Jo-Jo-Effekt: Neue Studie entkräftet Angst vor Gewichtsschwankungen
30.06.2026 - 07:02:43 | boerse-global.de
Viele fürchten den Jo-Jo-Effekt und verzichten deshalb ganz auf Diäten. Doch neue Forschungsergebnisse entkräften diese Sorge.
Risiken des Jo-Jo-Effekts wurden überschätzt
Eine für The Lancet Diabetes & Endocrinology aufbereitete Studie kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Gewichtsschwankungen schaden dem Körper nicht zusätzlich. Die Forscher Faidon Magkos (Universität Kopenhagen) und Norbert Stefan (Deutsches Zentrum für Diabetesforschung) konnten keinen kausalen Zusammenhang zwischen wiederholten Gewichtsreduktionen und klinischen Schäden nachweisen.
Die Vorteile einer Gewichtsreduktion überwiegen demnach – selbst wenn das niedrigere Gewicht nicht dauerhaft gehalten wird. Zu den positiven Effekten zählen verbesserte Stoffwechselwerte, eine gesteigerte Herz-Kreislauf-Gesundheit und eine höhere Lebensqualität.
Diese Erkenntnis entlastet die klinische Praxis erheblich. Schätzungen zufolge versuchen rund 50 Prozent der Weltbevölkerung, ihr Gewicht zu reduzieren.
Neue Herausforderungen durch Abnehm-Spritzen
Die Debatte um Gewichtsstabilität wird durch moderne Medikamente komplexer. Inkretin-basierte Präparate wie Wegovy oder Mounjaro führen nach dem Absetzen häufig zu einer schnellen Gewichtszunahme.
Besonders in den USA ist das ein Problem: Dort liegt die Adipositasrate (BMI über 30) bei rund 43 Prozent. Die Forschung zeigt: Zwar gehen die positiven Effekte der Abnahme bei erneuter Zunahme verloren, der Abnehmprozess an sich bleibt aber wertvoll für die allgemeine Gesundheit.
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Weight Watchers setzt auf KI und Scanner
Kommerzielle Anbieter reagieren auf die neuen Erkenntnisse. Weight Watchers, seit rund 60 Jahren am Markt, setzt verstärkt auf digitale Tools statt strenger Verbote.
KI-gestützte Körperscanner und personalisierte Programme für spezifische Zielgruppen – etwa für Frauen in der Perimenopause oder für GLP-1-Nutzer – sollen die Alltagstauglichkeit erhöhen. Über 350 Nahrungsmittel stehen ohne Punkteanrechnung zur Verfügung.
Vorsicht vor Social-Media-Trends
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Kaffee selbst hat zwar einen geringen Energiegehalt. Doch massiv eingesetzte Süßstoffe wie Erythrit oder Stevia können bei hoher Dosierung abführend wirken. Fachleute diskutieren zudem, ob bestimmte Süßstoffe Insulinreaktionen auslösen und Heißhunger fördern.
Ihr Rat: Auf wissenschaftlich fundierte Methoden und eine ausgewogene Nährstoffbilanz setzen – statt kurzfristigen Trends zu folgen.
