Kaffeekonsum, Studie

Kaffeekonsum: Studie zeigt 3,26% weniger Körperfett bei Männern

Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 13:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Finnische Studie zeigt: Hoher Kaffeekonsum bei Männern korreliert mit niedrigerem Körperfettanteil und höherer Muskelmasse, trotz ähnlichem BMI.

Kaffeekonsum und Körperzusammensetzung: Neue Studienergebnisse aus Finnland
Ein Mann mittleren Alters trinkt morgens eine Tasse Kaffee an einem hellen Küchentisch. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen geben neue Aufschlüsse über die Auswirkungen von gewohnheitsmäßigem Kaffeekonsum auf den menschlichen Stoffwechsel und die Körperzusammensetzung. Eine im August 2026 im Fachmagazin European Journal of Nutrition veröffentlichte Studie der Universität Oulu untersuchte hierzu Daten der „Northern Finland Birth Cohort 1966“.

Die Analyse von insgesamt 2.264 Probanden im Alter von 46 Jahren deutet auf signifikante Korrelationen zwischen der Menge des Kaffeekonsums und verschiedenen biologischen Markern hin, insbesondere bei Männern.

Auswirkungen auf die Körperzusammensetzung bei Männern

Die Forscher stellten fest, dass ein hoher Kaffeekonsum mit einer vorteilhafteren Verteilung von Fett- und Muskelmasse assoziert ist. Im direkten Vergleich zwischen Männern mit hohem Konsum (mindestens fünf Tassen pro Tag) und solchen mit niedrigem Konsum (eine bis zwei Tassen pro Tag) zeigten sich deutliche Unterschiede.

Während der Body-Mass-Index (BMI) in beiden Gruppen mit 26,79 gegenüber 26,87 nahezu identisch blieb, unterschieden sich die Anteile an Körperfett und Muskulatur messbar.

Anzeige

Wer seinen Stoffwechsel unterstützen und gezielt Muskulatur aufbauen möchte, findet in diesem kostenlosen Ratgeber eines renommierten Orthopäden hocheffiziente Methoden für den Alltag. 17 Übungen für maximale Ergebnisse jetzt kostenlos herunterladen

Bei den Probanden mit hohem Kaffeekonsum lag der durchschnittliche Körperfettanteil bei 27,14 Prozent, während die Vergleichsgruppe mit geringem Konsum einen Wert von 30,40 Prozent aufwies.

Auch beim viszeralen Fett, dem klinisch relevanten Fettgewebe in der Bauchhöhle, zeigten sich Differenzen: Die Gruppe mit hohem Konsum verzeichnete im Schnitt 102,52 cm², während bei niedrigem Konsum 108,57 cm² gemessen wurden.

Parallel dazu wiesen Männer mit höherem Kaffeekonsum eine größere Skelettmuskelmasse von durchschnittlich 32,46 Kilogramm auf, verglichen mit 30,17 Kilogramm in der Gruppe mit geringerem Konsum.

Metabolische Profile und hormonelle Parameter

Neben der rein physischen Zusammensetzung des Körpers analysierte das Forschungsteam der Universität Oulu auch verschiedene Stoffwechselparameter. Die im August 2026 vorgestellten Ergebnisse zeigen, dass Männer mit einem höheren Kaffeekonsum ein besseres Glucose-Insulin-Profil aufweisen. Zudem konnten bei dieser Gruppe höhere Werte des Sexualhormon-bindenden Globulins (SHBG) sowie ein höherer Testosteronspiegel festgestellt werden.

Anzeige

Der Erhalt der Muskelmasse ist eine wesentliche Säule für ein gesundes Altern und ein stabiles metabolisches Profil. Erfahren Sie in diesem Gratis-PDF, wie Sie mit minimalem Zeitaufwand Ihre Kraft und körperliche Verfassung nachhaltig stärken können. Kostenlosen Ratgeber für effektiven Muskelaufbau sichern

Ein weiterer Befund betrifft die Konzentration verzweigtkettiger Aminosäuren (BCAA). Hier beobachteten die Wissenschaftler bei Männern mit hohem Kaffeekonsum niedrigere Werte als bei der Vergleichsgruppe. Diese Kombination aus niedrigeren BCAA-Werten, reduzierten viszeralen Fettwerten und einer höheren Muskelmasse deutet auf eine spezifische Beeinflussung des Stoffwechsels durch die Inhaltsstoffe des Kaffees hin.

Methodik und wissenschaftliche Einordnung

Die Datenerhebung basierte auf der Bioimpedanzanalyse (BIA), einem Verfahren zur Bestimmung der Körperzusammensetzung. Die Forscher betonten jedoch, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt. Damit lassen die Ergebnisse zwar statistische Zusammenhänge erkennen, ein direkter kausaler Nachweis konnte jedoch noch nicht erbracht werden.

Bisher können die Experten der Universität Oulu den festgestellten Unterschied in der Körperzusammensetzung trotz des fast identischen BMI noch nicht vollständig erklären. Die Studie liefert jedoch eine fundierte Basis für weitere Untersuchungen zu den Mechanismen, durch die Kaffeebestandteile die Fettverteilung und den Erhalt der Skelettmuskulatur beeinflussen könnten.

Die beobachteten Effekte auf den Testosteronspiegel und die Insulinsensitivität unterstreichen die potenzielle Bedeutung des Getränks für das Management metabolischer Parameter im mittleren Lebensalter.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69986059 |