KI-Agenten: Markt wächst von 7 auf 46 Milliarden Dollar bis 2030
30.06.2026 - 02:40:23 | boerse-global.de
Die Modernisierung von Software-Infrastrukturen ist längst zur strategischen Priorität geworden. Im Fokus stehen der Abbau technischer Schulden, der Einsatz Künstlicher Intelligenz und die Absicherung kritischer Systeme.
Technische Schulden abbauen – aber richtig
Der Umgang mit technischen Schulden steht ganz oben auf der Agenda. Experten der Siemens AG haben Ende Juni 2026 verschiedene Bewertungsmethoden vorgestellt. Die Kano-Analyse und die Value/Effort-Matrix helfen Unternehmen zu entscheiden: Reicht ein Refactoring, braucht es ein Reengineering oder gleich ein komplettes Rewriting?
Das Ziel ist nicht bloße Wartung. Es geht um Re-Modularisierung und das Entfernen veralteter Komponenten. Architecture Fitness Functions gewinnen dabei an Bedeutung. Sie überwachen die Qualität der Software-Architektur im laufenden Betrieb.
KI beschleunigt die Migration
Künstliche Intelligenz eröffnet neue Wege für die Migration von Altsystemen. Große IT-Dienstleister wie Accenture arbeiten mit ServiceNow zusammen, um Risikoplattformen KI-gestützt zu modernisieren. Der Fokus liegt auf einheitlichem Risikomanagement und proaktiver Compliance.
Während KI die Migration von Altsystemen beschleunigt, stellt die neue EU-Gesetzgebung Unternehmen vor komplexe Compliance-Herausforderungen. Dieser kostenlose Download verschafft Ihnen den Überblick über Fristen und Pflichten, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt dringend braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
Der Markt für agentische KI-Systeme wächst rasant. Prognosen für 2026 gehen von einem Volumen von 7 Milliarden US-Dollar aus. Bis 2030 könnte er auf 46 Milliarden US-Dollar anwachsen. Diese Systeme führen Aufgaben eigenständig aus – in Marketing, Vertrieb oder der Personalabrechnung.
SAP Payroll etwa setzt verstärkt auf Automatisierung und Predictive Analytics. Komplexe Abrechnungsprozesse wandern in die Cloud, manuelle Eingriffe werden minimiert.
Sicherheit in der Industrie: Risikobasiert und offen
In der industriellen Kommunikation setzt sich ein risikobasierter Ansatz durch. Ein Whitepaper von PROFIBUS & PROFINET International vom Mai 2026 unterstreicht die Notwendigkeit sicherer Protokolle wie PROFINET oder PROFIBUS. Erstellt wurde es gemeinsam mit FieldComm Group, ODVA und OPC Foundation.
Open-Source-Lösungen werden zunehmend als Sicherheitsbaustein in der Operational Technology (OT) eingesetzt. Im Rahmen der NIS-2-Richtlinie verfolgen viele Unternehmen einen Zero-Trust-Ansatz. Das Ziel: mehr Resilienz gegen Ransomware und andere Cyberangriffe.
Neue technologische Standards und gesetzliche Anforderungen wie die NIS-2-Richtlinie erfordern von Unternehmen ein proaktives Handeln beim Schutz ihrer Infrastruktur. Erfahren Sie im kostenlosen E-Book, wie Sie Sicherheitslücken schließen und Ihre Firma ohne teure Investitionen vor Cyberangriffen schützen. Gratis-Ratgeber für IT-Sicherheit herunterladen
Datensicherheitsexperten betonen die Bedeutung der „Absolute Immutability“ von Backups. Nur so bleibt die Geschäftskontinuität auch nach einem erfolgreichen Angriff gewährleistet.
Öffentliche Verwaltung holt auf
Auch der Staat treibt die Digitalisierung voran. Ein Fortschrittsbericht von Bund und Ländern listet über 200 Maßnahmen auf. Die meisten sollen bis Ende 2026 umgesetzt sein. Erfolge gibt es bereits: weniger Schriftformerfordernisse, antragsloses Kindergeld, Fortschritte beim Glasfaser- und Mobilfunkausbau.
Ein konkretes Beispiel liefern die Stadtwerke Neuwied. Sie rüsten hunderte Stationen im Stromnetz mit Messtechnik auf. Ziel ist eine bessere Steuerung der Lastflüsse im Niederspannungsbereich.
Anfang Juli 2026 tritt zudem das Vergabebeschleunigungsgesetz in Kraft. Es soll Verfahren verkürzen und Komplexität reduzieren – bei gleichzeitiger Berücksichtigung von Klimafreundlichkeit und Losgrundsätzen.
