Duo, Apple

iPhone Duo: Apple bestätigt Displayprobleme und tauscht Geräte kostenlos aus

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 13:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple bestätigte interne Bildschirmfehler bei wenigen Geräten und tauschte betroffene Modelle kostenlos aus; Dauertests liefen weiter.
Ein technisches Scharnier-Mechanismus-Detail aus Metall und Kunststoff auf einer dunklen Werkbank. Illustration mit AI erstellt.

Am 23. Oktober 2026 hat Apple das iPhone Duo in China und Südkorea auf den Markt gebracht. Für den südkoreanischen Markt standen zum Start rund 30.000 Einheiten zur Verfügung, wo das Gerät für 3,29 Millionen Won beziehungsweise 2.450 US-Dollar angeboten wird.

In Deutschland liegt der Einstiegspreis für das Modell mit 256 Gigabyte Speicher bei 2.299 Euro, während in Österreich 2.319 Euro fällig werden. In den USA startet das Gerät ab 1.999 US-Dollar.

Erste Ausfälle und Reaktionen des Herstellers

Kurz nach der Markteinführung traten bei einzelnen Nutzern Probleme mit dem faltbaren Bildschirm auf. Bei einem südkoreanischen Kunden riss das Innendisplay am 27. Oktober 2026 beim Aufklappen; am 29. Oktober 2026 erhielt er nach zwei Besuchen im Servicezentrum ein Ersatzgerät.

Bei einem weiteren Kunden in Incheon versagte das Display am 1. November 2026 wenige Tage nach dem Kauf, woraufhin Apple am 3. November 2026 nach rund fünfstündiger Prüfung einen kostenlosen Austausch vornahm.

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Bereits am 26. Oktober 2026 hatte Apple interne Bildschirmanomalien bei einer kleinen Zahl von iPhone-Duo-Geräten bestätigt, wobei die genaue Ursache unklar blieb. Betroffene Geräte werden kostenlos ersetzt; zudem verwies das Unternehmen auf Schutzpläne.

Reguläre Reparaturkosten für das Innendisplay liegen laut Berichten bei bis zu 999 US-Dollar und steigen bei schwereren Schäden auf bis zu 1.499 US-Dollar. Der Schutzplan AppleCare+ kostet 199,99 US-Dollar pro Jahr.

In einer Umfrage von Android Authority unter 2.093 Konsumenten gaben 37,2 Prozent an, ihren Kauf nach Berichten über Bildschirmschäden storniert zu haben. 40,8 Prozent hatten von vornherein keine Kaufabsicht, während 12,8 Prozent auf Verbesserungen im Nachfolgemodell hoffen.

Technische Analysen und Belastungsproben

Untersuchungen geben Hinweise auf mögliche Ursachen für Displaydefekte. Eine Analyse von iFixit anhand von Computertomografie-Scans und einem dreidimensionalen Scharnier-Modell legt nahe, dass ein zentrales Stützteil nicht ordnungsgemäß einfährt und mechanischen Druck auf das Display ausübt. Ein Experte des Forschungsinstituts KITECH merkte dazu an, dass punktueller Druck das Panel sofort beschädigen oder den Verschleiß beschleunigen könne.

Parallel dazu laufen Dauertests. Ein automatisierter Faltprüfstand von CNET faltete das Gerät kontinuierlich; am 30. Oktober 2026 verzeichnete der Test über 239.000 Faltvorgänge, wobei bis zu einer Marke von 133.000 Zyklen keine sichtbaren Schäden auftraten. Nach Berichten vom 4. November 2026 erreichte der bis mindestens 20. November 2026 laufende Versuch über 260.000 Faltungen, bei denen Scharnier und Knickfalte standhielten.

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Hardwareseitig wiegt das iPhone Duo 254 Gramm, misst gefaltet 11,3 Millimeter und ist nach IP68 zertifiziert. Ausgestattet ist es mit dem A20-Pro-Prozessor in Zwei-Nanometer-Fertigung, einem 7,6 Zoll großen 120-Hertz-OLED-Innendisplay, Touch ID und einem 4.883-Milliamperestunden-Akku. In Ausdauertests von PCMag erreichte das Gerät eine Laufzeit von 18 Stunden und 15 Minuten.

Software-Anpassung und Marktumfeld

Neben der Mechanik steht die Softwareoptimierung im Fokus. Ein Test der südkoreanischen Publikation MK von 60 Apps ergab 13 Tage nach Verkaufsstart, dass 40 Anwendungen nicht für den großen Bildschirm angepasst waren.

Lediglich zwölf Apps nutzten das Display vollständig, während acht Programme schwarze Ränder aufwiesen. Auch hauseigene Apple-Anwendungen wie GarageBand oder Pages zeigten noch Anpassungsbedarf. Vollständige Unterstützung wird mit künftigen Entwicklerwerkzeugen erwartet.

Im Marktsegment faltbarer Geräte trifft Apple auf etablierte Mitbewerber wie Samsung. Dessen Galaxy Z Fold8 wiegt 201 Gramm, ist 9,7 Millimeter dick und wird von einem Snapdragon 8 Elite Gen 5 angetrieben. Das iFixit-Team ermittelte für das Fold8 eine vorläufige Reparierbarkeitsnote von 4 von 10 Punkten und verwies auf eine Einstufung nach IP48, die keinen vollständigen Schutz vor feinen Staubpartikeln bietet.

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