Kaffee, Herz

Kaffee und Herz: 3–5 Tassen senken Schlaganfallrisiko um 21%

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 23:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die AHA bestätigt: Drei bis fünf Tassen Kaffee täglich senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sofern die Zubereitung stimmt.

Kaffee und Herzgesundheit: AHA-Studie zu Menge und Zubereitung
Eine Tasse Kaffee auf einem Schreibtisch neben einem Stethoskop und medizinischen Unterlagen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Moderater Kaffeekonsum schützt das Herz – wenn die Zubereitung stimmt. Die American Heart Association (AHA) hat im Fachmagazin Circulation eine aktuelle Stellungnahme veröffentlicht. Drei bis fünf Tassen täglich (etwa 400 Milligramm Koffein) gelten für gesunde Erwachsene als sicher.

Die Daten zeigen: Bis zu 3,5 Tassen täglich senken das Risiko für koronare Herzkrankheiten um rund zehn Prozent. Bei drei bis vier Tassen sinkt das Schlaganfallrisiko sogar um 21 Prozent. Studienleiter Gregory M. Marcus von der UCSF betont: Die niedrigste Gesamtmortalität liegt bei zwei bis vier Tassen pro Tag.

Regelmäßige Kaffeetrinker leiden seltener an Herzinsuffizienz oder Vorhofflimmern. Allerdings: Ein sehr hoher Konsum kann ventrikuläre Extrasystolen begünstigen.

Die Zubereitung entscheidet

Der Kardiologe Zeng Guoxiang warnt im Juli 2026 vor ungefiltertem Kaffee. French Press, Espresso oder türkischer Kaffee enthalten nennenswerte Mengen Cafestol. Diese Substanz erhöht das LDL-Cholesterin und schädigt langfristig die Gefäße.

Die Lösung ist simpel: Filterpapier hält die cholesterinerhöhenden Stoffe zurück. Wer zusätzlich auf Zucker oder Sahne verzichtet, erhält die positiven metabolischen Eigenschaften des schwarzen Kaffees.

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Schutz vor Diabetes

Kaffee senkt auch das Risiko für Typ-2-Diabetes deutlich. Bei Frauen mit drei oder mehr Tassen täglich beträgt die Risikoreduktion 27 Prozent. Bei fünf Tassen steigt der Wert auf 30 Prozent. Forscher gehen bei 3,5 bis 5 Tassen von einer statistischen Reduktion zwischen 20 und 30 Prozent aus.

Parallel dazu zeigt die klinische REVERSE-IT-Studie in Nature Communications: Die pflanzliche Substanzkombination Totum.63 senkt bei Prädiabetes und frühem Typ-2-Diabetes den Nüchternblutzucker signifikant. Positive Effekte zeigen sich auch beim HbA1c-Wert und der Insulinresistenz.

Kaffee ist nicht gleich Koffein

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Die positiven Effekte lassen sich nicht auf andere koffeinhaltige Getränke übertragen. Energy Drinks stehen besonders in der Kritik: Sie können den Blutdruck signifikant erhöhen und das Risiko für Herzrhythmusstörungen steigern.

Eine Metaanalyse in Health Science Reports vom Juni 2026 zeigt zudem geschlechtsspezifische Vorteile. Regelmäßiger Konsum von koffeinhaltigem Kaffee senkt das Brustkrebsrisiko signifikant – besonders bei postmenopausalen Frauen. Interessant: Bei entkoffeiniertem Kaffee fehlt dieser Effekt. Das deutet auf eine spezifische Synergie zwischen Koffein und anderen Kaffeeinhaltsstoffen hin.

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