DarkSword, Daten

iPhone-Duo-Betrug: DarkSword stiehlt Daten schon beim Öffnen einer Website

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 02:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Malwarebytes dokumentiert gefälschte iPhone-Duo-Reservierungen, die verwundbare iOS-Geräte automatisch infizieren und persönliche sowie finanzielle Daten abgreifen.

iPhone-Duo-Betrug: DarkSword greift iOS-Nutzer über Fake-Seiten an
Dunkler, minimalistischer Serverraum mit unbeleuchteten Server-Racks in einer sachlichen, professionellen Aufnahme. Illustration mit AI erstellt.

Sicherheitsforscher des Unternehmens Malwarebytes warnen vor einer großangelegten Betrugskampagne, die das Interesse am kommenden iPhone Duo für den Diebstahl sensibler Nutzerdaten ausnutzt.

In einem Bericht vom 30. September 2026 dokumentierten die Experten gefälschte Werbeanzeigen und Websites, die eine vorzeitige Reservierung des neuen faltbaren Smartphones von Apple versprechen. Die Betrüger nutzen dabei eine raffinierte Exploit-Kette, um Schadsoftware bereits beim bloßen Aufrufen der präparierten Internetseiten zu installieren.

Automatisierte Infektion durch DarkSword-Exploitkette

Laut den Analysen der Malwarebytes Threat Labs ahmen die betrügerischen Seiten das Design des offiziellen Apple-Auftritts täuschend echt nach. Den potenziellen Opfern wird ein Gutschein im Wert von 500 US-Dollar sowie der kostenlose Einschluss des Versicherungspakets AppleCare+ in Aussicht gestellt. Tatsächlich dient die Seite jedoch als Träger für die sogenannte DarkSword-Exploitkette.

Ein unsichtbares Element auf der Website prüft beim Zugriff über den Safari-Browser die installierte iOS-Version des Endgeräts. Sofern eine verwundbare Softwareversion vorliegt, wird der Angriff automatisch gestartet, ohne dass der Nutzer eine Datei herunterladen oder einen weiteren Klick tätigen muss.

Betroffen sind laut Malwarebytes insbesondere Geräte mit iOS-Versionen zwischen 18.4 und 18.7. Aktuelle Versionen wie iOS 18.7.7 oder das neuere iOS 26 gelten hingegen als sicher, da Apple entsprechende Sicherheitslücken bereits im Frühjahr 2026 geschlossen habe.

Die DarkSword-Malware wurde bereits im März 2026 von der Google Threat Intelligence Group beobachtet. Damals richteten sich die Angriffe primär gegen Ziele in Saudi-Arabien, der Türkei, Malaysia und der Ukraine. In der aktuellen Kampagne wird die Schadsoftware nun zur breitflächigen Kompromittierung von Konsumentendaten eingesetzt.

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Fokus auf Krypto-Wallets und persönliche Zugangsdaten

Ziel des Angriffs ist die Extraktion umfangreicher Datensätze vom infizierten Gerät. Sobald die Malware aktiv ist, versucht sie, Inhalte aus Apple Notes, Textnachrichten, Kontaktlisten, E-Mails und Standortdaten auszulesen. Besondere Aufmerksamkeit widmen die Hintermänner zudem Finanzanwendungen. Die Schadsoftware sucht gezielt nach Informationen zu Krypto-Wallets wie MetaMask, Phantom, Trust Wallet, Coinbase Wallet, Exodus und Tonkeeper.

Darüber hinaus werden Gerätedetails, Anruflisten und gespeicherte Passwörter aus dem Apple Keychain an einen externen Server der Angreifer übertragen.

Malwarebytes wies darauf hin, dass die Betrugsseite für die angebliche Vorbestellung ein Formular verwendet, das persönliche Informationen wie Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer abfragt, wobei sogar WhatsApp als bevorzugter Kontaktweg zur Auswahl stehe. Ungereimtheiten in der Anzeige, wie die Nennung nicht existierender Gehäusefarben oder falscher Displaymaße, dienen als Indizien für die Fälschung.

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Offizieller Zeitplan und Produktionsschwierigkeiten

Das iPhone Duo, das Anfang September 2026 als Apples erstes faltbares Smartphone vorgestellt wurde, kann offiziell erst ab dem 16. Oktober 2026 vorbestellt werden. Ab dem 12. Oktober bietet Apple lediglich eine Vorbereitungsphase an, in der Kunden ihr Wunschmodell konfigurieren und Zahlungsmodalitäten im Online Store hinterlegen können. Die reguläre Auslieferung und der Verkaufsstart sind für den 23. Oktober 2026 vorgesehen.

Der offizielle Verkaufspreis für das iPhone Duo liegt bei 1.999,99 US-Dollar. Berichte aus der Lieferkette von Foxconn deuten unterdessen darauf hin, dass die Verfügbarkeit zum Start eingeschränkt sein könnte. Eine mit der Produktion vertraute Person gab an, dass Apple derzeit nur etwa 60 Prozent seiner Produktionsziele erreicht. Es könne mehr als ein halbes Jahr in Anspruch nehmen, bis die Fertigungskapazitäten vollständig stabilisiert sind.

Sicherheitsexperten empfehlen Nutzern, die bereits eine der verdächtigen Seiten besucht haben, dringend ein Update auf die neueste iOS-Version durchzuführen und das Gerät neu zu starten, um den Payload der Malware zu entfernen. Zudem sollten Passwörter geändert, die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert und für Krypto-Vermögen gegebenenfalls neue Wallets mit frischen Recovery-Phrasen angelegt werden.

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