KI-Betrug, Ransomware

KI-Betrug überholt Ransomware: 73% der Führungskräfte berichten Angriffe

24.06.2026 - 16:48:05 | boerse-global.de

Deutschland verzeichnet fast doppelt so viele Ransomware-Fälle wie Frankreich. KI-Betrug löst klassische Erpressungssoftware als größte Gefahr ab.

Ransomware-Alarm: Deutschland ist EU-weites Hauptziel der Erpresser
KI-Betrug - An abstract digital map of Germany showing red hotspots, overlaid with binary code and a shadowy figure typing, symbolizing cyberattacks. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Bundesrepublik ist das Hauptziel von Erpressungstrojanern in der EU – und die Bedrohung wächst rasant.

Deutschland verzeichnet fast doppelt so viele Ransomware-Angriffe wie Frankreich. Das belegen aktuelle Daten vom 24. Juni 2026. Die Zahl der digitalen Erpressungsversuche steigt unaufhaltsam, und die Täter sitzen meist in Russland.

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Rekordniveau bei Erpressungssoftware

Die Statistik für 2025 spricht eine deutliche Sprache: 1.041 registrierte Ransomware-Fälle in Deutschland – ein Anstieg gegenüber 950 Fällen im Jahr 2024. Die Lösegeldforderungen liegen im Schnitt bei mehreren hunderttausend Euro. Besonders betroffen: der Gesundheitssektor.

Die Ermittlungen führen regelmäßig nach Russland. Dort droht den Tatern kaum Strafverfolgung. Besonders alarmierend: Die Grenzen zwischen unabhängigen Cyberkriminellen und staatlichen Akteuren verschwimmen zunehmend. Diese wachsende Zusammenarbeit erschwert die internationale Strafverfolgung erheblich.

Razzien des Generalbundesanwalts

Am selben Tag durchsuchte der Generalbundesanwalt Räume in Berlin und Frankfurt. Die Razzien stehen im Zusammenhang mit dem Verdacht auf verfassungsfeindliche Sabotage und mögliche Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz.

Im Fokus der Ermittlungen: eine Person, die verdächtigt wird, die Abwicklung der Gazprom Germania unterstützt zu haben – mit dem Ziel, die deutsche Gasversorgung zu gefährden. Festnahmen gab es bei den Durchsuchungen nicht.

Experten schlagen Alarm in Potsdam

Die wachsende Bedrohungslage bestimmte eine Cybersicherheitskonferenz am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. BSI-Präsidentin Claudia Plattner und Sinan Selen, Vizepräsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV), diskutierten dort die zunehmenden Gefahren aus Russland.

Ein zentrales Thema: Künstliche Intelligenz senkt die Hürden für Cyberangriffe drastisch. Das zeigen aktuelle Umfragen: 73 Prozent der Führungskräfte berichten von KI-gestütztem Betrug. Im DACH-Raum sind rund 65 Prozent der mittelständischen Unternehmen bereits Opfer solcher Angriffe geworden.

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KI-Betrug überholt klassische Ransomware

Die Bedrohungslandschaft wandelt sich rasant. Marktforscher beobachten, dass KI-gestützter Betrug die klassische Ransomware als größtes Cyberrisiko ablöst. Die Zahlen sind alarmierend: 84 Prozent aller erfolgreichen Einbrüche gehen auf Phishing zurück. Mehr als 60 Prozent der Organisationen haben bereits mit Deepfake-Vorfällen zu kämpfen.

Entwarnung gibt es dagegen beim Ausfall des Deutschen Bahn-Funksystems am Abend des 23. Juni 2026. Die zweistündige Störung war kein Cyberangriff, sondern die Folge eines fehlerhaften Software-Updates. Das BSI steht nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit der Bahn.

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