Apple, Siri

iOS 27: Apple rüstet Siri mit Google-Gemini auf

04.06.2026 - 09:05:28 | boerse-global.de

Apple präsentiert auf der WWDC 2026 den KI-gestützten Sprachassistenten Siri 2.0 mit Googles Gemini-Technologie und neuen Datenschutzfunktionen.

iOS 27: Apple rüstet Siri mit Google-Gemini auf - Bild: über boerse-global.de
iOS 27: Apple rüstet Siri mit Google-Gemini auf - Bild: über boerse-global.de

Apple rüstet seinen Sprachassistenten Siri mit generativer Künstlicher Intelligenz auf – und setzt dabei auf die Technologie von Google.

Am 8. Juni 2026 eröffnet der iPhone-Konzern die weltweite Entwicklerkonferenz WWDC. Die zentrale Ankündigung: iOS 27 mit einem komplett neu aufgesetzten Siri. Der Sprachassistent, den Insider längst „Siri 2.0" nennen, bekommt Zugriff auf Googles Gemini-Modelle mit 1,2 Billionen Parametern. Rund eine Milliarde Euro pro Jahr soll Apple dafür an den Suchmaschinenriesen überweisen.

Was Siri 2.0 wirklich kann

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Der neue Assistent ist kein simpler Sprachbefehl mehr. Er wird zur eigenständigen Chatbot-App, bleibt aber systemweit verfügbar. Die entscheidende Neuerung: Siri versteht Kontext. Die KI kann auf E-Mails, Nachrichten, Dateien und Fotos zugreifen und diese Informationen miteinander verknüpfen.

Noch einen Schritt weiter geht die Bildschirmerkennung. Siri erfasst künftig, was der Nutzer gerade in anderen Apps sieht, und kann darauf reagieren. Die Bedienung erfolgt über eine neue Oberfläche in der Dynamic Island – per Wischgeste gelangt man zu einem einheitlichen Such- oder Fragefeld.

Drittanbieter und Entwickler-Tools

Apple öffnet Siri für externe KI-Dienste. In einer neuen KI-App können Nutzer zwischen Google Gemini, Anthropics Claude und OpenAIs ChatGPT wählen. Die Kurzbefehle-App wird ebenfalls überarbeitet: Statt komplizierter Skripte reicht künftig natürliche Sprache aus, um Abläufe zu automatisieren.

Die Kamera-App integriert Siris Analysefunktionen direkt. Bisherige „Visual Intelligence"-Features werden durch Echtzeit-Umgebungsanalysen ersetzt. Auch die Fotos-App profitiert: Natürlichsprachliche Bearbeitungswerkzeuge wie „Reframe", „Extend" und „Enhance" machen Bildbearbeitung per Sprachbefehl möglich.

Zwischen Cloud und Privatsphäre

Einfache Anfragen verarbeitet Siri weiterhin direkt auf dem Gerät – das spart Kosten und schützt die Privatsphäre. Komplexe Berechnungen wandern in die Cloud. Apple setzt dabei auf die Google Cloud mit Nvidia Blackwell B200 GPUs.

Für die Datensicherheit sorgen Confidential Compute und Apples eigene Private-Cloud-Compute-Architektur. iOS 27 führt zudem eine automatische Chat-Löschung ein – wahlweise nach 30 Tagen oder einem Jahr. Die Maßnahmen kommen nicht von ungefähr: Erst kürzlich zahlte Apple 250 Millionen Euro, um einen Rechtsstreit über frühere Siri-Leistungen und Werbeaussagen beizulegen.

Neue Hardware im Herbst

Die Siri-Offensive treibt auch die Hardware-Entwicklung voran. Noch im Herbst soll eine neue Apple TV 4K erscheinen – mit A17-Pro-Chip, 8 Gigabyte RAM und WLAN-Standard Wi-Fi 7. Ebenfalls für September geplant: ein zweites HomePod mini mit S9-Chip und besserem Klang.

Beide Geräte sind Teil einer größeren Smart-Home-Offensive für 2026. Gerüchten zufolge arbeitet Apple an einem neuen großen HomePod sowie einem speziellen Smart-Home-Hub mit 7-Zoll-Display. Der Preis dafür soll bei umgerechnet rund 350 Euro liegen.

Kompatibilität und Zeitplan

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Nach der WWDC-Keynote am 8. Juni erscheint die erste Entwickler-Beta von iOS 27. Eine öffentliche Beta folgt im Juli, der finale Release ist für September 2026 vorgesehen.

Die neue Version lässt das iPhone 11 und das iPhone SE der zweiten Generation hinter sich. Unterstützt werden Modelle ab der iPhone-12-Serie bis hin zur erwarteten iPhone-17-Reihe. Die fortschrittlichsten KI-Funktionen bleiben allerdings dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen vorbehalten – die Hardware-Anforderungen sind schlicht zu hoch.

Es könnte die letzte große Software-Vorstellung unter CEO Tim Cook sein. Der Konzern bereitet sich auf einen Führungswechsel vor: John Ternus soll Cooks Nachfolge antreten.

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