KI-Fälschungen, Jugendlichen

KI-Fälschungen: 61% der Jugendlichen erkennen Deepfakes nicht

Veröffentlicht: 18.07.2026 um 04:48 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Studie zeigt KI-Skepsis bei Jugendlichen, WHO betont Demenz-Prävention durch Lebensstil. Offline-Formate und Achtsamkeit in der Kultur boomen.

Achtsamkeitstrend 2026: Digitale Auszeit und Lebensstil als Medizin
Eine Person meditiert in einem ruhigen Raum, umgeben von natürlichem Licht, das Gelassenheit und Achtsamkeit symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle Studien und Berichte aus dem Juli 2026 zeigen: Der Fokus liegt auf drei zentralen Säulen – dem Umgang mit digitalen Belastungen, gesundheitlicher Prävention und der Integration von Achtsamkeit in den Alltag.

Digitale Überforderung: Jugendliche zweifeln an KI

Die JIMplus-Studie der Medienanstalt Rheinland-Pfalz liefert alarmierende Zahlen. 61 Prozent der 14- bis 17-Jährigen können echte Inhalte nicht sicher von KI-generierten unterscheiden. 47 Prozent wünschen sich sogar, ohne soziale Medien aufgewachsen zu sein.

Die Skepsis hat reale Gründe. Mitte Juli wurde bekannt, dass der Entertainer Riccardo Simonetti Opfer einer KI-Fälschung wurde – ein Werbevideo imitierte ihn täuschend echt. Kollegin Palina Rojinski warnte daraufhin vor unregulierten Algorithmen.

Als Gegenbewegung boomen Offline-Formate. „The Offline Club Vienna“ unter Anna Lena Wagner ist ein Beispiel: Teilnehmer geben ihre Smartphones für Stunden ab, besuchen analog Museumsführungen im MAK oder Handwerksworkshops. Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen ab 30 und Expats, die eine bewusste Bildschirmpause suchen.

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Lebensstil als Medizin: 45 Prozent Demenz-Risiko vermeidbar

Die WHO unterstrich im Juli die Bedeutung des Lebensstils für die Demenzprävention. Bis zu 45 Prozent des Risikos ließen sich durch beeinflussbare Faktoren reduzieren. Empfohlen werden regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und soziale Aktivitäten – sowie Hörgeräte bei Hörverlust. Von Nahrungsergänzungsmitteln ohne nachgewiesenen Mangel rät die Organisation ab.

Im Bereich der individuellen Gesundheitsoptimierung zeigen sich Trends zur pflanzenbasierten Ernährung und zum Alkoholverzicht. Influencerin Jolina Mennen berichtete etwa von einer deutlichen Gewichtsreduktion seit Jahresbeginn, die sie auf vegane Lebensweise zurückführt.

Eine bewährte Methode gegen kurzfristiges Verlangen ist „Urge Surfing“. Die bereits in den 1980er Jahren entwickelte Achtsamkeitstechnik geht davon aus, dass ein Verlangen maximal 30 Minuten anhält. Durch gezielte Atemfokus- und Beobachtungstechniken lässt es sich bewältigen.

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Yoga vor Kunstwerken: Achtsamkeit erobert die Kultur

Die Integration von Achtsamkeit erreicht zunehmend den kulturellen Sektor. Im Düsseldorfer Kunstpalast startete Mitte Juli das Format „Visual Arts Yoga“ unter der Leitung von Felix Krämer. Teilnehmer praktizieren Yoga direkt vor Kunstwerken und verbinden Augen-Yoga mit Atemtechniken und Kunstbetrachtung.

Auch Publikationen und Veranstaltungen spiegeln das wachsende Interesse an Sinnfragen wider. Ein im Juli erschienenes Fachbuch gibt praktische Hinweise zu Müllvermeidung, regionalem Einkauf und achtsamem Konsum. Experten wie Autor Ulrich Kellerer betonen in Fachgesprächen die Lebenszeit als kostbarstes Gut.

Für Anfang September ist das fünfte Jubiläum eines Achtsamkeitsfestivals in Kärnten geplant. Die Veranstaltung setzt Schwerpunkte auf Meditation, Persönlichkeitsentwicklung und Kräuterwissen. Eine Auftaktveranstaltung mit Ulrich Duprée findet bereits Ende August statt. Ergänzt werden diese westlichen Ansätze durch japanische Techniken wie Ikigai – diskutiert als Mittel gegen zunehmende Dopamin-Abhängigkeit durch ständige digitale Reize.

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