iPhone 17 Pro: Apple testet 27-Milliarden-KI-Modell lokal
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 13:03 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Apple könnte schon bald KI-Modelle mit 27 Milliarden Parametern direkt auf dem iPhone ausführen – eine technische Revolution für mobile Künstliche Intelligenz.
Der iPhone-Konzern hat nach Informationen vom Donnerstag Gespräche mit dem kalifornischen Startup PrismML geführt. Das Unternehmen, das aus dem kalifornischen Technologieinstitut Caltech hervorgegangen ist, hat eine Methode entwickelt, um große Sprachmodelle auf mobilen Geräten laufen zu lassen. Ein Prototyp auf einem iPhone 17 Pro soll bereits ein Modell mit 27 Milliarden Parametern betrieben haben – ein gewaltiger Sprung in der Komplexität.
Kompression auf ein Vierzehntel der Größe
Das Herzstück der Technologie: PrismML hat Alibabas Modell Qwen 3.6, das ursprünglich 54 Gigabyte Arbeitsspeicher benötigte, auf unter vier Gigabyte komprimiert. Möglich wurde dies durch sogenannte 1-Bit- und Ternär-Gewichtsarchitekturen – eine radikale Vereinfachung der internen Berechnungen.
Das Ergebnis: Der Speicherbedarf sank um den Faktor 14. Gleichzeitig arbeitet das komprimierte Modell achtmal schneller als in der Standardkonfiguration. Und das, obwohl alle Parameter während der Nutzung aktiv bleiben.
Zum Vergleich: Apples eigenes AFM 3 Core Advanced-Modell kommt zwar auf 20 Milliarden Parameter, nutzt aber zu jedem Zeitpunkt nur ein bis vier Milliarden davon aktiv. PrismMLs Ansatz wäre also nicht nur größer, sondern auch effizienter.
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Strategischer Schachzug für den Datenschutz
Apples Interesse an PrismML passt ins Bild. Der Konzern setzt seit Jahren auf On-Device-Processing – also die Verarbeitung direkt auf dem Gerät, statt in der Cloud. Das spart Serverkosten, senkt die Latenz und schützt vor allem die Privatsphäre der Nutzer, weil keine Daten an externe Rechenzentren übertragen werden müssen.
Bereits mit der Zwei-Milliarden-Euro-Übernahme von Q.ai hatte Apple seine KI-Ambitionen untermauert. Nun könnte die Partnerschaft mit PrismML den nächsten Schritt bedeuten. Während Wettbewerber wie Google oder Microsoft massiv in Cloud-Infrastruktur investieren, setzt Apple weiter auf die lokale Variante.
Finanzierung und Open-Source-Plan
PrismML unter der Führung von CEO Babak Hassibi hat sich erst kürzlich 16,25 Millionen Euro von Investoren wie Khosla Ventures, Cerberus und Google gesichert. Hassibi ist überzeugt: Innerhalb der nächsten drei Jahre werden rund 95 Prozent aller digitalen Intelligenz lokal auf den Geräten der Nutzer verarbeitet.
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Schon am 14. Juli 2026 will das Startup seine Technologie einem breiteren Publikum zugänglich machen. Dann sollen die Werkzeuge zur Anpassung und zum Betrieb großer Modelle auf mobiler Hardware als Open Source veröffentlicht werden. Branchenkenner erwarten sich davon tiefere Einblicke, wie 1-Bit-Architekturen die Leistungsfähigkeit erhalten können – ohne die Qualitätseinbußen, die bei herkömmlicher Kompression oft auftreten.
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