Konservierungsstoffe: Bluthochdruckrisiko um 29% erhöht
13.06.2026 - 11:50:12 | boerse-global.de
Eine Oxford-Studie im New England Journal of Medicine identifizierte bei 3,5 Prozent der CED-Patienten Antikörper gegen das entzündungshemmende Protein Interleukin-10.
Die Antikörper blockieren die Funktion von IL-10 – einer natürlichen Entzündungsbremse im Körper. Besonders häufig trat das Phänomen in Verbindung mit der Genvariante HLA-DRB1*01:03 auf. Die Beobachtungsstudie liefert zwar keinen direkten Kausalbeleg, aber eine Grundlage für neue Bluttests und Therapien.
Ob Gelenkschmerzen, Erschöpfung oder Verdauungsprobleme – oft stecken chronische, stille Entzündungen hinter den Beschwerden. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen die 12 stärksten natürlichen Entzündungs-Killer und wie Sie Ihren Körper gezielt entlasten. Gratis-Ratgeber: Entzündungen natürlich bekämpfen
Die Darmbarriere altert anders als gedacht
Das Leibniz-Institut für Alternsforschung in Jena rückt einen weiteren Faktor in den Fokus: die Darmwand. Im Alterungsprozess sei nicht primär das Mikrobiom schuld an chronischen Entzündungen, sondern eine nachlassende Immunüberwachung der Darmschleimhaut.
Dieses sogenannte Inflammaging könnte neue Präventionsansätze eröffnen. Als ein mögliches Instrument wird der Einsatz von PMA-Zeolith diskutiert.
Konservierungsstoffe unter Verdacht
Die französische NutriNet-Santé-Studie liefert konkrete Zahlen: Über acht Jahre analysierten Forscher die Daten von mehr als 112.000 Teilnehmern. Das Ergebnis: Bestimmte Konservierungsstoffe erhöhen das Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich.
Bei nicht-antioxidativen Konservierungsstoffen stieg das Bluthochdruckrisiko um 29 Prozent, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 16 Prozent. Auch antioxidative Zusatzstoffe waren betroffen – hier lag die Erhöhung bei 22 Prozent. Besonders auffällig: die Stoffe E202 (Kaliumsorbat), E250 (Natriumnitrit) und mehrere andere.
Viele Betroffene leiden unter den Nebenwirkungen klassischer Blutdrucksenker, dabei lassen sich die Werte oft auch auf natürlichem Weg verbessern. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche 8 Maßnahmen Ihren Blutdruck spürbar senken können. 8 natürliche Wege gegen Bluthochdruck entdecken
Schutz durch pflanzliche Stoffe
Eine Zehnjahresstudie des King's College London mit über 3.100 Erwachsenen zeigt die positive Seite der Ernährung. Polyphenolreiche Kost – etwa Beeren, Nüsse, Kaffee oder Tee – kann Blutdruck und Cholesterinwerte verbessern.
Noch spektakulärere Ergebnisse kommen aus Brasilien: Ein Extrakt aus den Blättern des tropischen Baumes Spondias mombin reduzierte Entzündungsschäden im Darm von Mäusen um über 92 Prozent. Verantwortlich dafür soll der Wirkstoff Quercetin sein.
Entzündungen schaden auch den Augen
Systemische Entzündungen wirken sich offenbar direkt auf die Sehkraft aus. Eine Analyse der TriNetX-Datenbank mit über 500.000 Personen zeigt: Wer entzündungshemmende Medikamente wie ASS oder Ibuprofen einnimmt, hat ein geringeres Risiko für altersbedingte Makuladegeneration (AMD).
Eine Studie der Fudan-Universität bestätigt den Zusammenhang. Auf Basis der UK Biobank mit über 415.000 Teilnehmern belegten die Forscher: Erhöhte Entzündungswerte steigern das Risiko für AMD, Grauen Star, Glaukome und diabetische Retinopathie.
Fortschritte gibt es auch in der Therapie: Ein subretinaler Mikrochip konnte in der PRIMAvera-Studie bei 81 Prozent der Patienten mit trockener AMD die Sehschärfe verbessern.
Die innere Uhr steuert Entzündungen
Die Kyushu University hat einen grundlegenden Mechanismus entschlüsselt. Das circadiane Protein BMAL1 versetzt Immunzellen (Makrophagen) in einen entzündungsfördernden Zustand. Mäuse mit einem Mangel an diesem Protein entwickelten weniger Leberentzündungen und Tumore.
Für die Schmerztherapie zeichnen sich ebenfalls neue Optionen ab. Im Herbst 2026 soll ein cannabisbasiertes Präparat in Deutschland auf den Markt kommen – speziell für chronische Rückenschmerzen. Branchenmedien sehen darin eine wirksame Alternative zu herkömmlichen Opioiden.
