Apple, KI-Siri

iOS 27: Apple sperrt KI-Siri für 450 Millionen EU-Nutzer

13.06.2026 - 08:24:33 | boerse-global.de

Apple bringt verbesserte Siri-KI nicht auf EU-iPhones. Grund sind DMA-Regeln. Macs und Vision Pro erhalten die Funktionen.

Apple KI-Update: Neue Siri-Features für EU iPhones gestoppt
Apple - A stylized depiction of data flowing through a server room, with a subtle outline of the European Union map integrated into the network, symbolizing regulatory challenges for AI. 13.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Apple bestätigt: Die neuen KI-Funktionen für Siri kommen nicht auf iPhones und iPads in der EU.

Der US-Konzern machte auf der Entwicklerkonferenz WWDC am 8. Juni 2026 klar, dass die fortschrittlichen Sprachassistenten-Features mit dem Start von iOS 27 und iPadOS 27 zunächst nicht in der Europäischen Union verfügbar sein werden. Grund seien regulatorische Hürden durch den Digital Markets Act (DMA). Wann die Funktionen für mobile EU-Nutzer kommen, ließ Apple offen.

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Streit mit Brüssel eskaliert

Die Entscheidung ist das Ergebnis gescheiterter Verhandlungen zwischen Apple und den europäischen Wettbewerbshütern. Apples Argument: Die DMA-Vorgaben würden Drittanbietern praktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Geräte erzwingen – ein Sicherheitsrisiko, das man nicht eingehen wolle.

Apple hatte als Lösung ein sogenanntes „Trusted System Agent"-Framework vorgeschlagen, das Daten sicher verwalten und gleichzeitig die Wettbewerbsauflagen erfüllen sollte. Doch die EU-Kommission lehnte sämtliche Compliance-Vorschläge ab – inklusive des Agenten-Modells, über das rund 18 Monate verhandelt worden war.

Craig Federighi, Senior Vice President bei Apple, zeigte sich enttäuscht über die Blockade. Rund 450 Millionen Nutzer in der EU werden die neuen Siri-Fähigkeiten vorerst nicht auf ihren mobilen Geräten erleben.

Ausnahmen und Hardware-Hürden

Die Beschränkung gilt ausschließlich für iOS und iPadOS in der EU. Auf anderen Plattformen sind die KI-Features dagegen verfügbar: Macs mit macOS 27, die Apple Watch und das Vision Pro Headset erhalten die verbesserte Siri auch in Europa.

Doch selbst außerhalb der EU ist der Kreis der kompatiblen Geräte eng gesteckt. Nur das iPhone 15 Pro, das 15 Pro Max sowie die gesamte 16er-Serie kommen für die neuen Funktionen infrage. Der Grund: mindestens 12 Gigabyte Arbeitsspeicher, die für die lokalen KI-Modelle nötig sind.

Analysten von Morgan Stanley schätzen, dass weltweit rund 850 Millionen iPhones die Apple Intelligence nicht nutzen können. Bis zu 1,3 Milliarden Geräten fehlt der Zugriff auf das volle Siri-Upgrade.

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Google hilft beim KI-Sprung

Hinter den Kulissen setzt Apple auf eine strategische Partnerschaft: Google Gemini Modelle und die Google Cloud-Infrastruktur liefern die Rechenleistung für den verbesserten Assistenten. Branchenbeobachter sehen darin den Versuch, jahrelange Versprechen für Siri endlich einzulösen – wenn auch in Etappen.

Eine Beta-Version von Siri AI auf Englisch soll noch 2026 erscheinen – allerdings ohne EU und China.

Börse reagiert nervös

Die Ankündigungen auf der WWDC hinterließen Spuren an der Börse. Am 9. Juni 2026 fiel die Apple-Aktie um 3,64 Prozent, als Anleger die Einschränkungen beim KI-Rollout verdauten. Tagsdrauf erholte sich der Kurs leicht und schloss bei 291,58 US-Dollar.

iOS 27: Stabilität statt Revolution

Neben der KI-Offensive steht iOS 27 vor allem für eines: mehr Stabilität. Apple bezeichnet das Update als Jahr der Performance-Verbesserungen. Ein neuer CPU-Scheduler und Optimierungen sollen Apps bis zu 30 Prozent schneller starten lassen als zuvor.

Auch neue Kindersicherheitsfunktionen sind für das 2026er Release geplant – darunter erweiterte Kommunikationssicherheit und verbesserte Bildschirmzeit-Kontrollen.

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