iOS 27: Apple und WhatsApp verschärfen Jugendschutz auf WWDC
21.06.2026 - 17:48:37 | boerse-global.de
Die Maßnahmen sind eine Reaktion auf den weltweit steigenden gesetzlichen Druck in der EU, Großbritannien und den USA.
Neue Sicherheitsfunktionen für iOS und macOS
Auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2026 stellte Apple verschärfte Jugendschutzmechanismen für iOS 27 und macOS 27 vor. Die Funktionen sollen die Sicherheit für Minderjährige systemweit erhöhen – auf iPhones und Macs gleichermaßen.
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Parallel dazu führt WhatsApp elternverwaltete Konten für Teenager ein. Der Messenger reagiert damit auf die anhaltende Kritik an weitgehend unregulierten digitalen Räumen für Minderjährige.
Branchenexperten bewerten die Schritte differenziert. So bestehen weiterhin Lücken bei Drittanbieter-Apps. Zudem könnten technisch versierte Jugendliche Umgehungsmöglichkeiten für die neuen Sperren finden. Die Wirksamkeit der Maßnahmen hängt maßgeblich davon ab, wie lückenlos sie über verschiedene Plattformen hinweg greifen.
Union fordert risikobasierte Altersgrenzen
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat am heutigen Sonntag eine Neuausrichtung der Jugendschutzpolitik gefordert. Statt pauschaler Verbote setzt die Union auf variable, risikobasierte Altersgrenzen in sozialen Netzwerken.
Die technische Umsetzung der Altersverifikation soll über die EUDI-Wallet erfolgen. Für Verstöße gegen die Jugendschutzvorgaben sieht der Vorschlag Bußgelder in Millionenhöhe vor.
Auch international verschärft sich die Gangart. Norwegen plant, bis Ende 2026 ein Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren gesetzlich zu verankern. Zudem hat das Land bereits generative KI in Grundschulen verboten – um negative Auswirkungen auf die Lernergebnisse zu verhindern.
Schweiz verschärft Gesetze gegen Cyber-Gewalt
Der Schweizer Nationalrat stimmte in dieser Woche für strengere Regeln gegen Cyber-Gewalt. Hintergrund ist die drastische Zunahme von Meldungen zu pädokriminellem Material und sexualisierten Deepfakes. Die Schweiz folgt damit dem Beispiel der USA, die mit dem „Take It Down Act“ bereits ähnliche Schutzmaßnahmen verabschiedet haben.
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Millionenstrafe als Warnsignal
Ein Gerichtsurteil vom 26. März zeigt die wirtschaftlichen Risiken für Tech-Konzerne bei unzureichendem Jugendschutz. Ein US-Gericht verurteilte Google und Meta zur Zahlung von sechs Millionen US-Dollar Schmerzensgeld an eine junge Klägerin. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Algorithmen der sozialen Medien eine Suchtspirale ausgelöst und die Gesundheit der Nutzerin gefährdet hatten.
Neben den Schutzfunktionen arbeitet die Branche an weiteren Sicherheitsfeatures. WhatsApp testet derzeit eine Funktion für Textnachrichten, die nach einmaligem Lesen verschwinden, sowie ein neues Benutzernamensystem mit optionalem Sicherheitscode.
