Finanzberatung, Senioren

KI in der Finanzberatung: Senioren vertrauen Menschen deutlich mehr

Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 06:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nur 20 Prozent der US-Anleger nutzen KI für Finanzentscheidungen, während 70 Prozent ihr misstrauen. Senioren bevorzugen weiterhin menschliche Berater.

Gallup-Studie: KI in der Finanzberatung stößt bei US-Bürgern auf breite Skepsis
Ein älterer Mensch betrachtet nachdenklich ein Finanzdokument, während ein Tablet neben ihm liegt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Eine aktuelle Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Gallup zeigt, dass Künstliche Intelligenz (KI) in der Finanzberatung trotz des technologischen Fortschritts mit erheblichen Akzeptanzhürden kämpft. Während jüngere Generationen der Technologie bereits offener gegenüberstehen, setzen insbesondere Senioren weiterhin auf die Beratung durch Menschen. Insgesamt bleibt das Vertrauen in KI-Systeme bei der Verwaltung von Finanzen auf einem niedrigen Niveau, wie die Ergebnisse einer im Frühjahr durchgeführten Befragung verdeutlichen.

Skepsis gegenüber KI-gestützter Finanzverwaltung

Laut der Studie von Gallup, für die im Zeitraum von März bis April 2026 insgesamt 5.075 US-Erwachsene befragt wurden, haben lediglich 20 % derjenigen, die eine Finanzberatung suchten, tatsächlich auf Künstliche Intelligenz zurückgegriffen. Die Daten verdeutlichen eine ausgeprägte Skepsis in der Bevölkerung: Nur 30 % der US-Erwachsenen gaben an, Vertrauen in KI bei der Verwaltung ihres Geldes zu haben. Ein besonders geringer Anteil von lediglich 3 % bekundete großes Vertrauen in die technologischen Lösungen.

Im Gegensatz dazu steht eine deutliche Mehrheit der Ablehnung gegenüber. Rund 70 % der Befragten gaben an, der Künstlichen Intelligenz in finanziellen Angelegenheiten nicht zu vertrauen. Diese Zurückhaltung spiegelt sich in der tatsächlichen Nutzung wider, obwohl die Verfügbarkeit von KI-Tools in der Branche stetig zunimmt.

Diskrepanz zwischen Vertrauen und Inanspruchnahme

Ein interessantes Bild ergibt sich beim Vergleich zwischen dem Vertrauen in menschliche Experten und deren tatsächlicher Nutzung. Die Umfrage zeigt, dass 80 % der Befragten professionellen Finanzberatern vertrauen. Dennoch nimmt lediglich ein Drittel der US-Erwachsenen diese Dienstleistungen auch wirklich in Anspruch.

Anzeige

Wer sich mit dem Potenzial künstlicher Intelligenz an der Börse befasst, sollte die echten Treiber hinter dem Trend kennen. Dieser kostenlose Report liefert fundierte Einblicke in die Top 10 der Big-Data-Aktien und zeigt konkrete Investmentchancen auf. Jetzt kostenlosen Megatrend KI Report sichern

Anstatt sich direkt an Experten zu wenden, verlassen sich viele Anleger auf ihre eigenen Fähigkeiten zur Informationsbeschaffung. Laut Gallup nutzten 73 % der Teilnehmer für ihre Finanzentscheidungen die eigene Internetrecherche. Dies deutet darauf hin, dass die Hürde für eine formelle Beratung – ob menschlich oder maschinell – für einen Großteil der Bevölkerung hoch bleibt, während digitale Selbsthilfe-Tools dominieren.

Deutliche Generationenkluft bei der Beratungsform

Die Untersuchung legt zudem offen, dass das Alter eine entscheidende Rolle bei der Wahl der Beratungsmethode spielt. Bei den jüngeren Generationen, namentlich der Gen Z und den Millennials, zeigt sich eine höhere Affinität zur Technik: In dieser Gruppe nutzten 25 % Künstliche Intelligenz für finanzielle Belange. Die Nutzung menschlicher Berater lag hier vergleichsweise niedrig zwischen 14 % und 21 %.

Anzeige

Während die Skepsis gegenüber automatisierter Beratung besteht, bietet die gezielte Analyse von KI-Gewinnern für Anleger langfristige Chancen. Erfahren Sie in diesem Gratis-Leitfaden, welche Unternehmen den Megatrend anführen und wie Sie Ihr Depot strategisch darauf vorbereiten können. Top 10 KI-Aktien: Jetzt Gratis-Report herunterladen

Ein konträres Bild zeigt sich bei der Generation der Babyboomer. Senioren vertrauen menschlichen Finanzberatern laut der Erhebung deutlich mehr als automatisierten Systemen. Nur 7 % der Befragten aus dieser Altersgruppe nutzten KI für ihre Finanzplanung, während 55 % auf die Expertise eines menschlichen Beraters setzten. Die Ergebnisse unterstreichen, dass für ältere Anleger der persönliche Kontakt und die menschliche Einschätzung weiterhin die maßgeblichen Faktoren bei der Verwaltung ihres Vermögens sind. Während die Digitalisierung die Finanzwelt transformiert, bleibt die traditionelle Beratung somit ein Stützpfeiler für die ältere Anlegergeneration.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69931434 |