Johannisbeeren, Gramm

Johannisbeeren: 75 Gramm senken Blutzuckeranstieg deutlich

01.07.2026 - 16:39:27 | boerse-global.de

Forscher belegen: 75 Gramm schwarze Johannisbeeren senken den Blutzuckeranstieg nach dem Essen deutlich und fördern eine stabilere Stoffwechsellage.

Schwarze Johannisbeeren: Studie zeigt Blutzucker-Effekt
Johannisbeeren - Nahaufnahme von leuchtend roten Johannisbeeren in einer kleinen Holzschale auf hellem Hintergrund, Fokus auf Frische und Gesundheit. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Forscher der Universität Ostfinnland haben die Wirkung der Beeren auf den Glukosestoffwechsel untersucht. Die Ergebnisse veröffentlichten sie heute im British Journal of Nutrition. 26 gesunde Erwachsene erhielten Testprodukte mit 31 Gramm Kohlenhydraten – einmal mit und einmal ohne Beeren.

Stabile Stoffwechsellage

Die Daten sind eindeutig: Eine Portion von 75 Gramm schwarzen Johannisbeeren senkt den Blutzuckeranstieg signifikant. Zudem verlangsamen die Beeren den anschließenden Abfall des Blutzuckerspiegels. Das sorgt für eine stabilere Stoffwechsellage.

Als Hauptverantwortliche für diesen Effekt sehen die Forscher die enthaltenen Anthocyane. Diese sekundären Pflanzenstoffe kommen in dunklen Beeren besonders reichlich vor.

Wichtig: Die Ergebnisse gelten für gesunde Probanden. „Ob die Beeren auch das Risiko für Typ-2-Diabetes senken, lässt sich aus den Daten derzeit nicht ableiten", schränken die Autoren ein.

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Schweizer Bauern setzen auf Beeren

Parallel zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen wächst das Angebot auf dem europäischen Markt. Der Schweizer Obstverband legte gestern eine Ernteschätzung vor, die das steigende Interesse am Beerenanbau bestätigt.

Die Anbaufläche für Johannisbeeren in der Schweiz wuchs um zehn Prozent. Für 2026 erwartet der Verband eine Ernte von 303 Tonnen. Aktuell werden wöchentlich rund 50 Tonnen gepflückt. Zum Vergleich: Bei Himbeeren sind es über 170 Tonnen pro Woche.

Folientunnel und Gewächshäuser schützen die Kulturen und sichern die Qualität für den Handel. Auch in Deutschland boomen Strauchbeeren: Laut Statistischem Bundesamt war die Kulturheidelbeere 2025 die wichtigste Art. Die Gesamternte bei Strauchbeeren stieg im Vorjahr auf 45.700 Tonnen.

Zuckermarketing in der Kritik

Während die Forschung die Vorteile natürlicher Lebensmittel hervorhebt, üben Gesundheitsorganisationen scharfe Kritik an der Lebensmittelindustrie. Die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) rügte in den vergangenen Tagen Sammelaktionen großer Konzerne rund um die Fußball-WM 2026.

Der Vorwurf: Für Werbeprämien wie Fußbälle oder Trinkflaschen müssen Verbraucher Produkte kaufen, die teils über fünf Kilogramm Zucker enthalten. „Das steht im direkten Widerspruch zu den Bemühungen um gesündere Ernährung", so die Organisation.

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Proteine aus Erbsen als Alternative

Projekte wie „Hidden Peatential" der Universität Osnabrück suchen daher nach neuen Wegen. Sie untersuchen Verfahren zur Proteingewinnung aus Erbsen, um das Spektrum gesundheitsfördernder Lebensmittel zu erweitern.

Dass die Ernährungsqualität entscheidend ist, untermauern weitere internationale Studien. Eine dänische Untersuchung im The Lancet Diabetes & Endocrinology deutet darauf hin, dass die Vorteile einer Gewichtsreduktion mögliche Risiken von Gewichtsschwankungen überwiegen. Französische Forscher warnen im European Heart Journal dagegen vor bestimmten Lebensmittelzusatzstoffen, die mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck in Verbindung stehen.

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