iPhone 17: Apple erhöht Preise ab Montag wegen Chip-Knappheit
Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 09:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple steht vor einer doppelten Herausforderung: Schon am Montag könnten die Preise für das iPhone 17 steigen, während die Produktion der nächsten Generation durch eine weltweite Speicherchip-Knappheit ins Stocken gerät.
Preisschock für iPhone-Käufer
Nach Informationen aus Industriekreisen plant Apple eine unmittelbare Preiserhöhung für die aktuelle iPhone-17-Reihe. Bereits am 10. August sollen die neuen Preise in Kraft treten. Während der Konzern Macs und iPads bereits Ende Juni teurer gemacht hatte, blieb das iPhone bislang verschont. Analysten führen den Schritt auf eine „beispiellose“ weltweite Knappheit bei Speicherchips zurück.
Die Anpassung folgt auf ähnliche Entwicklungen in anderen Märkten. In Japan stiegen die iPhone-Preise bereits um rund elf Prozent. Branchenbeobachter rechnen zudem damit, dass das kommende iPhone 18 Pro deutlich teurer wird als sein Vorgänger: Statt 1.099 Dollar Startpreis beim iPhone 17 Pro könnten nun zwischen 1.299 und 1.399 Dollar fällig werden – umgerechnet etwa 1.190 bis 1.280 Euro.
Produktionsengpass beim A20-Pro-Chip
Das eigentliche Problem liegt jedoch tiefer: Rund eine Milliarde Dollar an 2-Nanometer-Chips des neuen A20-Pro-Prozessors lagern bei Apples Auftragsfertiger TSMC, können aber nicht fertiggestellt werden. Es fehlen entscheidende DRAM-Bausteine, die beim modernen Wafer-Level-Packaging direkt in den Chip integriert werden müssen.
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Apple versucht, die Lücke durch mehrere Lieferanten zu schließen – darunter Micron, SK Hynix und Samsung. Der chinesische Hersteller CXMT lehnte Rabattforderungen des Konzerns im August ab und orientiert sich stattdessen an den Preisen der Branchenführer – trotz seiner Präsenz auf der US-Entity-Liste. Die Knappheit könnte bis Ende des Jahrzehnts anhalten und die Verfügbarkeit von iPhone 18 Pro und dem neuen iPhone Ultra zum Marktstart erheblich einschränken.
Konzernchef Tim Cook sprach angesichts der Lage von „sehr bedeutenden und beispiellosen Einschränkungen“ in der Lieferkette.
Drei „Ultra“-Modelle geplant
Trotz der Produktionsprobleme plant Apple zwischen September 2026 und Anfang 2027 die Einführung von drei Produkten mit „Ultra“-Branding. Das faltbare iPhone Ultra mit 7,7-Zoll-Innendisplay und 5,3-Zoll-Außenbildschirm soll zwischen 1.999 und 2.499 Dollar kosten – umgerechnet rund 1.830 bis 2.290 Euro.
Die regulären Modelle iPhone 18 Pro und Pro Max erhalten umfangreiche Hardware-Upgrades:
- Neuer Chip: Der A20 Pro im 2-Nanometer-Verfahren verursacht Schätzungen zufolge 50 Prozent höhere Herstellungskosten als frühere Generationen.
- Kamera: Eine Hauptkamera mit variabler Blende und eine größere Blendenöffnung beim Teleobjektiv.
- Design: Die „Dynamic Island“-Aussparung wird rund 35 Prozent kleiner, Face ID wandert unter das Display.
- Akku und Konnektivität: Das neue C2-Modem kommt zum Einsatz, das Pro Max erhält voraussichtlich einen Akku mit über 5.400 mAh.
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Zeitplan und Verfügbarkeit
Die Einladungen zur Präsentation sollen am 26. August verschickt werden, das große Launch-Event ist für den 9. September geplant. Üblicherweise starten die Vorbestellungen kurz danach – doch Analysten warnen: Die DRAM-Knappheit könnte zu schnellen Ausverkäufen und langen Wartezeiten führen.
Zum Start im September werden voraussichtlich nur iPhone 18 Pro, Pro Max und das faltbare Ultra-Modell erscheinen. Das Basismodell iPhone 18 soll sich bis 2027 verzögern. Auch das Zubehör- und Computer-Sortiment wird überarbeitet: AirPods Ultra werden für September erwartet, ein MacBook Ultra mit OLED-Display und M5-Chips soll Anfang 2027 folgen.
