iOS 27: Apple versteckt KI-Chatbot-Wahl und faltbares iPhone
15.06.2026 - 21:07:13 | boerse-global.de
Mehr als 57 Features zeigte Apple auf der WWDC – doch drei wichtige Neuerungen für iOS 27 blieben unter Verschluss. Das steckt dahinter.
Rund eine Woche nach der Entwicklerkonferenz vom 8. Juni sickern Details zu jenen Funktionen durch, die Apple bewusst aus der großen Bühnen-Show heraushielt. Nach Informationen aus Entwicklerkreisen befinden sich mindestens drei bedeutende Updates noch in der internen Testphase – und wurden nicht öffentlich präsentiert.
Viele iPhone-Nutzer übersehen nach einem großen Update wichtige Sicherheitseinstellungen, die ihre Privatsphäre gefährden können. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Gerät nach der Aktualisierung optimal absichern. iOS-Updates sicher installieren und konfigurieren
Drei Features, die Apple verschwieg
Zu den versteckten Neuerungen zählen ein neues Framework für Siri-Erweiterungen, eine frei konfigurierbare Kamera-App sowie ein modulares Zifferblatt für die Apple Watch. Besonders spannend: Das Siri-Framework soll es Nutzern künftig erlauben, zwischen verschiedenen KI-Chatbots von Drittanbietern zu wählen – darunter ChatGPT, Gemini und Claude – und diese direkt über die Siri-Oberfläche zu nutzen.
Der Code für diese Funktion ist in den ersten Beta-Versionen bereits vorhanden, bleibt aber deaktiviert. Die anpassbare Kamera-App soll mit dem iPhone 18 Pro debütieren, das modulare Watch-Zifferblatt ist für den Herbst 2026 geplant. Eine abgespeckte Version könnte speziell für die nächste Generation der Apple Watch Ultra erscheinen.
Warum Apple die KI-Integration zurückhält
Auf der WWDC hatte Apple seine KI-Strategie vorgestellt, die auf einer Partnerschaft mit Google basiert. Siri AI nutzt dabei Apples eigene Foundation-Modelle in Kombination mit Googles Gemini-Plattform – ein 1,2-Billionen-Parameter-Modell, das auf Nvidia Blackwell GPUs in der Google Cloud läuft.
Doch die Entscheidung, das Siri-Erweiterungs-Framework zurückzuhalten, dürfte mehrere Gründe haben. Branchenbeobachter verweisen auf die EU-Digitalmärkte-Verordnung (DMA), die Apple zu mehr Öffnung zwingt. Hinzu kommt ein laufender Rechtsstreit mit OpenAI über Abonnement-Einnahmen. Zudem gilt Siri AI nach ersten Tests zwar als funktionsfähig, aber noch nicht als verlässlich genug, um mit etablierten Wettbewerbern mitzuhalten.
Ein weiterer Hinweis: Apple scheint zu prüfen, ob erweiterte Siri-Funktionen künftig kostenpflichtig werden – etwa als Teil von Apple One oder als Extra für iCloud+-Abonnenten.
Beta-Überraschungen: Stabilität und many kleine Neuerungen
Entwickler, die seit dem 8. Juni Zugriff auf die ersten iOS-27- und macOS-27-Betas haben, berichten von einer ungewöhnlich stabilen Software. Das deutet auf einen umfangreichen internen Testzyklus vor der Veröffentlichung hin.
Angesichts der Flut an neuen Funktionen und Begriffen wie „Siri-Framework“ oder „Foundation Models“ verliert man leicht den Überblick. Dieses Gratis-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten iPhone-Begriffe in einfachen Worten und hilft Ihnen, das Apple-Fachchinesisch endlich zu verstehen. Kostenloses iPhone-Lexikon jetzt sichern
Neben den großen, versteckten Features förderten die Beta-Versionen mehrere kleinere Updates zutage:
- Safari "Notify Me": Ein Tool zur Preisverfolgung und Benachrichtigung bei Produktverfügbarkeit
- Verbesserte Diktierfunktion: KI-gestützte Spracherkennung für iPhone 17 Pro und iPhone Air
- Video-Interaktion: Bilder direkt aus der Videowiedergabe speichern
- Tastatur-Upgrade: Eine separate Einfügen-Taste auf der virtuellen Tastatur
Der Beta-Code enthält zudem Hinweise auf künftige Hardware: Ein faltbares iPhone mit dem Codenamen V68 könnte bereits im September vorgestellt werden, ein MacBook mit Touchscreen wird für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet.
Entwickler-Tools mit Einschränkungen
Mit dem Foundation Models Framework führte Apple auf der WWDC neue APIs wie "DynamicProfile" ein, die agentische KI-Erlebnisse ermöglichen sollen. Das Framework erlaubt das Umschalten zwischen lokalen und serverbasierten Modellen innerhalb einer Sitzung.
Allerdings gibt es bei der Private Cloud Compute (PCC)-Infrastruktur Einschränkungen: Drittanbieter-Entwickler sind im iOS-27-Zyklus auf ein Download-Limit von 2 Millionen beschränkt. Das deutet darauf hin, dass PCC vorrangig für Apples eigene Siri-AI reserviert ist – höhere API-Stufen für externe Entwickler könnten später folgen.
Während die Entwickler-Beta bereits verfügbar ist, wird eine öffentliche Beta von iOS 27 für Ende Juli 2026 erwartet. Erste Tester loben die Stabilität, bemängeln aber die Akkulaufzeit in den aktuellen Builds.
