iPhone Ultra: 2.000 Euro für faltbares Gerät im September
14.06.2026 - 22:07:04 | boerse-global.de
Die jüngsten WWDC-Ankündigungen werfen ein Schlaglicht auf Apples wechselhafte Geschichte zwischen Innovation und Pannen.
Am 8. Juni 2026 stellte Apple auf der Worldwide Developers Conference „Siri AI“ vor – eine KI mit Bildschirmerkennung und Gesprächsgedächtnis. Doch statt Begeisterung löste die Ankündigung gemischte Reaktionen aus. Der Aktienkurs des Konzerns fiel um 1,9 Prozent. Ein Grund: Der Dienst startet zunächst weder in der EU noch in China.
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„Liquid Glass“: Einheitliches Design um jeden Preis?
Bereits im Juni 2026 sorgte Apples neue Designstrategie für Unruhe. Mit „Liquid Glass“ will der Konzern die Oberflächen von macOS und iPadOS verschmelzen. Kreativprofis schlagen Alarm: Die Vereinheitlichung könnte zulasten der Informationsdichte und Präzision gehen. Für Anwendungen wie Adobe Creative Cloud oder Xcode sei das ein Problem, warnen Kritiker. Die Sorge: Professionelle Anwender könnten zu Alternativen greifen.
Das „iPhone Ultra“: Zu dick, zu teuer?
Auch die Hardware-Zukunft gibt Rätsel auf. Für September 2026 wird ein faltbares Gerät erwartet – das sogenannte „iPhone Ultra“. Doch die durchgestochenen Spezifikationen sorgen für Stirnrunzeln: 11 Millimeter dick im gefalteten Zustand, ein Preis von rund 2.000 Euro. Enthusiasten zweifeln am Nutzen-Kompakt-Verhältnis.
Eine Geschichte voller Design-Pannen
Der Spagat zwischen Ästhetik und Funktion zieht sich durch Apples Geschichte. Eine Chronik der bekanntesten Patzer:
- iPhone 4 (2010): Der „Antennengate“-Skandal – die Außenantenne führte bei bestimmter Haltung zum Signalverlust.
- Mac Pro (2013): Das zylindrische Design – oft als Mülleimer verspottet – litt unter thermischen Problemen und fehlender Modularität.
- iPhone 6 (2014): „Bendgate“ – das dünnere Gehäuse verbog sich unter Druck.
- Butterfly-Tastatur (2015): Die flache Tastatur wurde zum Zuverlässigkeitsdesaster.
- Magic Mouse 2: Der Ladeanschluss sitzt unten – während des Ladens ist die Maus unbenutzbar.
Software-Debakel: Als Apple Maps zur Farce wurde
Am 19. September 2012 erlebte Apple ein digitales Desaster. Mit iOS 6 ersetzte der Konzern Google Maps durch eine eigene Karten-App – mit katastrophalen Folgen. Daten waren ungenau, Wahrzeichen falsch platziert. Der Madison Square Garden erschien als Grünfläche. So gravierend waren die Fehler, dass der irische Justizminister Piloten vor einem falsch eingezeichneten Flugfeld warnte.
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Fertigungsprobleme und Rechtsstreitigkeiten
Die Entwicklung der Apple Watch (damals als iWatch gehandelt) geriet 2013/2014 zur Geduldsprobe. Komplexe pulvermetallurgische Verfahren und CNC-Fräsen brachten die Zulieferer an ihre Grenzen: Nur 30 bis 40 Prozent der bestellten Einheiten konnten ausgeliefert werden.
2015 zog ein Rechtsstreit in Miami die Aufmerksamkeit auf sich. Zwei Kunden verklagten Apple auf über fünf Millionen Euro Schadensersatz. Der Vorwurf: Das 16-GB-iPhone 6 bot deutlich weniger Speicher als beworben. iOS 8 belegte rund 19 Prozent des Speichers – aus Sicht der Kläger ein Trick, um iCloud-Abos zu verkaufen.
Die Anfänge: Vom Tablet-Prototyp zum iPhone-Erfolg
Die Grundlage des Mobilfunk-Erfolgs wurde früh gelegt. Bereits Ende 2003 präsentierte das Designteam die Multi-Touch-Technologie. 2005 übernahm Apple das Unternehmen FingerWorks. Erste Prototypen wie das „Model 035“-Tablet von 2004 ebneten den Weg – nachdem andere Kooperationen gescheitert waren.
Trotz des Design-Anspruchs aus Kalifornien verlagerte Apple die Produktion früh nach Asien. 2011 fertigte der Konzern 70 Millionen iPhones und 30 Millionen iPads in Übersee. In einem Treffen mit dem US-Präsidenten im Februar 2011 stellte die Führung klar: Die Arbeitsplätze kämen nicht zurück. Die asiatischen Lieferketten seien flexibler und skalierbarer – tausende Arbeiter ließen sich kurzfristig für Produktionsschichten mobilisieren.
