iOS 27 Beta: Apple aktiviert Wi-Fi Calling für Fizz-Kunden
Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 06:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple hat die Funktionen Wi-Fi Calling und Rich Communication Services (RCS) für den kanadischen Mobilfunkanbieter Fizz, eine Tochtermarke von Videotron, in der aktuellen Beta-Software von iOS 27 offiziell freigeschaltet. Die Aktivierung erfolgte am 4. August 2026 und markiert einen wichtigen Schritt für die Integration moderner Kommunikationsstandards in das Netz des regionalen Anbieters.
Integration in den aktuellen Beta-Zyklus
Die neuen Funktionen wurden im Rahmen der iOS 27 Public Beta 4 sichtbar, die mit dem Carrier-Update 71.5.14 ausgeliefert wurde. Nutzer der Beta-Version berichten über neu verfügbare Schalter in den Systemeinstellungen, mit denen sich Wi-Fi Calling und RCS gezielt für den Anbieter Fizz aktivieren lassen. Inzwischen hat auch Fizz die laufende Implementierung dieser Dienste bestätigt. Das Unternehmen gab an, dass die Bereitstellung sowohl für iPhone- als auch für Android-Endgeräte erfolge.
Parallel zur öffentlichen Testphase hat Apple am 3. August 2026 die iOS 27 Beta 5 für registrierte Entwickler zugänglich gemacht. Eine entsprechende Aktualisierung der öffentlichen Beta wird in Kürze erwartet. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass der offizielle Start von iOS 27 für alle Anwender Mitte September erfolgen wird, womit die Funktionen für die breite Basis der Fizz-Kunden regulär verfügbar wären.
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Stand der RCS-Entwicklung und globale Standards
Die Einführung von RCS bei Fizz findet vor dem Hintergrund einer dynamischen Weiterentwicklung des Protokolls durch die Mobilfunk-Dachorganisation GSMA statt. Diese veröffentlichte am 28. Juli 2026 das RCS Universal Profile 4.1. Dieser neue Standard umfasst unter anderem granulare Datenschutzkontrollen für Profilnamen und Profilbilder sowie eine verbesserte Interoperabilität bei der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE).
Technisch sieht das Universal Profile 4.1 zudem eine Umstellung von MSRP (Message Session Relay Protocol) auf gRPC (Google Remote Procedure Call) vor. Diese Änderung zielt darauf ab, die Zustellungsgeschwindigkeit von Nachrichten zu erhöhen und gleichzeitig den Akkuverbrauch der Endgeräte zu reduzieren. Voraussetzung für den Rollout von Version 4.1 ist jedoch die vollständige Implementierung des Universal Profiles 4.0, das im März 2026 spezifiziert wurde.
Apple und der RCS-Funktionsumfang
Trotz der Fortschritte bei den globalen Standards unterstützt Apple derzeit das RCS Universal Profile in der Version 2.4. Eine verschlüsselte RCS-Kommunikation wurde auf Apple-Geräten erst im Mai 2026 nach vorherigen Verzögerungen in der Testphase eingeführt. Damit hinkt die Implementierung auf iOS-Geräten den neuesten Spezifikationen der GSMA hinterher.
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Auch im Android-Ökosystem verläuft die Adaption der neuesten Standards nicht unmittelbar. So wurde das im März 2026 vorgestellte Universal Profile 4.0 bisher noch nicht für Google Messages ausgerollt. Die aktuelle Aktivierung für Fizz-Kunden in der iOS-Beta stellt somit zunächst die grundlegende Kompatibilität und Funktionen wie Wi-Fi Calling sicher, während die Nutzung der neuesten Features des Universal Profiles 4.1 noch von zukünftigen Software-Aktualisierungen abhängen wird.
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