iPhone 17: Apple hebt Preise um bis zu 300 Dollar an
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 09:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Berichte von Mitte August 2026 weisen auf bevorstehende Preisanpassungen für die iPhone-17-Serie hin. Nachdem CEO Tim Cook bereits im Juni steigende Lieferkosten als Grund für unumgängliche Preiserhöhungen genannt hatte, verdichten sich nun die Anzeichen für deutliche Aufschläge in verschiedenen globalen Märkten. Hintergrund dieser Entwicklung sind vor allem die massiv gestiegenen Preise für Speicherkomponenten.
Globale Preisanpassungen in Japan, den USA und Indien
Bereits Mitte August wurden konkrete Preiserhöhungen in Japan und den USA bekannt. In Japan stieg der Preis für das iPhone 17 mit 256 GB Speicherplatz um rund 10 Prozent von 129.800 Yen auf 142.800 Yen (entspricht etwa 877 US-Dollar). Das iPhone 17 Pro wird dort nun für 194.800 Yen statt zuvor 179.800 Yen geführt. Analysten beobachten in Japan Steigerungen zwischen 8 und 11,3 Prozent, was neben den Speicherkosten auch auf die anhaltende Schwäche des Yen zurückgeführt wird. In den USA stiegen die Preise für ausgewählte Modelle bereits um bis zu 300 US-Dollar.
Auch in anderen Märkten wie Indien und Indonesien zeichnen sich Anpassungen ab. Ein indonesischer Distributor hob die Preise for Endgeräte bereits um Beträge zwischen 750.000 und 1.250.000 indonesischen Rupiah an. Für den indischen Markt planen Branchenexperten ab September 2026 eine pauschale Erhöhung um etwa 100 US-Dollar (ca. 9.500 Rupien) für alle iPhone-Modelle, sowohl für neue als auch für ältere Generationen. So soll das iPhone 17 mit 256 GB dort künftig 92.900 Rupien statt zuvor 82.900 Rupien kosten.
Kostenfaktor Speicher und Druck auf die Bruttomarge
Der wesentliche Treiber dieser Entwicklung ist die Knappheit bei DRAM- und NAND-Komponenten. Laut Daten der Marktforscher von TrendForce machten Speicherkosten im dritten Quartal 2026 etwa 34 Prozent der gesamten Herstellungskosten eines iPhones aus. Während die DRAM-Preise im Quartalsvergleich um 50 Prozent zulegten, stiegen die Kosten für NAND-Speicher sogar um 90 Prozent. CEO Tim Cook beschrieb den rasanten Anstieg der Speicherpreise als ein Jahrhundertereignis am Beschaffungsmarkt. Die Marktsituation spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Zulieferer wider: Der Speicherhersteller Micron verzeichnete im dritten Quartal einen Umsatz von 41,456 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 345,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
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Diese Kostensteigerungen belasten die Profitabilität des Technologiekonzerns. Zwar konnte Apple im dritten Quartal 2026 (bis zum 27. Juni) ein Umsatzplus von 22 Prozent beim iPhone im Vergleich zum Vorjahr erzielen und eine Bruttomarge von 50,1 Prozent ausweisen, doch für das vierte Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang auf 47 bis 48 Prozent. CFO Kevan Parekh erklärte hierzu, dass der Rückgang der Bruttomarge vollständig durch die gestiegenen Speicherkosten begründet sei und entsprechende Preiserhöhungen geplant seien.
Auswirkungen auf die kommende iPhone-18-Generation
Die Kostenproblematik scheint sich auch massiv auf die für September 2026 erwartete iPhone-18-Generation auszuwirken. Schätzungen gehen davon aus, dass die Materialkosten des iPhone 18 Pro um rund 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen könnten, wobei der Speicheranteil an den Gesamtkosten auf über 40 Prozent klettern dürfte. Ein Grund hierfür ist unter anderem der neue A20-Chip, der im 2-Nanometer-Verfahren bei TSMC gefertigt wird und dessen Kosten um 50 Prozent höher liegen sollen als bei der Vorgängergeneration.
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Apple versucht dem Vernehmen nach gegenzusteuern, indem bei Zulieferern wie Samsung Display und LG Display deutliche Preissenkungen für OLED-Panels eingefordert werden. So konnten die Display-Preise für das iPhone 18 Pro Max bereits auf etwa 68 US-Dollar gesenkt werden, nachdem sie beim iPhone 17 Pro Max noch zwischen 110 und 120 US-Dollar gelegen hatten.
Trotz dieser Einsparungen werden für das iPhone 18 Pro Startpreise zwischen 1.299 US-Dollar und 1.399 US-Dollar erwartet. Zudem deutet sich eine verzögerte Markteinführung an: Während die Pro-Modelle voraussichtlich termingerecht im September erscheinen, könnten die Standardmodelle des iPhone 18 aufgrund der Chip- und Speicherknappheit erst im ersten Quartal 2027 folgen. Berichten zufolge plant Apple zudem Produktionskürzungen von 15 bis 30 Prozent für das aktuelle iPhone 17, da die Nachfrage am Markt derzeit ein Plateau erreicht habe. Eine Erholung des globalen Speicherangebots wird von Marktbeobachtern erst für das Jahr 2028 prognostiziert.
