iOS 27: Apple rüstet Siri zur KI-Chat-App um – mit Google-Deal
27.05.2026 - 05:24:26 | boerse-global.deApple rüstet seinen Sprachassistenten Siri grundlegend auf – und setzt dabei auf eine Kooperation mit Google.
Wenige Wochen vor der Entwicklerkonferenz WWDC am 8. Juni zeichnet sich ein tiefgreifender Umbau von iOS 27 ab. Im Zentrum steht eine völlig neu gestaltete Siri, die sich vom simplen Sprachassistenten zum vollwertigen KI-Chatbot wandeln soll. Branchenbeobachter sprechen von der größten Veränderung des Assisteten seit seiner Einführung.
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Siri wird zur Chat-App
Die neue Siri bekommt eine eigenständige App mit dauerhaftem Gesprächsverlauf – ein radikaler Bruch mit der bisherigen Praxis, bei der jede Interaktion nach dem Befehl wieder verpuffte. Nutzer sollen künftig längere Dialoge führen und auf frühere Unterhaltungen zurückgreifen können.
Das Design fällt überraschend aus: Siri wird ausschließlich im Dark Mode dargestellt, selbst wenn das System auf den hellen Modus eingestellt ist. Die Farbpalette – Gold, Blau und Weiß auf schwarzem Grund – orientiert sich an den Marketingmaterialien der WWDC 2026. Eine neue „Suchen oder Fragen“-Leiste erscheint per Wischgeste, der blinkende Cursor leuchtet in denselben Gold-Blau-Tönen.
Die Optik setzt auf einen „Liquid Glass“-Stil mit durchscheinenden Bedienfeldern und flüssigeren Animationen. Aktiviert man Siri, umspielt eine pillenförmige Animation die Dynamic Island, begleitet von einem leuchtenden „Suche“-Label. Einfache Antworten erscheinen in einem transparenten Panel, komplexere Interaktionen öffnen sich zu einem Vollbild-Chat.
Apples KI-Strategie: Eigenentwicklung trifft Google
Die technischen Neuerungen gehen weit über die Optik hinaus. Apple hat offenbar eine Milliarden-Kooperation mit Google abgeschlossen: Für umgerechnet rund 920 Millionen Euro pro Jahr lizenziert der Konzern Googles Gemini-Modelle. Das System mit 1,2 Billionen Parametern soll Siri befähigen, komplexe Gespräche zu führen.
Doch Apple setzt nicht allein auf fremde Technik. Die hauseigene „Apple Intelligence“-Plattform wird massiv ausgebaut. In Safari hilft die KI künftig beim Zusammenfassen von Inhalten, die Kurzbefehle-App versteht natürliche Spracheingaben für die Automatisierung.
Die Fotos-App erhält generative KI-Werkzeuge: „Erweitern“ füllt Bildränder intelligent auf, „Verbessern“ optimiert Farben und Belichtung automatisch, „Neu einrahmen“ passt die Perspektive von Spatial-Fotos an. Auch die Bildgeneratoren Image Playground und Genmoji bekommen Qualitätssprünge und eine „Vorgeschlagene Genmoji“-Funktion.
Kamera wird zum Scanner
Die Kamera-App integriert „Visuelle Intelligenz“: In einem Siri-Modus scannt und interpretiert die Kamera Objekte in Echtzeit – von Lebensmitteletiketten bis zu Visitenkarten. Die Funktion erinnert an Googles Lens-Dienst, läuft aber tiefer in Apples System integriert.
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Hardware-Hürden für die KI-Features
Nicht alle Neuerungen werden auf jedem iPhone laufen. Die anspruchsvollsten KI-Funktionen benötigen offenbar mindestens ein iPhone 15 Pro oder neuer. Der Grund: Die rechenintensiven Aufgaben sollen direkt auf dem Gerät ausgeführt werden, nicht in der Cloud. Ältere Modelle ab dem iPhone 12 erhalten zwar iOS 27, müssen aber auf die KI-Highlights verzichten.
EU erzwingt Öffnung
Auf Druck der europäischen Wettbewerbshüter wird Apple eine weitere Neuerung einführen: Nutzer in der EU können künftig Drittanbieter-Streaming-Protokolle wie Google Cast als Standard für die Medienübertragung festlegen – eine direkte Alternative zu Apples eigenem AirPlay. Der Schritt zeigt, wie die Regulierung selbst den geschlossensten Apple-Dienst zunehmend aufbricht.
Weitere Neuerungen im Überblick
Die AirPods-Einstellungen erhalten eine klarere Oberfläche für Geräuschunterdrückung und Akku-Management. Apple Maps bekommt Satellitenfunktionen für Gebiete ohne Mobilfunkabdeckung. Die Tastatur wurde überarbeitet, die Autokorrektur soll endlich zuverlässiger werden. Für die Apple Watch bringt watchOS 27 neue Zifferblätter, darunter eine abgespeckte Version des Modular-Ultra-Displays für Standard-Modelle.
Ausblick: Veröffentlichung im September
Die offizielle Vorstellung von iOS 27 erfolgt am 8. Juni um 19 Uhr MESZ im Rahmen der WWDC-Keynote. Entwickler können noch am selben Tag mit der ersten Beta beginnen. Die finale Version wird für Anfang September erwartet, zeitgleich mit dem Launch des iPhone 18 Pro und des neuen iPhone Ultra. Dann zeigt sich, ob Apples KI-Offensive den Rückstand auf die Konkurrenz von Google und OpenAI aufholen kann.
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