iPhone 18: Apple sperrt BOE aus, Samsung und LG teilen sich Pro-Modelle
Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 21:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Wie am 12. August 2026 bekannt wurde, führt Apple eine grundlegende Umstrukturierung seiner OLED-Beschaffungsstrategie für kommende iPhone-Modelle durch. Berichte bestätigen, dass der Technologiekonzern damit auf volatile Marktbedingungen und steigende Rohstoffpreise reagiert, um die Produktionsfähigkeit der nächsten Smartphone-Generationen abzusichern.
Strategische Bevorratung aufgrund von Komponentenknappheit
Ein zentraler Bestandteil der neuen Strategie ist die Ausweitung der Lagerkapazitäten. Apple hat im zweiten Quartal 2026 die Lagerhaltung für OLED-Panels von zuvor vier auf nun sechs Wochen verlängert. Hintergrund dieser Entscheidung sind primär steigende Kosten bei Speicherkomponenten und Chips. Zudem belasten Preissteigerungen bei speziellen OLED-Materialien wie Iridium die Kalkulation. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Iridium-Produktion kaum auf Preissignale reagieren kann, was bei anhaltender Knappheit ein erhebliches Risiko für die Fertigungskette darstellt.
Um diesen Kostensteigerungen entgegenzuwirken, hat Apple die Bestellmengen bei seinen Partnern Samsung Display, LG Display und BOE erhöht. Gleichzeitig übt der Konzern Druck auf seine Hauptlieferanten Samsung Display und LG Display aus: Berichten aus südkoreanischen Medien zufolge fordert Apple deutliche Preissenkungen für die OLED-Panels des kommenden iPhone 18, um die inflationsbedingten Mehrkosten bei anderen Bauteilen zu kompensieren.
Lieferantenstruktur für das iPhone 18 Pro
Für die im September 2026 erwarteten Spitzenmodelle iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max hat Apple die Zuständigkeiten in der Lieferkette bereits festgeschrieben. Samsung Display übernimmt mit einem Anteil von 64 Prozent den Hauptteil der Massenproduktion, während LG Display 36 Prozent der Aufträge erhält.
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Der chinesische Hersteller BOE wurde hingegen von der Produktion für die Pro-Modelle ausgeschlossen. Grund hierfür seien Qualitätsprobleme bei den LTPO+-Panels. Die Ausbeute bei BOE liege derzeit nur bei etwa 65 bis 70 Prozent, womit die von Apple geforderte Quote von mindestens 85 Prozent deutlich verfehlt wurde. Während die Pro-Modelle bereits im September 2026 erscheinen sollen, ist der Launch des iPhone 18 Standardmodells für das erste Quartal 2027 geplant.
Engpässe bei Prozessoren und Speicher
Zusätzlich zur OLED-Thematik belasten Engpässe bei Speicherbausteinen die Hardware-Sparte. Branchenanalysten bestätigten eine reale Knappheit bei LPDDR5X-Speicher, die durch die hohe Nachfrage in AI-Rechenzentren verschärft wird. Dies wirkt sich unmittelbar auf die Prozessorfertigung aus.
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Berichten zufolge lagert der Fertigungspartner TSMC derzeit A20-Pro-Wafer im Wert von etwa 1 Milliarde US-Dollar zwischen. Diese Prozessoren benötigen für das sogenannte WMCM-Packaging zwingend DRAM-Komponenten, bevor sie fertiggestellt werden können. Da diese derzeit knapp sind, stauen sich die Bestände in der Produktion. Analysten gehen davon aus, dass der Marktstart der neuen Geräte zwar nicht verschoben wird, die Lagerbestände zum Verkaufsstart jedoch sehr dünn ausfallen könnten.
Finanzielle Kennzahlen im dritten Quartal
Trotz der Herausforderungen in der Lieferkette meldete Apple für das dritte Quartal einen Umsatz von 109,42 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn pro Aktie (EPS) belief sich auf 2,02 US-Dollar. Dennoch reagierte der Kapitalmarkt verhalten auf die komplexen Rahmenbedingungen in der Produktion; die Apple-Aktie notierte zuletzt mit einem Minus von 1,53 Prozent bei 308,26 US-Dollar.
