Kimchi-Studie: Ein bis zwei Portionen senken Cholesterin um 39%
04.06.2026 - 20:26:30 | boerse-global.de
Zimt senkt nach aktuellen Erkenntnissen das LDL-Cholesterin und die Triglyceride. Knoblauch wirkt durch den Inhaltsstoff Allicin auf Gesamt- und LDL-Cholesterin. Ingwer und Cayennepfeffer sollen ebenfalls zur Reduktion von Triglyceriden beitragen.
Kurkuma verbessert durch Curcumin das allgemeine Lipidprofil. Kürbiskerne können die Aufnahme von Cholesterin verringern. Kardamom senkt nach Beobachtungen das Gesamtcholesterin sowie die Triglyceride. Nelken verlangsamen durch Eugenol die Oxidation von LDL-Cholesterin.
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Synergieeffekte und traditionelle Rezepte
Eine aktuelle Studie aus Taiwan untersuchte die Kombination von Curcumin und Leinöl. In Tierversuchen mit Hamstern führte die Mischung zu einer signifikanten Reduktion der Serum- und Leber-Triglyceride sowie des Gesamt- und LDL-Cholesterins. Die Forscher beobachteten zudem eine Umkehrung von Lebersteatose. Klinische Studien am Menschen stehen allerdings noch aus.
Parallel dazu erforschte eine Arbeit die traditionelle chinesische Rezeptur HQQR (Huoxue Qianyang Qutan). In Versuchen mit adipösen Ratten senkte die Mischung nicht nur den Blutdruck. Sie regulierte auch spezifische Signalwege und reduzierte die Herz-Hypertrophie.
Fermentation und der richtige Zeitpunkt
Nicht nur einzelne Gewürze wirken – auch fermentierte Lebensmittel spielen eine Rolle. Eine Untersuchung mit über 4.600 Erwachsenen in Südkorea zeigte: Der tägliche Verzehr von ein bis zwei Portionen Baechu-Kimchi senkt das Risiko für hohes Gesamtcholesterin bei Männern um 39 Prozent. Bei Frauen reduzierte sich das Risiko für niedrige HDL-Werte um bis zu 22 Prozent. Als Wirkmechanismen vermuten Forscher Milchsäurebakterien sowie bioaktive Verbindungen wie Capsaicin und Allicin.
Auch der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme ist relevant. Eine deutsche Studie mit mehr als 7.000 Teilnehmern ergab: Ein frühes Frühstück gegen 7:30 Uhr und eine nächtliche Fastenperiode von etwa 10,5 Stunden korrelieren mit einem niedrigeren Body-Mass-Index.
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Vorsicht bei Supplementen
Trotz der vielversprechenden Ergebnisse mahnen Fachleute zur Vorsicht. Professor Dr. Mona Tawab vom Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker wies auf einem Fachkongress darauf hin, dass etwa 50 Prozent der Bundesbürger fälschlicherweise annehmen, Nahrungsergänzungsmittel seien ähnlich streng geprüft wie Arzneimittel. Krankheitsbezogene Werbung für diese Produkte ist untersagt. Eine Einnahme sollte idealerweise erst nach einer Messung der Blutwerte erfolgen.
Auch die Qualitätssicherung bei herkömmlichen Gewürzen bleibt ein Thema. Aldi Nord rief Anfang Juni das Produkt „Le Gusto Basilikum gerebelt“ zurück – wegen Salmonellen-Nachweisen in einer Charge. Der Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit strenger Kontrollen in der Lieferkette.
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