iPhone 18 Pro: Apple plant Preissprung auf 1.399 Euro
18.06.2026 - 14:17:03 | boerse-global.de
Tim Cook spricht von einer beispiellosen Krise.
Preisschock bei MacBook und Mac Mini
Die ersten Anpassungen sind bereits Realität. Apples Einstiegs-Mac-Mini kostet seit Anfang des Jahres nicht mehr 599, sondern 799 Euro – ein satter Aufschlag von 200 Euro. Grund dafür ist die Streichung des günstigsten Speichermodells aus dem Sortiment. Auch beim MacBook Pro müssen Kunden tiefer in die Tasche greifen: Hier stiegen die Preise um bis zu 400 Euro.
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Haupttreiber dieser Entwicklung ist der explosionsartige Anstieg der Kosten für DRAM- und NAND-Speicherbausteine. Branchendaten zufolge haben sich die Preise für Speicherchips seit Oktober 2025 mehr als verdoppelt – in einigen Fällen sogar vervierfacht. Marktforscher sehen die Ursache im KI-Boom: Rechenzentren und Konsumelektronik konkurrieren um die knappen Chips. Cook selbst bezeichnete die Lage als „extrem seltenes Ereignis", wie er es in 40 Jahren Branchenerfahrung noch nicht erlebt habe.
iPhone 18 Pro könnte 1.399 Euro kosten
Analysten rechnen nun mit deutlichen Preissprüngen bei der kommenden iPhone-18-Serie. Laut Berechnungen von TechInsights müsste Apple den Preis des iPhone 18 Pro um rund 270 Euro anheben, um die angestrebte Bruttomarge von etwa 45 Prozent zu halten. Andere Marktbeobachter erwarten Aufschläge zwischen 100 und 150 Euro für die nächste Gerätegeneration.
Die Kosten für einzelne Komponenten haben sich dramatisch verändert. Eine Analyse der Materialkosten zeigt: 12 Gigabyte Arbeitsspeicher schlagen aktuell mit 145 Euro zu Buche – im Vorgängermodell waren es noch 39 Euro. Auch der Speicherchip für 256 Gigabyte verteuerte sich von 13 auf 51 Euro. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte das iPhone 18 Pro mit einem Einstiegspreis von 1.399 Euro auf den Markt kommen.
Lieferketten unter Druck – und ein Abschied an der Spitze
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Die gesamte Branche ächzt unter den höheren Kosten. Morgan Stanley prognostiziert für dieses Jahr einen Preisanstieg von 15 Prozent bei Smartphones und PCs in den USA. Samsung hat seine DDR5-Vertragspreise Berichten zufolge auf umgerechnet knapp 18 Euro verdoppelt, während Micron bestimmte Geschäftsbereiche im Consumer-Speichermarkt 2026 aufgeben dürfte.
Apple könnte zwar seine Milliardenreserven nutzen, um langfristige Lieferverträge abzuschließen. Cook schloss jedoch aus, dass der Konzern eigene Speicherfabriken baut. Die Engpässe im Konsumgütersektor werden voraussichtlich anhalten – Analysten rechnen bis 2027 mit einem Angebotsdefizit von 15 Prozent.
Die Preisprobleme fallen in eine Zeit des Führungswechsels: Tim Cook wird am 1. September 2026 als Apple-CEO zurücktreten. Sein Nachfolger John Ternus übernimmt dann die Verantwortung – mitten in der schwersten Chipkrise der Unternehmensgeschichte.
