iOS 27: Apple Intelligence kommt nicht in die EU wegen DMA
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 14:09 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Apple bestätigte am heutigen Donnerstag, dass die neuen Apple Intelligence-Funktionen mit dem Release von iOS 27 nicht für Nutzer in der Europäischen Union verfügbar sein werden. Der Konzern begründet den Schritt mit den regulatorischen Anforderungen des Digital Markets Act (DMA). Betroffen sind unter anderem die KI-gestützte Siri, die visuelle Suchfunktion Visual Intelligence sowie diverse Entwickler-Tools.
Gerichtliche Niederlage im Gatekeeper-Streit
Die Ankündigung kommt einen Tag nach einer bedeutenden Niederlage vor dem EU-Gericht. Am 8. Juli 2026 wiesen die Richter Apples Anfechtung der sogenannten „Gatekeeper“-Einstufung zurück. Damit bleibt der Konzern den strengen Interoperabilitätsregeln des DMA unterworfen.
Das Gericht bestätigte zudem die Einstufung von fünf getrennten App Stores – für iOS, macOS, watchOS, iPadOS und tvOS – als einen einzigen zentralen Plattformdienst. Apples Anfechtung bezüglich des Status von iMessage wurde als unzulässig abgewiesen. Zwar kann Apple noch vor dem Europäischen Gerichtshof Berufung einlegen, doch das Urteil stärkt vorerst die Position der EU-Kommission. Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
Datenschutz als Argument – und als Hürde
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Apple argumentiert, die DMA-Interoperabilitätsvorgaben könnten den Datenschutz und die Datensicherheit der Nutzer gefährden. Der Konzern schlug als Lösung ein sogenanntes „Trusted System Agent“-Framework vor – ein Konzept, das die Integrität der KI-Systeme wahren soll. Die EU-Behörden lehnten diesen Vorschlag jedoch ab.
Interessant: Die Beschränkung betrifft ausschließlich das iPhone in der EU. Für die Betriebssysteme macOS 27 und visionOS 27 sollen die Siri-KI-Funktionen dagegen auch in Europa starten. Sicherheitsforscher weisen zudem auf anhaltende Risiken wie Prompt-Injection-Angriffe hin, die die Entwicklung generell erschweren.
Neue Funktionen – aber nicht für Europa
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Während EU-iPhone-Nutzer leer ausgehen, rollt Apple in anderen Märkten weiter aus. Erst am 6. Juli 2026 aktivierte der Konzern in der Beta 3 von iOS 27 neue Siri-Steuerungen. Nutzer können dort Sprechgeschwindigkeit und emotionale Ausdrucksweise des Assistenten anpassen. Voraussetzung sind Chips der A17-Pro-Serie oder M-Prozessoren sowie ein iPhone 16 oder neuer. Auch in China bleiben diese Beta-Funktionen vorerst blockiert.
Die Spannungen zwischen Apple und der EU halten an – trotz eines Treffens zwischen Apple-CEO Tim Cook und EU-Kommissarin Henna Virkkunen am 1. Juli 2026. Die Gespräche wurden als konstruktiv beschrieben, doch Apple-Sprecher betonen weiterhin, der DMA werde über das rechtlich Notwendige und Verhältnismäßige hinaus angewandt. Weitere Verfahren sind anhängig, darunter eine Untersuchung in Italien sowie eine offene Geldstrafe in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro wegen früherer Anti-Steering-Verstöße.
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