derzeit rund 1.000 auf knapp 3.000 erhöhen. Zum Vergleich: Die Berliner Charité, das größte Krankenhaus Europas, verfügt über etwa 3.000 Betten.

Neben klinischen Einrichtungen finanziert die Spende auch Wohnungen für das medizinische Personal. Die Maßnahme zielt darauf ab, Fachkräfte langfristig zu binden und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Als Anerkennung für das außergewöhnliche Engagement wird das Krankenhaus künftig den Namen „Koum Shaare Zedek Medical Center“ tragen.

Die Spende übertrifft den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2025. Damals spendeten Anat und Shmuel Harlap 180 Millionen Euro an das Beilinson-Krankenhaus. Koum setzt nun neue Maßstäbe für Tech-Philanthropie in der Region.

Vom Einwanderer zum Milliardär

Jan Koum wurde 1976 nahe Kiew geboren und wanderte mit 16 Jahren in die USA aus. Gemeinsam mit Brian Acton gründete er 2009 den Messaging-Dienst WhatsApp. Der Verkauf an Meta (damals Facebook) für mehrere Milliarden Dollar machte ihn 2014 zum Multimillionär. Sein Vermögen wird heute auf rund 17 Milliarden Euro geschätzt.

Koum hat sich in den letzten Jahren weitgehend aus dem Tagesgeschäft bei Meta zurückgezogen. Seine philanthropischen Aktivitäten nehmen dagegen zu. Branchenbeobachter sehen darin einen Kontrapunkt zu den anhaltenden Debatten über Datenschutz und Regulierung der von ihm mitaufgebauten Plattform.

Metas Kehrtwende beim Verschlüsselungsschutz

Die Spende fällt in eine Zeit tiefgreifender Veränderungen bei Meta. Am selben Tag stellte der Konzern die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Instagram-Direktnachrichten ein. Die Begründung: zu geringe Nutzerakzeptanz. Während WhatsApp weiterhin standardmäßig verschlüsselt kommuniziert, sorgt der Schritt bei Instagram für scharfe Kritik von Datenschutzorganisationen.

Proton und das Center for Democracy and Technology warnen, dass Meta nun auf Nachrichteninhalte zugreifen kann. Analysten vermuten, dass diese Daten für KI-Training oder Werbezwecke genutzt werden könnten. Kinderschutzorganisationen wie der NSPCC begrüßen dagegen die Maßnahme – sie erhoffen sich bessere Moderationsmöglichkeiten.

Erst Anfang 2026 zahlte Meta in New Mexico 375 Millionen Euro Vergleich in einem Verfahren um Kindersicherheit. Parallel dazu treibt der Konzern die KI-Integration voran: In Indien startete diese Woche „Business AI“, ein Tool für kleine und mittlere Unternehmen. Metas Finanzchef berichtete, dass KI-Assistenten bereits 10 Millionen Unterhaltungen pro Woche führen.

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Apple geht den Gegenweg

Während Meta die Verschlüsselung zurückfährt, setzt Apple auf mehr Sicherheit. Der Konzern veröffentlichte am Donnerstag den zweiten Release Candidate für iOS 26.5. Die Aktualisierung führt Ende-zu-Ende-verschlüsseltes RCS ein – ein bedeutender Schritt für die Sicherheit der Kommunikation zwischen iPhone und Android.

Beide Konzerne warnen zudem vor kanadischen Gesetzesplänen. Der Gesetzesentwurf Bill C-22 könnte Technologieanbieter zwingen, Verschlüsselung zu schwächen oder Hintertüren für Behörden einzubauen – ähnlich wie befürchtete Regelungen in Großbritannien 2025.

Ausblick

Der Umbau des Shaare Zedek Medical Center soll noch 2026 beginnen. Der 24-stöckige Turm wird das Herzstück eines modernisierten Campus bilden. In der Tech-Welt richtet sich der Blick nun auf die Worldwide Developers Conference am 8. Juni. Apple wird dort voraussichtlich iOS 27 vorstellen – mit einer grundlegend überarbeiteten Siri auf Basis von Googles Gemini-Modellen. Die Ära der einfachen, privaten Messaging-Dienste, die Koum einst prägte, weicht zunehmend komplexen, KI-gesteuerten Kommunikationsökosystemen.

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