iOS 27: Apple plant Rechnungenteilen und digitale Pässe
04.06.2026 - 22:31:33 | boerse-global.de
Vor der Entwicklerkonferenz WWDC am 8. Juni zeichnen sich tiefgreifende Neuerungen für Apples Bezahldienst ab. Automatisiertes Rechnungenteilen und selbst erstellte digitale Pässe stehen auf dem Programm – doch Integration und Sicherheit bereiten weiterhin Kopfzerbrechen.
Automatisiertes Rechnungenteilen: Apples Angriff auf Venmo und Co.
Bereits Anfang der Woche wurden Details zu einem neuen Feature in iOS 27 bekannt: Die Funktion erlaubt es Nutzern, einen physischen Kassenbon zu fotografieren, einzelne Posten verschiedenen Personen zuzuordnen und Steuern sowie Trinkgelder automatisch zu berechnen. Das System generiert anschließend Zahlungsaufforderungen über Apple Cash.
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Branchenbeobachter sehen darin einen direkten Angriff auf etablierte Peer-to-Peer-Zahlungsdienste wie Venmo, Cash App und Splitwise. Die Funktion dürfte jedoch zunächst auf die USA beschränkt bleiben – sie ist auf Apple Cash angewiesen, das außerhalb der USA nicht verfügbar ist.
„Create a Pass": Aus dem analogen Portemonnaie wird digital
Ebenfalls an Bord: ein „Pass erstellen"-Tool. Es ermöglicht die Digitalisierung physischer Mitgliedskarten, Fitnessstudio-Ausweise und Eintrittskarten. Drei Vorlagen stehen zur Wahl: Standard (orange), Mitgliedschaft (blau) und Events (grün). Der stabile Release von iOS 27 wird für September erwartet – zeitgleich mit der iPhone-18-Serie.
Zahlungsprobleme: Was tun bei Fehlermeldungen?
Apple Support hat am 4. Juni seine Dokumentation zu häufigen Zahlungsfehlern aktualisiert. Meldungen wie „Abrechnungsproblem bei einem früheren Kauf" oder „Überprüfung erforderlich" deuten demnach auf offene Rechnungen hin. Solange diese nicht beglichen sind, sind keine neuen Käufe, Downloads oder die Nutzung bestehender Abos möglich.
Häufige Ursache: regionale Konflikte in den Kontodaten. Experten raten, die Geräteregion mit der Apple-ID und den hinterlegten Zahlungsinformationen abzugleichen. In Family-Sharing-Konfigurationen haftet der Organisator für unbezahlte Beträge – es sei denn, jedes Familienmitglied hat ein eigenes gültiges Zahlungsmittel hinterlegt.
Integration als Dauerbrenner: UberEats-Fahrer in der Zwickmühle
Am 2. Juni berichteten Lieferfahrer von UberEats über Probleme: Kreditkarten, die zuvor direkt in der App genutzt wurden, wurden als nicht verfügbar markiert. Eine Migration zu Apple Wallet war notwendig. Wer Karten aus dem Wallet entfernte und über Uber erneut hinzufügte, stellte fest: Sie wurden automatisch wieder mit dem Apple-Ökosystem synchronisiert.
Phishing-Welle rollt: Gefälschte SMS zielen auf Apple Pay ab
Sicherheitsexperten schlagen Alarm. Seit dem 3. Juni ist eine ausgeklügelte Phishing-Kampagne gegen Apple-Pay-Nutzer dokumentiert. Die Täter verschicken SMS mit angeblichen unberechtigten Abbuchungen und einer fingierten Kontaktnummer. Steve Weisman von der Bentley University warnt: „Diese Nachrichten zielen auf Apple-Pay-Zugangsdaten und Kreditkartennummern ab – Identitätsdiebstahl ist das Ziel."
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Sein Rat: Misstrauen gegenüber unverlangten Textnachrichten und ausschließliche Überprüfung des Kontostatus über offizielle Support-Kanäle.
Entwickler in der Sackgasse: Native Module als letzter Ausweg
Für Entwickler bleibt die Apple-Pay-Integration eine Herausforderung. Aktuelle technische Berichte beschreiben die Notwendigkeit nativer Module für React-Native-Umgebungen, wenn Drittanbieter-Pakete versagen. Die Devise: exakte Merchant-IDs verwenden und ausschließlich auf physischen Geräten testen – nur so sei die sichere Übertragung von base64-codierten Zahlungstoken gewährleistet.
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