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iPhone-Diebstähle in London: Apple und Polizei senken Raube um 18%

12.06.2026 - 21:15:55 | boerse-global.de

Gemeinsame Maßnahmen von Apple und der Londoner Polizei senken iPhone-Diebstähle um 18 Prozent. Neue Sicherheitsfeatures erschweren den Weiterverkauf.

Apple und Polizei: iPhone-Diebstähle in London drastisch gesunken
London - Ein Smartphone mit digitalen Sicherheitselementen und im Hintergrund angedeutete Polizeiarbeit und Stadtszene, symbolisiert Diebstahlschutz. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Apple und die Londoner Metropolitan Police arbeiten gezielt zusammen – mit Erfolg: Die Zahl der iPhone-Diebstähle in der britischen Hauptstadt ist drastisch gesunken.

Zwischen Juni 2025 und Mai 2026 gingen die gemeldeten Fälle um rund 14.000 zurück, ein Minus von 18 Prozent. Besonders deutlich fällt der Rückgang im Stadtteil Westminster aus: Hier brachen die Zahlen um 45,8 Prozent ein.

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Datenaustausch und technische Barrieren

Grundlage des Erfolgs ist ein enger Informationsaustausch. Die Polizei übermittelt Apple die IMEI-Nummern gestohlener Geräte. Der Konzern wiederum blockiert Software, die es Kriminellen zuvor ermöglichte, die Sicherheitssperren zu umgehen und die iPhones für den Wiederverkauf zurückzusetzen.

Ein entscheidender technischer Faktor: Mit iOS 26.4 kam im März 2026 der „Stolen Device Mode“ – standardmäßig aktiviert. Für kritische Änderungen sind nun Face ID oder Touch ID sowie eine einstündige Sicherheitsverzögerung an unbekannten Standorten nötig.

Wirtschaftliche Entwertung der Beute

Das Ziel der Kooperation: gestohlene Geräte wirtschaftlich wertlos machen. „Wenn sich iPhones nicht mehr reaktivieren lassen, bricht der Marktwert der Beute zusammen“, sagt Metropolitan Police Commissioner Sir Mark Rowley. Apple testet bereits einen globalen „Killswitch“, der als gestohlen gemeldete Geräte ferngesteuert dauerhaft deaktiviert.

Apple SVP Kate Adams betont: „Die Sicherheit der Nutzer hat oberste Priorität.“ Die neuen Funktionen sollen die Motivation für Straftäter von vornherein senken. In den ersten fünf Monaten 2026 setzte sich der Trend fort – die Diebstähle sanken um weitere 20 Prozent.

Verlagerung krimineller Aktivitäten

Doch die Erfolge haben eine Schattenseite: Die organisierte Kriminalität professionalisiert sich. Während Straßendiebstähle erschwert werden, nehmen KI-gestützte Phishing-Angriffe massiv zu – zuletzt um über 140 Prozent. Kriminelle versuchen, über manipulierte Nachrichten an die Zugangsdaten der Besitzer zu gelangen.

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Ein weiteres Problem: der Handel mit Einzelteilen. Da komplette Geräte kaum noch nutzbar sind, werden sie zerlegt und als Ersatzteilspender verwertet. Historische Daten zeigen die Dimension: Ein einziges Schmuggelnetzwerk brachte früher bis zu 40.000 gestohlene iPhones pro Jahr aus London nach Übersee, vor allem nach China.

Zukünftige Sicherheitsfeatures

Apple plant laut Branchenberichten weitere Schutzmechanismen. Künftige Updates sollen Bewegungssensoren sowie Bluetooth- und WLAN-Daten nutzen, um untypische Verhaltensmuster zu erkennen – etwa das plötzliche Entreißen des Geräts. Das iPhone würde dann sofort gesperrt.

Die Londoner Polizei setzt ihrerseits verstärkt auf Drohnen und gezielte Taktiken gegen Fluchtfahrzeuge, um Diebe bereits am Tatort zu stellen.

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